Marquardt wählt HF-Technik von ams für einen neuen berührungslosen Autoschlüssel

Ein winziger NFC-Leser-IC AS3914 im Autotürgriff ermöglicht Öffnen auf Annäherung, mit Smartphone, Smartwatch oder Tablet des Fahrers
(PresseBox) (Unterpremstätten, Österreich, ) Die ams AG (SIX: AMS), ein führender Entwickler und Hersteller von hochwertigen analogen ICs und Sensoren, gibt bekannt, dass der Autozulieferer Marquardt den NFC-Leser-IC AS3914 von ams in einer neuen Serie berührungsloser Tür- und Zündschlossmodule einsetzen wird.

Der Mechatronik-Spezialist Marquardt und langjähriger Zulieferer führender Automobilhersteller weltweit wählte den AS3914, weil dieser selbst dann eine sehr verlässliche NFC-Verbindung aufbaut, wenn er in der Nähe von metallhaltigen Komponenten montiert ist. Der Chip verbraucht weiterhin weniger Strom als NFC-Leser-ICs des Wettbewerbs.

Für ein berührungsloses Autotürschloss wird ein NFC-Modul von Marquardt in den Türgriff montiert, ein zweites in die Mittelkonsole. Im Türgriff baut das 13,56-MHz-Modul eine Verbindung zu jedem Standard-NFC-Tag (oder einem Tag-Emulator) auf, etwa einem Mobiltelefon, einer Smartwatch oder einem Tablet. Der Autofahrer muss dazu dieses Gerät lediglich in die unmittelbare Nähe des Türgriffes bringen. Das System hat eine Reichweite von etwa 4 cm. Sobald ein autorisierter Tag erkannt wird, sendet das Modul einen Steuerbefehl an die Fahrzeugelektronik, die dann die Türen entriegelt.

Auch das zweite Modul in der Mittelkonsole muss erst eine Verbindung zu dem "Schlüsselgerät" aufbauen, bevor sich der Motor starten lässt.

Das Modul von Marquardt wird in der nächsten Fahrzeuggeneration eines europäischen Premiumherstellers zu finden sein. Ein Vorserienmodell wurde im Februar 2015 auf dem Mobile World Congress ausgestellt.

Im Autotürgriff muss der NFC-Leser in einem für die HF-Ausbreitung sehr ungünstigen Umfeld arbeiten. Die großen Blechflächen der Autotür und zusätzliche Designspangen am Türgriff wirken als unerwünschter Reflektor, der einen großen Teil der HF-Energie des Lesers ablenkt. Marquardts Entwicklungsingenieure stellten fest, dass der AS3914 unter diesen Bedingungen deutlich zuverlässiger arbeitet als NFC-Leser-ICs des Wettbewerbs.

Das liegt daran, dass der AS3914 eine hohe HF-Ausgangsleistung von bis zu 1 W und eine hohe Empfängerempfindlichkeit mit einer Funktion zur automatischen Abstimmung der Antenne verbindet (AAT Automatic Antenna Tuning), die die Dämpfung und Verzerrung des Funkfelds durch metallische Komponenten des Fahrzeugs kompensiert.

Mit dem AS3914 kann Marquardt die gewünschte Reichweite von 4 cm ab Türgriff unter fast allen Betriebsbedingungen erreichen, sogar bei verchromtem Türgriff. Diese Reichweite ist für die genannte Anwendung ideal. Der Nutzer muss sein "Schlüsselgerät" nicht direkt an den Türgriff halten (was die Anwendung vereinfacht), aber das Auto entriegelt sich unerwünscht nicht schon dann, wenn der Nutzer in einem Abstand von mehr als 4 cm an ihm vorbeigeht.

Ein weiterer Vorteil des AS3914 ist sein niedriger Stromverbrauch: Eine stromsparende kapazitive/induktive Aufweckfunktion sucht ständig nach Tags, sie weckt aber den leistungsfähigen NFCSender erst dann, wenn sie einen Tag innerhalb der Reichweite gefunden hat. In der kapazitiven Betriebsart braucht diese Funktion bei einem Polling alle 100 ms gerade einmal 5 μA.

Das NFC-Modul von Marquardt ist nicht auf die Anwendung im Türgriff und in der Mittelkonsole beschränkt. Man erwartet seinen Einsatz auch im Zubehörmarkt in Produkten mit berührungsloser Schlüsselfunktion, die direkt hinter der Windschutzscheibe montiert werden sollen. Auch hier muss das Modul in einem metallischen Umfeld arbeiten, wo die hohe Empfängerempfindlichkeit und die hohe HF-Ausgangsleistung des AS3914 erforderlich sind.

"Das Automobil ist für ein NFC-Gerät ein schwieriges Umfeld, weil ein Auto nun einmal hauptsächlich aus Blech besteht. Um in einem solchen Umfeld zu bestehen, baut Marquardt auf die einzigartigen Stärken des AS3914. Wir bei ams freuen uns sehr, dass wir eine so innovative Firma bei der Entwicklung eines komplett neuen Produkts für den Automobilmarkt unterstützen konnten. Marquardt hat hier einen Weg eröffnet, dem viele Zulieferer folgen werden", sagt René Wutte, Senior Marketing Manager bei ams.

Marquardt sagt: "Während der ganzen Entwicklungsphase hatten wir eine hervorragende Unterstützung von ams, den AS3914 in die Applikationen anzupassen. Schon mit den ersten Prototypen können wir eine weitaus größere Reichweite erzielen als mit Leser-ICs des Wettbewerbs. Das bedeutete für unser Entwicklerteam, dass wir mit unserem Modul schneller am Markt waren und mehr Reserven für die schwierigen Umfeldbedingungen haben, in denen unser Produkt eingesetzt wird."

Der AS3914 ist in Musterstückzahlen verfügbar. Die Produktion von Stückzahlen wird Ende 2015 anlaufen. Der AS3914 ist eine Variante des AS3911B und für die Automobilanwendung gedacht: Die Testabdeckung des AS3914 wurde auf die Erfordernisse der Automobilindustrie angepasst. Weitere technische Informationen über den AS3911B, von dem der AS3914 abgeleitet ist, finden Sie auf http://www.ams.com/NFC/AS3911B.

Über Marquardt

Marquardt ist seit 90 Jahren ein erfolgreiches, internationales und unabhängiges Familienunternehmen. Marquardtist ein führender Hersteller im Bereich elektromechanischer und elektronischer Schalter und Schaltersysteme. Die Produkte werden von vielen bekannten Automobilherstellern eingesetzt. Die Systeme sind auch in Haushaltsgeräten und Industrieanwendungen zu finden. Im Bereich der Elektrowerkzeugschalter ist Marquardt Weltmarktführer. Die Marquardt-Gruppe zählt weltweit über 8.000 Mitarbeiter an vierzehn Standorten in zehn Ländern zu ihrem Team - und alle sorgen dafür, dass aus Ideen marktfähige Spitzentechnologien werden. Im Jahr 2014 lag der Jahresumsatz bei 838 Millionen Euro.

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