Politik der offenen Tür: EMS-Kunden und Zulieferer begrüßen den 2. Norddeutschen ATP-Dialog

Gruppenbild mit heißem Wagen: Sponsor und ATP-Geschäftsführer Uwe Tews (vierter von links) stellt zusammen mit dem Betreuerteam des 2. Norddeutschen ATP-Dialogs den Gästen das Förderprojekt der angehenden Jung-Ingenieure an der TU Hamburg vor, am Beispiel des Rennwagenmodells 2014 (PresseBox) (Halstenbek, ) Nahezu 100 geladene Gäste trafen sich am vergangenen Donnerstag, den 28. Mai 2015, zum 2. Norddeutschen ATP-Dialog im Rhododendrongarten auf dem Areal der ATP Elektronik. Die im vergangenen Jahr erstmals ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe widmet sich dem fachlichen Austausch unter EMS-Experten. Sie dient einer langfristig besseren Ausrichtung von Elektronik-Dienstleistungen auf sich abzeichnende Bedarfsveränderungen im Markt. "Mit der Erweiterung der Gäste um den Kreis der Zulieferer geben wir so dem Gedankenaustausch, dem Dialog, einen noch größeren Raum", äußert sich ATP-Geschäftsführer Uwe Tews im Vorfeld der Veranstaltung.

Einstimmung auf Marktveränderungen und Umweltforderungen

Reger Austausch kennzeichnete die Atmosphäre in den Pausen zwischen den Vorträgen unter den Gästen der ATP Elektronik. "Interessant waren die Gespräche um das Bestreben der Umstellung auf bleifreie Lötstoffe in den noch bis 2017 verbleibenden Bereichen", meinte ATP-Vertriebschef Peter Storm. Für bis dahin noch erforderliche Arbeiten des bleihaltigen Lötens habe sich, so Peter Storm, die ATP Elektronik technisch und fachlich gut aufgestellt.

Auch der zunehmende Trend von kleinen zu kleinsten SMD-Bauteilen der 01005er-Dimension war Anlass zum Austausch unter den dialogfreudigen Gästen und förderte den noch bestehenden Nachholbedarf mancher bauteil-verarbeitenden Unternehmen zutage. Hier habe sich, so Storm weiter, die ATP mit der Investition in die Umrüstung ihres Geräteparks gut für die Zukunft aufgestellt. So setzt das Unternehmen seit Kurzem auch auf die "My600" des schwedischen Geräteherstellers Mycronic. Sie ist die erste Jet-Print-Anlage ihrer Art in Norddeutschland und wird von ATP für den Lotpastenauftrag eingesetzt.

Wettbewerbsfähigkeit erhöhen, Innovationen auf die Beine helfen

Dass auch EMS-Unternehmen und deren Zulieferer im Wettbewerb mit ihren unternehmensinternen Abläufen und Arbeitsprozessen unter Kostendruck geraten, darauf ging Gast-Referent Oliver Dietz, Unternehmensberater aus Garbsen, ein. Mit anschaulichen Beispielen verdeutlichte er, dass das von Toyota entwickelte Lean Management nicht nur bei Großunternehmen zu effizienteren Ergebnissen und intelligenterem Arbeiten und damit zu einer erfolgreicheren Unternehmensentwicklung führen kann. Die Reduzierung von Verlusten und Verschwendung von Arbeitszeiten und Materialien, so konnte Dietz den Reaktionen des Auditoriums zufolge vermitteln, sei auch in der EMS-Branche durchaus ein Mittel, sich künftig besser am Markt behaupten zu können.

Wie die ATP Elektronik auch jungen, innovativen Gedanken den Weg zum Erfolg zu ebnen hilft, wurde an dem Vortrag von Lukas Hardt deutlich. Der Rennwagen begeisterte Student der Informatik an der Technischen Universität Hamburg ist Mitglied des Vereins "e-gnition". Hier, wie in Vereinen anderer Universitäten, wird der Traum elektrisch getriebene Rennfahrzeuge zu entwickeln zur Realität. Das Ziel: sie in nationalen und internationalen Wett-bewerben gegeneinander antreten zu lassen. Die Aufgabe ist nicht, das schnellste Auto zu bauen. Vielmehr wird nach dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion, Rennperformance, Finanzplanung und Verkaufsargumentation unter den Kandidaten Ausschau gehalten. Höhepunkt ist der Abschlusstest mit dem Rennen einer Teilstrecke auf dem Hockenheim-Ring. Die ATP Elektronik steuert hier mit der Bauteilfertigung nach Plänen der Hamburger Jung-Ingenieure bei. Während noch an dem Rennwagen des diesjährigen Wagens gefeilt wird, wurde den Gästen des ATP-Dialogs das Vorgängermodells im Original vorgeführt, das mit gerade mal 3,1 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.

"Dem Ingenieur ist nichts zu schwör - mit dem Kamel durchs Nadelöhr" umschrieb Peter Storm auf unterhaltsame Weise die Reise und die Stationen der bereits 25jährigen Unternehmensgeschichte der ATP Elektronik am Standort Halstenbek und erläuterte die bewegenden Zeiten seit der Gründung des Unternehmens. Zum Ausklang wurden die Gäste mit einem vielfältigen Buffet überrascht, das jene Gäste, die schon im Vorjahr Teilnehmer der Veranstaltung waren, mit Freude erwarteten.

Kontakt

ATP Elektronik GmbH
Am Bahnhof 9-11
D-25469 Halstenbek
Claudia Palozzo
Institut für Markenentwicklung und Kommunikationsberatung GmbH

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