Sicher fahren – gesund ankommen

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM) bietet in sieben Bildungsstätten Aktionen zur Verkehrssicherheit an
Durch Informationstafeln und Displays erhalten Seminarteilnehmer in den Bildungsstätten wichtige Fakten über oft unterschätze Risiken im Straßenverkehr sowie Tipps zu deren Vermeidung. (PresseBox) (Mainz, ) Mal eben kurz während der Fahrt an das klingelnde Smartphone gehen, sich über den Vordermann ärgern oder auf einen Fahrradhelm verzichten - diese und ähnliche Szenen sind Alltag im Straßenverkehr. Doch welche konkreten Unfallgefahren sich damit für Verkehrsteilnehmerteilnehmer verbinden, ist ihnen oftmals kaum oder gar nicht bewusst.

Unter dem Motto "gut und sicher fahren" bietet die BGHM anlässlich des 11. Tages der Verkehrssicherheit ab sofort bis Anfang Juli in ihren sieben Bildungsstätten neben ihrem regulären Seminarprogramm zum Arbeitsschutz Veranstaltungen und Aktionen für mehr Sicherheit im Straßenverkehr an. Durch interessante und abwechslungsreiche Angebote haben die Teilnehmer Gelegenheit, sich über verschiedene Aspekte der Verkehrssicherheit zu informieren und praktisch am Stresspiloten oder auf dem Promilleparcours selbst auszuprobieren, unter welchen Bedingungen die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigt wird und wie hoch das jeweilige Unfallrisiko sein kann. "Mit den Verkehrssicherheitsaktionen bieten wir unseren Seminarteilnehmern in den Bildungsstätten die Möglichkeit, neben dem regulären Seminarprogramm auch etwas über die Sicherheit im Straßenverkehr zu lernen. Schließlich geschieht jeder zehnte arbeitsbedingte Unfall auf dem Weg von oder zur Arbeitsstätte beziehungsweise während einer Dienstreise", sagt Dr. Lars Overath, Leiter des Ausbildungsbetriebes der BGHM-Bildungsstätte in Schwelm.

Stresstest für den Verkehrsalltag

Am so genannten Stresspiloten können Testpersonen die Herzratenvariabilität messen lassen, einem Indikator für die individuelle Entspannungsfähigkeit. Je stärker Puls und Atem synchron sind (Rhythmisierungsgrad), desto größer ist die Fähigkeit des Probanden adäquat auf Belastungen zu reagieren und anschließend wieder zu entspannen. Die Messung selbst dauert in der Regel maximal zwei Minuten. Dafür wird ein Ohrclip am Ohrläppchen der Teilnehmenden angebracht, der das Pulssignal erfasst. Anschließend wird der Teilnehmer aufgefordert, sich zu entspannen und ruhig im Rhythmus des Balkens (Bildschirm) zu atmen. Fachleute analysieren und erläutern das Ergebnis der Testperson.

Alkoholauswirkungen nüchtern testen

Ein weiteres Aktionsangebot ruft immer wieder großes Erstaunen bei den Teilnehmern hervor: der Promilleparcours. Hier lässt sich im nüchternen Zustand erleben, welche Auswirkungen 0,8 und 1,3 Promille auf die Augen haben. Mit einer "Rauschbrille" wird der Einfluss von Alkohol auf das Sinnesorgan Auge simuliert. Die Testpersonen müssen mit der Brille einen Hindernisparcours absolvieren. Dabei ist der Parcours mit einer speziellen Nachtbrille besonders schwierig, denn auch die Akkommodation ist unter Alkoholeinwirkungen eingeschränkt. Bedauerlicherweise spielt Fahren unter Alkoholeinfluss noch immer eine große Rolle in den Verkehrsunfallstatistiken. Bereits kleine Mengen beeinflussen Reaktionsfähigkeit, Fahrtüchtigkeit, Sehvermögen und emotionale Einstellungen.

Zudem erwarten die Seminarteilnehmer während des Aktionszeitraumes Sehtests sowie Erläuterungen zur ergonomischen Einstellung eines Fahrradsattels. Ebenso veranschaulicht ein Rettungssimulator die Bedeutung des Sicherheitsgurtes und der richtigen Sitzposition für eine schnelle Rettung aus einem Unfallauto.

Die Referenten binden in den Bildungsstätten-Seminaren das Aktionsthema ein und regen zur Teilnahme an den Aktionsangeboten an.

Kontakt

Berufsgenossenschaft Holz und Metall
Isaac-Fulda-Allee 18
D-55124 Mainz
Christiane Most-Pfannebecker
Pressesprecherin
Thomas Ulmer
Öffentlichkeitsarbeit

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