Service- und Wartungsverträge in der Intralogistik richtig eingesetzt

Life Cycle Service von Aberle sichert durchgängige hohe Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit einer Logistikanlage über den gesamten Lebenszyklus
(PresseBox) (Leingarten, ) "Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass", sagt der Volksmund, wenn Vorteile genossen, die damit verbundenen Pflichten aber gern ausgeblendet werden. Vergleichbares lässt sich nach wie vor auch in der Intralogistik erleben. Etwa wenn es um die Einrichtung oder Modernisierung von Logistikanlagen geht. Viele Auftraggeber schauen maßgeblich lediglich auf den Preis der angebotenen Systeme. Leistungsvergleiche, mithin die Qualität der Geräte und Lösungen, und die After-Sales-Services, in Summe also die Gesamtbetriebskosten, neudeutsch Total Cost of Ownership (TCO), werden oft ausgeblendet. Grund dafür ist, dass Einkäufer vielfach nicht für Betriebs- und Folgekosten verantwortlich sind. Nach Untersuchungen des ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie) urteilen 80 Prozent der Akteure lediglich auf Basis von Anschaffungspreis oder Amortisationszeit (Pay-off). Ein Rentabilitätsmaß, wie der Barwert einer Lebenszykluskosten-Betrachtung, findet kaum Einfluss. Nicht selten zeigt sich in der Folgezeit, dass der billigste Anbieter nicht immer der günstigste ist.

Zugegeben: Es gibt kein einheitliches Modell, mit denen sich die in Industrie und Maschinenbau meist Lebenszykluskosten, Life Cycle Cost (LCC); genannten TCO objektiv messen und vergleichen lassen. Die strukturierte Definition und Prognose von Lebenszykluskosten im VDMA-Einheitsblatt 34160 und die VDI-Richtlinie 2884 mögen erste Aufschlüsse geben. Dennoch muss jedem Investor heute auch ohne sie klar sein, dass Aspekte wie die Energieeffizienz, ein Faktor der im Anschaffungspreis nur selten seinen Niederschlag findet, eine enorme Auswirkung auf die LCC haben.

"Die reine Betrachtung von Anschaffungskosten oder die Amortisationsrechnung sind zu kurzsichtig", urteilt der ZVEI auf Basis von Berechnungen mit seinem Life Cycle Evaluator. In einem konkreten Anwendungsfall einer Anlagenmodernisierung lag von zwei Varianten die energieffizientere um mehr als 100 Prozent über den Anschaffungskosten der anderen. Und obwohl sogar die jährlichen Betriebskosten höher waren, als die der Standardmodernisierung, sorgten allein die über einen Anlagenlebenszyklus von 15 Jahren betrachteten Energieeinsparungen für 42 Prozent geringere Energiekosten. Damit lagen die LCC im Betrachtungszeitraum insgesamt um 27 Prozent unter denen der herkömmlichen Variante.

Ein zweiter Blick auf das Sprichwort betrifft die Verfügbarkeit der Anlage. Wenn Regalbediengeräte oder Förderanlagen den Dienst versagen, ist sofortige Hilfe nötig. Egal, ob nachts oder am Wochenende. Ohne kompetente Wartung und umfassende After-Sales-Services, die, wie etwa das Beispiel Regalinspektion zeigt, nicht selten sogar rechtliche Vorgaben abdecken, ist ein langfristig zuverlässiger, sicherer Anlagenbetrieb nicht gewährleistet. Diese im wahrsten Sinne Betriebskosten gehören zu den direkten Kosten. Einige von ihnen, Inspektionen, Wartungs- oder Sicherheits-Checks, sind berechen- und damit kalkulier- und budgetierbar. Andere hingegen, Maschinenausfall, Ersatzteilversorgung, Stillstandzeiten, sind weder für den Zeitpunkt ihres Eintretens noch in ihren Auswirkungen konkret abzusehen. In jedem Fall werden Sie teuer.

