Das Wirtschaftssystem hautnah erleben - mit Pferden als Mitarbeiter

Claudia Schubert (PresseBox) (Langewiesen, ) Claudia Schubert, welche ein bekannter Name im Bereich des Kommunikationstrainings und Coachings ist, startet ein einzigartiges Pilotprojekt: Um Wirtschaftsprozesse auf kreative und praktische Art und Weise greifbar zu machen, soll ihr Pferdestall von nun als "Trainingsfirma" für Studierende dienen. Diese teilen sich eigenständig in verschiedene Abteilungen ein, wie es sie in einer echten Firma auch gibt. Sie müssen sich selber organisieren.

Die 42-jährige Claudia Schubert lernt die Studierenden an, dient als Ansprechpartnerin und einmal wöchentlich gibt es Austauschrunden, wie alles gelaufen ist. Wo besteht Verbesserungspotential? Wo ist Hilfe nötig? Wie geht man in bestimmten Situationen miteinander um? Alles, was normalerweise eigenständig bewerkstelligt werden muss, wird hier von ihr begleitend unterstützt. Erst einmal als Pilotprojekt mit großem Entwicklungspotential.

Es geht bereits los: Ein Team, bestehend aus neun Studierenden der TU Ilmenau und Universität Erfurt aus den unterschiedlichsten Studiengängen - von Medienwirtschaft bis Werkstoffwissenschaft, hat sich zusammengefunden und ist nun in der Anfangsphase des Projekts. Seit einigen Wochen treffen sie sich beinahe täglich in Zweier- bis Dreier-Gruppen auf dem Hof, um sich und ihre "Mitarbeiter" - die Pferde - kennen zu lernen und Einblick in ihr neues "Unternehmen" zu bekommen. Sie misten zusammen die Ställe aus, stellen den Pferden kreative Aufgaben und Parcours zusammen und dürfen auch einmal reiten. Alles, um die Vorgänge und Arbeitsschritte ihrer Firma kennen zu lernen und später genau analysieren zu können, was es alles braucht, um das Unternehmen "Reiterhof" organisieren zu können - vom Personalwesen über den Vertrieb bis hin zum Marketing.

Bald steht der erste wichtige Meilenstein an: Die Zuteilung der Teammitglieder zu den jeweiligen - selbst zusammengestellten - Abteilungen der Firma. Um jedem Teilnehmer einmal Einblick in jeden Bereich zu geben, sollen die Aufgaben regelmäßig rotieren. Dann soll ein Firmenname gefunden werden.

Welche Bedeutung hat das Pilotprojekt?

Laut der IHK sollen in 15 Jahren voraussichtlich 90.000 Fachkräfte in Thüringen fehlen. Viele Menschen besitzen keine Arbeit - bedingt durch mangelndes Wissen, mangelnde Erfahrung oder einfach nur aus Angst, ihre Arbeit nicht zufriedenstellend bewältigen zu können. Vieles wird den Leuten nicht mehr beigebracht. Sie werden sich selbst überlassen. Übergänge in Lebensabschnitten werden vernachlässigt. Von der Schule in das selbstständige Studium und vom Studium in die Wirtschaft und Arbeit. Plötzlich ist er da, der Ernst des Lebens - und viele sind auf sich allein gestellt. Das Pilotprojekt soll die Studierenden praxisnah auf den harten Joballtag vorbereiten. Denn: Niemand sollte unsicher und eingeschüchtert in sein Arbeitsleben starten.

Die Initiatorin Claudia Schubert

In Ihrer Zeit als Marketingleiterin und CRM-Managerin für die Mercedes-Benz-Gruppe sammelte die leidenschaftliche Pferdetrainerin bis 2008 die Erfahrung, die sie als Expertin für Prozessoptimierung und Steigerung des Qualitätsbewusstseins durch gezielte Mitarbeiterqualifizierung benötigt. Heute ist sie Geschäftsführerin ihres eigenen Beratungs- und Trainingsunternehmens schubertpower sowie des Damenuhrenherstellers Camico. Neben zahlreichen Workshops in mittelständigen Unternehmen der Automobilbranche, für die Bereiche Vertriebscoaching und Standardisierung, ist sie als Personal Consultant für leitende Angestellte, Geschäftsführer und Jungunternehmer tätig.

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Schubertpower
Oberweg 13
D-98704 Langewiesen
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