Strategieplanung – Fundament für ein erfolgreiches Bestehen im internationalen Wettbewerb und oft vernachlässigt

innos- Sperlich GmbH im Gespräch mit Frau Dr. Ursula Eul zum Thema Strategieplanung.
Dr. Ursula Eul (PresseBox) (Berlin, ) Frau Dr. Ursula Eul ist seit über 20 Jahren in namhaften FuE-Einrichtungen tätig, seit mehr als 15 Jahren in leitenden Funktionen. Sie beschäftigt sich vor allem mit Strategieprozessen, Wissenschaftskommunikation und -marketing. Darüber hinaus berät und begleitet sie Akteure aus Wirtschaft und Wissenschaft bei der Strategie- und Kommunikationsplanung, insbesondere technologieorientierte Unternehmen und Organisationen. Sie verfügt über langjährige Erfahrung in der Koordination und Projektleitung interdisziplinärer Projekte im Umfeld der Chemischen Industrie, des Maschinen- und Anlagenbaus, der Automobilindustrie und weiterer Märkte.

innos: Für wen ist Strategieplanung wichtig?
Frau Dr. Eul:
Von einer systematischen Strategieplanung kann jeder profitieren, der die Zukunft seines Verantwortungsbereichs aktiv gestalten will. Sei dies ein kleines oder großes Unternehmen, eine Forschungseinrichtung, ein Verein oder Verband, ein Netzwerk, eine Organisationseinheit innerhalb eines Unternehmens oder auch ein komplexeres Projekt.

innos: Warum zählt die Strategieplanung zu einem der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen und Institute?
Frau Dr. Eul:
Systematische Strategieplanung ist ein ganz wesentlicher Beitrag zur Zukunftssicherung. Führungskräfte, Entscheidungs- und Verantwortungsträger, ob in Wirtschaftsunternehmen oder Forschungseinrichtungen, sind heute mit einer enormen Veränderungsdynamik der Märkte konfrontiert und beeinflussen diese durch ihr unternehmerisches Handeln ja auch selbst mit. Ein kontinuierlicher Strategieprozess impliziert die systematische, vorausschauende Auseinandersetzung mit dem Umfeld und hilft, Veränderungsprozesse für den eigenen Verantwortungsbereich effektiv und effizient zu managen. Das bedeutet, Fortschritt gestalten.


innos: Wie können klein- und mittelständische Unternehmen am besten eine erfolgreiche Strategieplanung bewerkstelligen? An welchen Stellen könnten Schwierigkeiten auftreten?
Frau Dr. Eul:
Strategische Planung ist keine Frage der Größe eines Unternehmens. Natürlich könnten sich kleine und mittelständische Unternehmen durch die enorme Fülle an Managementwerkzeugen und -systemen, die gerade in den letzten 2-3 Jahrzehnten für die strategische Unternehmensführung entwickelt wurden, ob Lean Production, Balanced Score Card, EFQM, Change Management, Szenariotechnik oder Blue Ocean Strategy, leicht erschlagen fühlen. Strategie hat aber auch sehr viel mit gesundem (unternehmerischem) Menschenverstand zu tun und Strategieplanung muss nicht ressourcenintensiv sein. Oft bringt ein schlanker, pragmatischer Ansatz rasch sehr gute Ergebnisse. Mögliche Vorgehensweisen stellen wir in unserem Praxisleitfaden vor.

innos: Warum ist die Umsetzung der identifizierten Strategie in den Unternehmensalltag so schwierig?
Frau Dr. Eul:
Die Umsetzung muss nicht zwingend schwierig sein, sie ist aber auch kein Automatismus und will durch sorgfältige Kommunikation begleitet werden. Strategieplanung kann natürlich nur dann Nutzen entfalten, wenn sie auch zur Umsetzung kommt. Und das geht nur über Menschen. Während in den Planungsprozess in der Regel ein kleinerer Kreis von Akteuren eingebunden ist, betrifft die Implementierung strategischer Maßnahmen oft viele oder sogar alle Mitarbeiter und tangiert unter Umständen langjährig etablierte Prozesse. Hier stößt zuweilen Theorie auf Praxis und nicht selten ist ein Nachjustieren von Strategien erforderlich. Planung und Umsetzung greifen hier iterativ ineinander.

innos: Welche organisatorischen und personellen Herausforderungen bringt die Implementierung von Ergebnissen aus der Strategieplanung hervor? Welche Lösungsansätze gibt es?
Frau Dr. Eul:
Das ist eine vielschichtige Frage. Allgemein gilt: Strategie implementieren, heißt Maßnahmen umsetzen. Und dies bedeutet Veränderungen durchsetzen. In kleinen oder in großen Schritten. Ob und wie dies gelingt, hängt in hohem Maße vom Committment der Unternehmensführung und von der Unternehmenskultur ab. Kommunikation, Moderation und die Beteiligung wichtiger „Stakeholder“ am Prozess spielen eine wesentliche Rolle. Je enger die einzelnen „Stakeholder“ in den Strategieplanungsprozess eingebunden werden, desto besser können sie als Promotoren bei der Umsetzung der Strategie mitwirken. Gleichzeitig bedingt das die Bereitstellung entsprechender personeller Ressourcen. Abhängig von der Unternehmensgröße und Organisationsstruktur, kann das eine echte Herausforderung sein. Oft werden professionelle externe Moderatoren unterstützend hinzu gezogen. Dies kann sehr hilfreich sein, ersetzt jedoch nicht die interne Kommunikation durch die Unternehmensleitung bzw. die Führungskräfte. Ein weiterer Erfolgsfaktor ist ein gut strukturierter Prozess.
Im Detail gibt es auf Ihre Frage so viele Antworten wie es Unternehmen gibt. Das macht die strategische Beratung ja so individuell und so spannend.

innos: Was macht einen erfolgreichen Strategie-Berater aus?
Frau Dr. Eul:
Ein Strategieberater muss vor allem zunächst einmal ein guter Zuhörer und Beobachter sein. Denn jedes Unternehmen, jedes Institut, jede Organisation hat ihren eigenen individuellen Charakter und eine Strategieplanung kann nur funktionieren, wenn sie zu diesem Charakter passt. Ein Strategieberater sollte dies scharf und schnell analysieren können. Er muss ein guter Kommunikator und Moderator sein. Als solcher kann er den Strategieplanungsprozess bei seinen Kunden aktiv begleiten. Ob interner oder externer Strategieberater, er muss sich das volle Vertrauen seines Auftraggebers erarbeiteten.

Weitere Informationen sowie Lösungswege für einen individuellen Strategieprozess bietet das Intensivseminar „Strategieplanung – Grundlagen und Praxisleitfaden“ am 24.09.2015 in Berlin an.

Das Anmeldeformular, weitergehende Informationen sowie das vollständige Angebot an Intensivseminar-Themen 2015 sind erhältlich unter
http://www.innos-sperlich.de/...
Hinweis: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Plätze werden nach dem first-come-first-serve-Prinzip vergeben.

Kontakt

innos - Sperlich GmbH
Bürgerstraße 44/42
D-37073 Göttingen
Dr. Nadine Teusler
Geschäftsstellenleiterin

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