Andererseits lassen sich selbst diese unkalkulierbar eintretenden Ereignisse und ihre sprungfixen Folgekosten reduzieren und kalkulierbar machen. Mit Service- und Wartungsverträgen. Je weiter die Systeme in die Lieferprozesse einwirken, desto höher ist die Bereitschaft, Wartungs- und Serviceverträge abzuschließen. Fest kalkulierbare Ausgaben - fest kalkulierbare Qualität. Je höher dabei der Automatisierungsgrad, desto günstiger erweisen sich Serviceverträge mit planbaren Monatspauschalen gegenüber einer Vorhaltung von Ersatzressourcen und Instandsetzungskosten. Service-Verträge wie der Aberle Life Cycle Service S24 bieten Anlagenverfügbarkeit und Prophylaxe, Sicherheitsüberprüfungen und Anlageninspektion, Software-Updates, Wartungsintervalle, definierte Reaktionszeiten und Instandsetzung, Anfahrts-, Reparatur- und Ersatzteilkosten - für eine monatliche Pauschale all inclusive.

Tatsächlich werden im Maschinenbau von den Anbietern teilweise sogar Gesamtkostenab-schätzungen erwartet, für die Garantien übernommen werden müssen. Die werden dann oft mit Service-Verträgen abgedeckt. Für beide Seiten gewinnen Kennzahlen aus dem Instandhal-tungsbereich wie Reparaturaufwand (mittlere Reparaturzeit, MTTR), die Zeit zwischen Maschi-nenausfällen (MTBF) oder die durchschnittliche Ersatzteilkosten pro ungeplanter Störung (MCRP) zunehmend an Bedeutung. Die Anbieter dokumentieren damit die Qualität ihrer Pro-dukte. Die Anwender können damit Pflichtenhefte unterlegen und sichern sich die Anlagenver-fügbarkeit. "Der Full-Service bietet uns ein Höchstmaß an technischer sowie finanzieller Sicher-heit und Zuverlässigkeit", sagt Steffen Buck, (Leiter Internationale Materialwirtschaft, Qualitäts- & Umweltmanagement) bei der J. Schmalz GmbH mit Sitz in Glatten bei Freudenstadt. "Zudem erfolgt dadurch ein Werterhalt der Anlagenkomponenten - wie bei einem scheckheft-gepflegten Auto aus erster Hand."

2012 hat das Unternehmen, Weltmarktführer im Bereich innovativer Vakuum-Technologien, auf insgesamt 13.770 Quadratmetern am Standort Glatten ein neues Produktions- und Logistikzentrum errichtet. Von dort aus werden Niederlassungen, Vertriebspartner und Kunden in 80 Ländern der Welt mit den 12.000 Produkten des Herstellers versorgt. Die Lösung für Lager, Versand und Produktionsversorgung umfasst ein dreigassiges automatisches Kleinteilelager (AKL) mit 22.800 Behälterstellplätzen, ein manuell bedientes Palettenhochregallager mit knapp 2.700 Palettenstellplätzen sowie eine ausgefeilte Kommissionierstrategie für Kundenlieferungen und die Versorgung der eigenen Produktion. Den informationstechnischen Backbone für das Warehousing bildet das Prozess Management System "PMS-W" von Aberle. Highlight der IT-Welt in Glatten: die Einbindung des Energieeffizienzprogramms "PMS-E". "Insgesamt haben wir mit dem PMS-E bei der Produktionsversorgung über AKL, manuelles Palettenlager und Kommissionierung den Energieverbrauch gegenüber vergleichbaren herkömmlichen Anlagen signifikant reduzieren können", resümiert Wolfgang Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter der J. Schmalz GmbH und unterstreicht damit die eingangs dargestellte, hohe Bedeutung der Betriebskosten für ganzheitlich-objektiv ermittelte LCC.

Zur Sicherung höchster Anlagenverfügbarkeit schloss die J. Schmalz GmbH darüber hinaus einen Full-Service-Vertag mit Aberle. "Wir wollten unsere Ressourcen dabei auf unser Kernge-schäfte zu konzentrieren; andererseits sollte die Logistikanlage mit vertretbarem Aufwand zu einer 'problemfreien Zone' gemacht werden", fasst Buck (Leiter Internationale Materialwirtschaft, Qualitäts- & Umweltmanagement) die Beweggründe und Vorteile zusammen. "Mit dem Full-Service-Vertrag befindet sich das Risiko von Anlagenstillstandszeiten und Servicekosten für uns in einem planbaren Rahmen. Alle erforderlichen Wartungsarbeiten, Service-Maßnahmen und gesetzlichen Bestimmungen werden von einem kompetenten Auftragnehmer herstellerübergreifend erledigt, überwacht und herstellerunabhängig kontrolliert."

