Geplante IDC-Studie: Hybride Cloud-Umgebungen in Deutschland 2015/16

Matthias Kraus (PresseBox) (Frankfurt am Main, ) Die "Digitalisierung" hält unaufhaltsam Einzug in die Unternehmen. Die Basis für Innovation und Wachstum sind Mobile Computing, Cloud-Dienste, soziale Netze sowie Big Data und Analytics. Heute sehen wir, dass sich Modelle und Prozesse so massiv ändern, dass dem Begriff Digitalisierung das Attribut "bahnbrechend" zukommt. Betriebsabläufe müssen mobil und effizienter erledigt werden, z.B. durch die Automatisierung von Prozessen. Die Customer Experience soll verbessert und komplett neue Geschäftsmodelle geschaffen werden. Das Rechenzentrum sowie die Verknüpfung mit externen Cloud Services zu hybriden Umgebungen ist dabei ein entscheidender Grundstein für diesen Transformationsprozess.

Die Transformation der IT: der nächste Schritt in Richtung Cloud

Organisationen halten ihre Daten und Applikationen bislang bevorzugt im eigenen Rechenzentrum vor. Die Gründe hierfür sind vor allem der Schutz von Investitionen, aber auch Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Compliance sowie Sicherheitsrichtlinien führen oft zu der Entscheidung für die Private Cloud. Ganz grundsätzlich beobachtet IDC aber auf allen Ebenen noch deutliches Potenzial und Handlungsbedarf. So gaben 61% der im vergangenen Jahr im Rahmen einer IDC-Studie befragten IT-Entscheider in Deutschland an, ihren Virtualisierungsgrad in den kommenden Monaten deutlich erhöhen zu wollen. Software-Defined Storage (SDS) und Software-defined Networking (SDN) ebenso wie die Nutzung konvergenter Systeme sind demnach die nächsten logischen Schritte. Allerdings benötigen die Anwenderunternehmen bei Planung und Umsetzung und bei der Auswahl der passenden Anbieter Unterstützung.

"Die meisten IT-Abteilungen sind schlicht überfordert mit der konsequenten Umsetzung von IT-Innovationen", sagt IDC-Analyst und Projektleiter Matthias Kraus. Das Business, also die Fachabteilungen, wiederum will seine Anforderungen schnell umgesetzt sehen. Die Konsequenz ist dann oftmals die Entstehung einer intransparenten Schatten-IT mit unkalkulierbaren Sicherheits- und Compliance-Risiken und neuen Daten-Silos. "Um genau dies zu vermeiden und die Geschäftsprozesse besser zu unterstützen, müssen IT-Verantwortliche jetzt reagieren und ihre Sourcing-Strategie grundlegend überdenken beziehungsweise neu ausrichten", empfiehlt Kraus.

Cloud ist Realität, hybride Umgebungen die Konsequenz

Angesichts der neuen Anforderungen, einer gereiften Sicherheitsdiskussion und neuer Rechenzentren "Made in Germany" planen viele Organisationen die verstärkte Nutzung externer Cloud Services. Wir finden also zunehmend einen Mix aus verschiedenen IT-Sourcing-Modellen vor. Um Compliance-Vorgaben einzuhalten, Budgets sinnvoll zu planen und vor allem um dem Ruf der Fachabteilungen nach mehr Agilität nachzukommen, planen mehr als 50 Prozent der Befragten aus bereits erwähnter Studie den Aufbau von hybriden Cloud-Umgebungen bis Ende kommenden Jahres. Anbieter, die dieses immense Potential erfolgreich nutzen wollen, müssen sich jetzt im Hybrid Cloud-Umfeld positionieren.

Wo soll der CIO anfangen?

Mit hybriden Cloud-Umgebungen können Speicher- und Rechenkapazität des eigenen Rechenzentrums, z.B. für Testing oder Marketing-Kampagnen mit IaaS, flexibel erweitert werden. Auf Applikationsebene stellt die Verknüpfung von CRM aus der Cloud mit einer On Premise ERP-Lösungen einen weiteren Anwendungsfall dar. Die Automatisierung von Back-End-Prozessen und die Verbesserung der Customer Experience von kundenzentrischen Font Office-Bereichen sorgen nach Beobachtungen von IDC für zusätzlichen Bedarf an hybriden Umgebungen. "Viele CIOs hadern aktuell mit der Entscheidung, welche Geschäftsprozesse sie künftig mittels hybrider Verknüpfungen mit Priorität unterstützen und wo sie eigentlich konkret anfangen sollen", beobachtet Matthias Kraus.

Neue Herausforderungen erfordern neue Antworten

Der CIO steht also ganz konkret vor der Herausforderung, die hybriden Umgebungen aufzubauen und ganzheitlich, möglichst end-to-end, zu betreiben. Regelbasiert sollen Workloads zukünftig automatisch verschoben werden. Neben aufwendigen IT-Veränderungen auf allen Ebenen - Architektur, Sicherheit, Performance, Management, SLAs, Monitoring und Reporting - sind Prozessanpassungen und die Datenintegration erforderlich. Der Bedarf an offenen Standards (z.B. OpenStack) oder Container-Technologien (z.B. Docker) wächst, um eine herstellunabhängige Portabilität zu gewährleisten. Das Interesse an neuen Management-Ansätzen ist groß. So hat sich nach IDC-Untersuchungen rund die Hälfte der IT-Entscheider in Deutschland bereits mit der Option Software-Defined Datacenter befasst.

Geschäftsmodelle ändern sich tiefgreifend: Großes Potenzial für Anbieter

IDC beobachtet anwenderseitig einen immens hohen Informations- und Beratungsbedarf, viele CIOs und IT-Entscheider benötigen genau jetzt Unterstützung bei der konkreten Planung, Umsetzung und Auswahl der passsenden Anbieter. Gute Nachrichten also für Infrastruktur-, System-Management-, Cloud- und Service Provider, denen sich gerade hervorragende Erfolgs- und Absatzchancen bieten. Allerdings, und dieser Aspekt sollte nicht unterschätzt werden, ändern mit sich mit den neuen Anforderungen auch die Geschäftsmodelle und Umsatzströme der Anbieter tiefgreifend. Positionierung und Steigerung der Awareness sind daher absolut notwendig, um sich in diesem rasant wandelnden Markt auch künftig erfolgreich zu behaupten.

IDC wird ab August 2015 die aktuelle Situation, die Trends sowie die zu erwartenden Entwicklungen im Bereich Hybrid Cloud in Deutschland beleuchten. Neben einer Bestandsaufnahme des deutschen Marktes und einem Vergleich mit den letztjährigen Ergebnissen wird das Augenmerk vor allem auf den Perspektiven, Opportunities und Threats sowie auf die Investitionsplanung der Unternehmen und deren Wahrnehmung der in diesem Umfeld tätigen Anbieter gelegt.

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Hanauer Landstraße 182 D
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