bne stellt sich europäisch auf

EU-Konferenz zur Flexibilisierung
(PresseBox) (Berlin, ) Die Zukunft der europäischen Energiewirtschaft liegt in digitalen Geschäftsmodellen, die Flexibilisierung ermöglichen und einen Beitrag zur Integration von erneuerbaren Energien leisten. Dies ist ein Fazit einer Energiekonferenz, die der Bundesverband Neue Energiewirtschaft gemeinsam mit der Smart Energy Demand Coalition (SEDC) auf Einladung der EU-Kommission veranstaltet hat. "Es ist essentiell, die Markt- und Handelsregeln zu harmonisieren - daran arbeiten wir", betont bne-Geschäftsführer Robert Busch.

Die EU-Kommission hat die Energieunion zu einem zentralen Projekt erklärt. Der Austausch mit Marktteilnehmern ist dafür eine wichtige Voraussetzung. "Wir freuen uns, dass wir mit unserer Konferenz Unternehmensvertreter aus unterschiedlichen EU-Staaten mit der Kommission zusammenbringen konnten", so bne-Geschäftsführer Busch. Die Veranstaltung war Teil der European Sustainable Energy Week, zu der in dieser Woche hochrangige Vertreter der Energiebranche sowie aus Politik und Wissenschaft nach Brüssel kamen

Flexibilität und Datenschutz europäisch regeln

Einigkeit herrschte darüber, dass sich die energiewirtschaftlichen Geschäftsmodelle stark verändern werden. "Es geht um neue digitale Dienstleistungen, die etwa Energiespeicher, Industriebetriebe und dezentrale Erzeuger vernetzen." Aus solchen von Vertrieben und unabhängigen Anbietern organisierten virtuellen Pools lässt sich die Flexibilität bereitstellen, die für den nötigen Ausgleich von Angebot und Nachfrage wichtig ist. Der Kunde wird dabei vom Abnehmer zum Partner, der Energie selbst erzeugt, aber auch auf IT- und Vernetzungsangebote zurückgreift.

"Digitale Geschäftsmodelle beruhen auf einer verantwortungsvollen Nutzung von Daten. Es ist daher zu begrüßen, dass die EU-Kommission in dieser Woche einen Entwurf für eine europäische Datenschutzrichtlinie vorgelegt hat", betont Busch.

Der bne hat mit dem Flexmarkt ein Modell erarbeitet, mit dem sich Flexibilität wettbewerblich und netzdienlich organisieren lässt. "Auf EU-Ebene stoßen wir damit auf großes Interesse", sagt Busch. Dass über die Flexibilisierung auch in anderen EU-Staaten diskutiert wird, zeigt die jüngste Erklärung zur Energiezusammenarbeit von zwölf europäischen Staaten. Aus bne-Sicht müssen zuallererst bestehende Hemmnisse, wie unterschiedliche Markt- und Handelsregeln, abgebaut werden, um dem Ziel eines Binnenmarktes endlich wieder näher zu kommen.

bne tritt Smart Energy Demand Coalition bei

Auch der bne wird in Zukunft seine Position stärker auf europäischer Ebene einsetzen, unter anderem als neues Mitglied der Smart Energy Demand Coalition. In der SEDC sind Unternehmen und Verbände zusammengenschlossen, die sich auf europäischer Ebene dafür einsetzen, Lastmanagement in der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu verankern und den Einsatz dieser systemdienlichen Anwendung auf den europäischen Energiemärkten zu ermöglichen. "Wir haben in der SEDC einen Partner gefunden, der wie wir für eine wettbewerbliche Energiewirtschaft steht und neue und digitale Geschäftsmodelle voranbringen will", betont Busch.

Jessica Stromback, Geschäftsführerin der SEDC ergänzt: "Wir freuen uns, den bne als neues Mitglied begrüßen zu dürfen. Sein umfassendes Know-how der Energiemärkte ist für unsere Arbeit eine große Bereicherung. Wir freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit."

Weitere Infos zur SEDC finden Sie hier.

Das Programm der bne-Konferenz "Hands-on experience with flexibility products in today's energy markets" sowie weitere Infos zur European Sustainable Energy Week finden Sie hier.

Kontakt

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Hackescher Markt 4
D-10178 Berlin
Karsten Wiedemann
Pressesprecher
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