Das Aberle-Projektmanagement ist grundsätzlich an den Kundenbedarfen und den Kundennutzen ausgerichtet. Die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit zählt für den Systemintegrator zu den Qualität der Lösung; Wartungs- und Serviceverträge zum Instrumentarium, diese Qualität aufrecht zu erhalten. Mit dem Life Cycle Service S24 bietet Aberle als Systemintegrator mit seinen hervorragend aus- und kontinuierlich weiter fortgebildeten Mitarbeitern seit den 80-er Jahren des 20. Jahrhunderts ein komplettes Maßnahmenpaket an projektbegleitenden und After-Sales-Services. Das Spektrum reicht von Schulungen für Betrieb, Unterhalt, Instandhaltung und Pflege der Anlagen über Wartung und Inspektion, Sicherheitsüberprüfungen und Instandsetzung inklusive Ersatzteillieferung mit kürzester Reaktionszeit bis hin zur 24/7-Rufbereitschaft, Software-Support und einer kontinuierlichen Produktionsbegleitung nebst Beratungsleistungen bei Veränderung der Projekt- und Aufgabensituationen. Ein Leistungsspektrum, das über den gesamten Lebenszyklus der Anlagen höchste Verfügbarkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit gewährleistet.

So auch bei der J. Schmalz GmbH. "Wir betrachten eine funktionierende Logistik als Wettbewerbsvorteil", so Buck. "Unser Anspruch an uns selbst sind schnelle, flexible, präzise, zuverlässige und kostengünstige Prozesse. Das setzt eine Anlagenverfügbarkeit von mindestens 98 Prozent voraus." Dazu hat der Hersteller mit Aberle neben dem Service-Management für die Logistikanlage und die Randgewerke wie etwa Waagen und Toranlagen eine Nachbefüllung der wichtigsten Ersatz- und Verschleißteile, die Durchführung der vorbeugenden Instandhaltungsmaßnahmen, mechanischen und elektrischen Wartungsarbeiten sowie weitreichende IT-Support-Leistungen und eine Hotline-Bereitschaft mit Zusicherung einer Vorzugsbehandlung und kürzester Reaktionszeiten vereinbart. "Alle Dienstleistungen, alle Ersatz-, Verschleiß- und Reparatur-Teile, alle Nebenkosten wie Fahrtkosten oder Entsorgung der Verschleißteile werden in einem Pauschalpreis dargestellt", resümiert Buck. "Für uns ein Rundum-sorglos-Paket auf fairer Basis."

Die genannten Beispiele zeigen: Bei Investitionen sollte der Betrachtungshorizont weit über die Kosten für die Anschaffung hinaus gehen. Zur Ermittlung der wirtschaftlichsten Angebote müssen die Life Cycle Cost inklusive der Betriebskosten und Services herangezogen werden. Umfassende After-Sales-Services gewährleisten dabei zu transparenten, exakt kalkulierbaren Kosten eine durchgängige Anlagenverfügbarkeit mit geringem Ausfallrisiko. Eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Gegenüber dem Kunden erweitern Systemintegratoren wie Aberle ihr Leistungsportfolio wie auch ihre Geschäftsfelder. Die Kunden wiederum profitieren von hoher Lieferbereitschaft und verbessertem Servicegrad.

Über Körber

Die Körber AG ist die Holdinggesellschaft eines internationalen Technologiekonzerns mit welt-weit mehr als 11.000 Mitarbeitern. Der Konzern vereint technologisch führende Unternehmen mit rund 100 Produktions-, Service- und Vertriebsgesellschaften. An Standorten rund um den Globus verbindet Körber die Vorteile einer weltweit präsenten Organisation mit den Stärken hochspezialisierter und flexibler mittelständischer Unternehmen, die ihren Kunden Lösungen, Produkte und Services in den Geschäftsfeldern Automation, Logistik-Systeme, Werkzeugma-schinen, Pharma Systeme, Tissue und Tabak anbieten.

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Andrea Fellmann
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