Building Information Modeling in Deutschland – BIM-Anwendung in der Planung ist weiter verbreitet als in Studien und in Medien vermutet

„BIM it!“ schließt Marktstudie bzgl. Building Information Modeling unter 750 deutschen Ingenieur- und Architekturbüros ab und gewinnt neue Erkenntnisse über den Status Quo von BIM in Deutschland
Durch Building Information Modeling wird Platzeinsparung erzielt, u.a. durch die maximal kompakte Anordnung der Anlagen. Diese effiziente Platzausnutzung erzielt eine Reduktion technischer Gebäudeflächen und erhöht die Anzahl der vermietbaren Flächen bzw. reduziert Baukosten. Hier: BIModell einer Steuereinheit für Heizung, Warmwasser und Wärmeversorgung. Objekt: Country Park III. Via Doppelklick auf das 3D-Kamera-Symbol kann der Raum virtuell betreten werden. (PresseBox) (München, ) www.bim-it.de - BPS International und dessen auf Building Information Modeling ausgerichtetes "BIM it!" Planungs- und Projektteam hat nach fünf Monaten eine Recherche unter den 750 größten Architekturbüros für Hochbau (ab 50 Mio EUR Umsatz), Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung sowie Ingenieurbüros für technische Fachplanung (ab 5 Mio EUR Umsatz) in Deutschland zum Thema Building Information Modeling (BIM)-Anwendung abgeschlossen.

  • Building Information Modeling (BIM) hat es von der Theorie in die Planungspraxis deutscher Ingenieur- und Architekturbüros geschafft
  • Building Information Modeling (BIM) wird bisher meist rein als Planungstool verstanden und somit als Software-Thema zur Automation bzw. Optimierung einzelner Planungsprozesse
  • In Ingenieur- und Architekturbüros muss zukünftig Prozesswissen in der Steuerung und Verwaltung von BIM-Projekten und BIModellen aufgebaut werden -> Building Information Modeling als Gewerke- und Leistungsphasenübergreifender Kollaborations- und Datenstandard
  • Weiterführender Einsatz von Building Information Modeling (BIM) wird heute durch das Fehlen gemeinsamer Datenpools und Datenschnittstellen in Projekten verhindert
Die Quintessenz der "BIM it!"-Marktstudie macht deutlich: Building Information Modeling bzw. BIM-fähige Software wird bereits heute zumindest in der Planung eingesetzt.

"Die nächste Stufe der Anwendung von Building Information Modeling wird darin bestehen, dass deutsche Ingenieur- und Architekturbüros BIM als ganzheitlichen Prozess verstehen, der sich auch über die Bau- und Betriebsphase erstreckt und nicht mit Abgabe der Planungsleistungen aufhört. Dementsprechend hat der Planungsinput zukünftig eine höhere Wertigkeit und Planer eine länger währende Verantwortung und Kompetenz zugleich.", kommentiert Tobias Schmidt, BIM-Projektkoordinator bei BPS, die Situation, und führt weiter aus: "In Bezug auf Building Information Modeling wird bei deutschen Ingenieur- und Architekturbüros die Gewissheit wachsen, dass ihrer Planungsleistung mit BIM eine höhere Wertschätzung zugemessen wird, denn ihr Knowhow und ihre Arbeit in Form des während der Planung erstellten BIModells werden nun direkt auch für den Bau und anschließend für die vielen Jahre des Gebäudebetriebes wichtiger." Aus dieser neuen Konstellation würden sich viele Vorteile, aber auch neue Pflichten für Planungsbeteiligte ergeben.

Building Information Modeling (BIM) hat für Ingenieur- und Architekturbüros in Deutschland zwei direkte Auswirkungen:

- Büro-intern: bereits heute können durch die Anwendung von BIM-fähiger Software intern Kosten und Zeit bei der Projektbearbeitung eingespart werden. So bieten die vollparametrisierte BIM-Planung und die moderne Software für Building Information Modeling die Chance, viele Standardprozesse zu automatisieren, die heute manuellen Aufwand bedürfen. Mittels Building Information Modeling können - je nach Sichtweise - kleinere Büros zukünftig größere Aufträge abwickeln, oder Architekten und Ingenieure bearbeiten Projekte in kürzerer Zeit.
- Branchenweit: die mittels Building Information Modeling erzielbare Vernetzung der Wertschöpfungskette von Planen -> Bauen -> Betreiben ist einer der Schlüsselfaktoren für die zukünftige Ausrichtung des gesamten Bausektors. Dieser Leistungsphasenübergreifende und auch Gewerkübergreifende Prozess - ein BIModell besteht aus Architektur- Statik- und TGA-Elementen / Informationen - schafft Transparenz sowie Prozess-Sicherheit über den gesamten Gebäude-Lebenszyklus.

"Gerade die Bauwirtschaft hinkt bei der Digitalisierung derart weit hinterher wie kein anderer Wirtschaftsbereich, was auch Studien von Forschungsunternehmen sowie die Unternehmen der Branche selbst bestätigen. Fehlende Innovationsimpulse und nicht adaptierte Rahmenbedingungen haben in den letzten Jahren einen Stillstand in Bezug auf die Modernisierung von Planungs-, Bau- und Betriebsprozessen eingeleitet und führen nun zu einem sehr späten Einstieg in Building Information Modeling (BIM) in Deutschland. Ein krasser Gegensatz dazu ist die rapide Entwicklung des IT-Sektors in den letzten 5 Jahren, was Virtualisierung und Digitalisierung betrifft. Diese Einflüsse prasseln nun wie ein nährender Regen auf den eingestaubten Bausektor.", beschreibt Tobias Schmidt von BPS den Kontrast zwischen technischen Möglichkeiten und heutiger Immobilienpraxis in Deutschland.

Neubauten sind heute mehr denn je komplexe und langlebige "Produkte", bei deren Entstehung viele Gewerke, Knowhows und Technologien durch eine Vielzahl von Akteuren zusammengeführt werden. Klassische Planungs-, Bau- und Betriebsmethoden kommen an ihre Grenzen, weil sie aus einer Zeit stammen, in der sowohl Gebäude wie auch rechtliche Aspekte und Arbeitsprozesse weitaus einfacher waren. In der heutigen Zeit führen klassische Methoden oft zu ineffizienter Zusammenarbeit, zu Planungs- und Bauzeiten mit teils erheblichen Verzögerungen sowie zu Qualitätsmängeln und hohen Betriebskosten. Building Information Modeling (BIM) ist eine Methode, mittels derer komplexe Planungs-, Bau- und Betriebsprozesse das entspreche Level an Kosten- und Zeitsicherheit erlangen, die für Produkte im mehrstelligen Millionenbereich zweckdienlich ist.

Building Information Modeling (BIM) allein wird gegenwärtige Probleme nicht lösen; beim «digitalen Bauen» geht es um mehr als um Building Information Modeling (BIM): "Es geht darum, die schleichende Verschwendung und Doppel- bzw. Mehrarbeit zu reduzieren, in dem ehemals manuelle, nicht greifbare und nicht verzahnte Prozesse digitalisiert und miteinander vernetzt werden. Unter anderem durch Building Information Modeling (BIM), CAFM, Smart Building etc. werden Prozesse aus Planung, Bau und Betrieb transparenter, steuerbarer und beinflussbarer gestaltet werden.", resümiert Tobias Schmidt von "BIM it!".

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BIM it!
Riesstrasse 8
D-80992 München
Tobias Schmidt
BPS International
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