Verantwortungsvoll mit Daten umgehen

TDWI Germany e.V. positioniert sich zu Kernthemen von Business Intelligence
TDWI Europe Logo (PresseBox) (Troisdorf, ) Der TDWI Germany e.V. (www.tdwi.eu) hat zu fünf Kernthemen des Data Warehousing Standpunkte erarbeitet und legt sie erstmalig zu seiner Europäischen TDWI Konferenz vom 22. bis zum 24. Juni 2015 im MOC in München vor (www.tdwi-konferenz.de).

Der internationale Verein für Business Intelligence (BI) und Data Warehousing (DWH) hat in seinem Grundsatzpapier folgende Themen identifiziert:
  • Quantified Me
  • BI und Industrie 4.0
  • Big Data
  • BI in der Cloud
  • Ethik und BI
Der TDWI sieht darin ein erstes Ergebnis einer internen Diskussion, die aber auch als gesellschaftlich notwendig zu betrachten ist und mit den Kernaussagen beflügelt werden soll.

Der Erfolg des TDWI Germany e.V. basiert wesentlich auf dem Engagement seiner Mitglieder. Durch ihr aktives Mitwirken geben sie dem Verein beständige Rückmeldungen, setzen Themen und gestalten die Vereinsagenda maßgeblich mit.

Zu den Kernthemen im Einzelnen:

Quantified Me
Der TDWI versteht unter Quantified Me die massenhafte Erfassung und Analyse von Daten der eigenen Person. Das Themenfeld fokussiert sich vor allem auf quantitative Gesundheitsdaten. Diese Thematik ist wichtig für den TDWI, da derartige Daten mit BI-Methoden integriert sowie übergreifend genutzt und analysiert werden können. Insbesondere lassen sich diese Informationen mit externen Daten kombinieren und aggregieren, so dass nicht nur für den Bereich Personnel Intelligence Nutzen gezogen werden kann, sondern auch im kommerziellen Umfeld. Beim Thema Quantified Me handelt es um Daten aus dem alltäglichen Leben, die mit diversen Sensoren erfassbar sind. Diese befinden sich zum Beispiel in einem Armband oder aber auch an anderen Stellen des Körpers. Da mit diesen Daten auch Missbrauch betrieben werden kann, übernimmt der TDWI eine aufklärende Funktion und unterstützt die Nutzer mit Hinweisen und Warnungen.

BI und Industrie 4.0
Der TDWI ist der Meinung, dass BI und Industrie 4.0 sich sehr gut ergänzen und einander befruchten können. Mit der Begrifflichkeit Industrie 4.0 geht die Vision einher, dass die zunehmende IT-Durchdringung industrieller Produkte und Prozesse sowie deren fortschreitende Vernetzung mittels Internettechnologien zu gravierenden Veränderungen - einer neuen „industriellen Revolution“ - führt. BI bietet in diesem Kontext Technologien und Verfahren zur zielgerichteten Auswertung der anfallenden Daten und übernimmt dadurch die Funktion als Bindeglied zwischen der Technik – also der umfassenden digitalen Vernetzung innerhalb der Produktion, von Produkten oder entlang der Wertschöpfungskette – auf der einen Seite und der Betriebswirtschaft auf der anderen Seite.

Big Data
Als Teil von Business Intelligence umfasst Big Data Methoden und Technologien für eine hochskalierbare Integration, Speicherung und Analyse polystrukturierter Daten. Dadurch eröffnet sich einerseits ein erweitertes Einsatzspektrum für bekannte analytische Verfahrensweisen, während andererseits innovative und neuartige Ansätze zu etablieren sind. Big Data lässt sich durch die zielgerichtete Ergänzung und Erweiterung klassischer BI-Architekturen realisieren, und ersetzt auf keinen Fall BI. Der TDWI bedauert, dass Big Data durch die Datenüberwachung ausländischer Geheimdienste emotionalisiert wird und setzt auf die objektive und chancenorientierte Auseinandersetzung mit dem Thema, ohne dabei die potenziellen Risiken, zum Beispiel im Hinblick auf den Datenschutz, zu vernachlässigen.

BI in der Cloud
Die Chancen von BI in der Cloud sind nach Auffassung des TDWI, dass die vernetzte Struktur in der Cloud eine sehr gute Möglichkeit zum schnellen Austausch von Daten zwischen kooperierenden Service-Anbietern darstellt und sich eine bessere Zusammenarbeit entlang einer Supply Chain entwickeln kann. Durch das Anmieten von BI-Landschaften muss ein Unternehmen weniger investieren und hat weniger Kapitalbindung. Ferner ist eine schnellere Verfügbarkeit von neueren Technologien möglich. Als mögliches Risiko ist zum Beispiel die Abhängigkeit vom jeweiligen Dienstleister einzuschätzen.

Ethik und BI
Aus ethischer Sicht kann Technologie an sich nicht verwerflich sein, es sind eher die Intention und die Taten der Handelnden, die als unethisch betrachtet werden müssen. Die Möglichkeiten, die sich durch BI ergeben, sind laut TDWI vom Ansatz her als wertvoll einzuordnen und bieten einen positiven Nutzen für die Anwender. Allerdings eröffnen moderne Business-Intelligence-Technologien auch Möglichkeiten zur Datenanalyse, die den rechtlichen Rahmen überschreiten und/oder gesellschaftlich akzeptierten Wertvorstellungen entgegenstehen. Hier setzt sich der TDWI zukünftig das Ziel, den zulässigen und allgemein akzeptierten Rahmen stärker abzustecken und der BI-Community als Orientierungshilfe einen Handlungsrahmen anzubieten.

Der TDWI hat mit dieser Stellungnahme einen ersten fundierten Anstoß für weitere Diskussionen geliefert.

Einladung an die Medienvertreter:
Die TDWI Business Intelligence Trendthemen werden im Rahmen der TDWI Konferenz am 22. Juni 2015 in einer Pressekonferenz vorgestellt, zu der wir Sie herzlich einladen. Das Gespräch findet um 10:45 Uhr im Anschluss an die Eröffnungskeynote statt. Bitte akkreditieren Sie sich im Vorfeld per Email bei Beate Friedrichs oder Christoph Kreutz.

Zum TDWI Germany e.V.
Aufgabe des Vereins ist es, an der Entwicklung moderner und wirtschaftlicher Konzepte und Verfahren auf dem Gebiet des Data Warehousing mitzuarbeiten und deren Durchsetzung zu fördern. Die Kompetenz und die Fachkenntnisse der Mitglieder auf diesem Gebiet sollen erhöht werden und es soll die Zusammenarbeit der Mitglieder auf den Gebieten Data-Warehouse-Lösungen, Data-Warehouse-Architekturen und Business-Intelligence-Anwendungen gefördert werden. Zu diesem Zweck arbeitet der Verband eng mit Anwendern, Beratern, Herstellern/Anbietern, Wissenschaftlern und befreundeten Verbänden zusammen.

Kontakt

SIGS DATACOM GmbH
Lindlaustraße 2c
D-53842 Troisdorf
Beate Friedrichs
Leitung Marketing, Presse- & Öffentlichkeitsarbeit
Christoph Kreutz
Leiter TDWI Europe

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