Netzentwicklung in Mittel- und Niederspannungs-Verteilnetzen: Neuer ganzheitlicher Lösungsansatz

Die (PresseBox) (München, ) In einem gemeinsamen Projekt mit Verteilnetzbetreibern wollen das Fraunhofer IWES in Kassel und das Münchner Beratungshaus entellgenio einen neuen bereits vorent-wickelten ganzheitlichen Lösungsansatz für die "optimierte“ Netzentwicklung in Mittel- und Niederspannungs-Verteilnetzen zur Anwendungsreife bringen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Energiewende auf Stromverteilnetze zu analysieren und um Lastveränderungen infolge von z. B. demografischen Wandel, Verlagerungen von Industrie und Gewerbe, neue Verbraucher, E-mobility, etc. für die Netzentwicklung neu zu bewerten.

Vor dem Hintergrund des Eckpunktepapiers zur Novellierung der Anreizregulierung gewinnen effiziente und nachhaltige Netzentwicklungsmaßnahmen immer mehr an Bedeutung. Der immense Netzausbaubedarf u. a. auch in den Verteilnetzen wurde neben der dena Verteilnetzstudie auch durch die BMWi Verteilnetzstudie unterstrichen. Neben den konventionellen Maßnahmen gewinnen zudem sogenannte intelligente Maßnahmen immer mehr an Bedeutung. Insgesamt entsteht ein größerer Ergebnisdruck auf Netzbetreiber, d.h. Entscheidungen sind noch besser zu fundieren. Die Anforderungen an die „Auskunftsfähigkeit“ über die künftige Entwicklung der Netze werden bei zunehmender Komplexität weiter ansteigen (siehe Abbildung). Insofern erfordert der Umfang der zu verarbeitenden Informationen und Einflüsse zwingend einen weiteren Ausbau der „werkzeug-gestützten Ansätze“ auch im Mittel- und Niederspannungsbereich.

Das Fraunhofer IWES in Kassel und entellgenio haben einen gemeinsamen Ansatz konzipiert, um zum einen die Auswirkungen der Energiewende auf Stromverteilnetze zu analysieren und zum anderen Lastveränderungen infolge von z. B. demografischen Wandel, Verlagerungen von Industrie und Gewerbe, neue Verbraucher, E-Mobility, etc. für die Netzentwicklung neu zu bewerten. Das bisher entwickelte Werkzeug bestätigt die Möglichkeit, erhebliche Potentiale zu heben. Die entwickelte Lösung geht auf die offenen Fragen zur Wirtschaftlichkeit (insbesondere auch der zu berücksichtigenden Folgekosten), der Robustheit (viele Entwicklungen sind unsicher) und der technischen Ausgestaltung der erforderlichen engpassauflösenden Maßnahmen unter Berücksichtigung der Altersstruktur des Anlagenparks ein.

In einem gemeinsamen Projekt mit Verteilnetzbetreibern soll das bisher entwickelte Werkzeug nun weiter professionalisiert werden. Ziel ist es, die beteiligten Netzbetreiber mit einem professionellem Werkzeug bei der „optimierten Netzentwicklung“ für den Mittel- und Niederspannungsbereich zu unterstützen. Als Ansprechpartner für Interessierte stehen seitens entellgenio Dr. Heiko Spitzer (info@entellgenio.com) und seitens Fraunhofer IWES Johannes Dasenbrock (johannes.dasenbrock@iwes.fraunhofer.de) zur Verfügung.

Wesentliche Aspekte hierbei sind:

- Robuste Maßnahmen gegenüber Veränderungen in der Zukunft
- Professionalisierung von Invest-Entscheidungen durch Berücksichtigung von sehr vielen Entwicklungsszenarien mittels automatisierter Variantenberechnung
  • Vermeidung von Investitionsstaus
  • Vermeidung des Risikos von Stranded Investment
  • Optimierte und stringente operative Umsetzung bestehender Planungsrichtlinien einheitlich im gesamten Netzbereich (bzw. gezielte Weiterentwicklung)
- „Optimierte“ Budget-Mittelfristplanung
  • Effizientere Nutzung des Budgets (10-20%)
  • Minimierung des Risikos im Netz (10-20%)
- Erhöhte „Auskunftsfähigkeit“ über die künftige Entwicklung des Mittel- und Niederspannungsnetzes
- Verbesserte und fundierte Argumentationsbasis bei internen und externen Interessensgruppen
- Transparente / nachvollziehbare Entscheidungen im Mittel- und Niederspannungsbereich
- Basis für weitere Netzbetrachtungen (Verlustmanagement, Blindleistungs-management, Anpassungen der Planungsrichtlinien)

Kontakt

entellgenio GmbH
Ismaninger Str. 52
D-81675 München
Dr. Heiko Spitzer
Geschäftsführender Gesellschafter

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