Laserschneiden in einer neuen Dimension bei der Klädtke Metallverarbeitung

Erzgebirgische Erfolgsgeschichten - Klädtke Metallverarbeitung GmbH
Rohr- und Profil-Laserschneidanlage Adige Lasertube LT8 Foto: Klädtke (PresseBox) (Hohndorf, ) Die Klädtke Metallverarbeitung GmbH bezog im vergangenen Jahr den Traditionsstandort, an dem einst MZ-Motorräder gebaut wurden. Das Areal bietet für das Unternehmen mit fast 70 Mitarbeitern viel Potential. Ebenso die neue 3D-Laserschneidanlage, die Fertigungsprozesse fundamental verändert.

Der Umzug von Zschopau nach Hohndorf im vergangenen August war eine logistische Meisterleistung. Innerhalb von drei Wochen stand der Anlagenpark im ehemaligen MZ-Werk. „Wir haben den Umzug mit einer Arbeitsgruppe lange geplant und detailliert vorbereitet, so dass die Produktion an einer Maschine innerhalb einer Woche wieder lief“, schildert Geschäftsführer Dirk Klädtke den Kraftakt des Umzuges. Inzwischen laufen alle Prozesse wieder reibungslos und Projekte in einer neuen Größenordnung werden realisiert.

Die Räumlichkeiten am Standort in Zschopau waren aufgrund der steigenden Anfragen zu klein geworden. Vor allem für den Sondermaschinen- und Anlagenbau fehlte es an Kapazitäten zur Fertigstellung und Lagerung von großen Komponenten. Der Sondermaschinenbau ist neben der Einzel- und Baugruppenfertigung das zweite Standbein des Unternehmens, das so geschickt Fertigungskompetenzen in der Metallbearbeitung zu verknüpfen weiß. Mit einer breiten Fertigungspalette vom CNC-Zerspanen, über das Umformen, bis hin zu allen Arten des Schweißens hat sich das Unternehmen auf die Bearbeitung möglichst komplexer Baugruppen spezialisiert. Fördertechniken und Hebeanlagen für den Automobil- oder Eisenbahnbau zählen zu den Projekten, die in Hohndorf realisiert werden.

Neue Anlage verändert komplette Fertigung

Mit der Standorterweiterung hatte der Unternehmer auch eine Investition in eine Rohrlasermaschine im Blick, die es in dieser Form in Deutschland bisher kaum gibt. Rohre und Profile mit einem Durchmesser von bis zu 225 mm und einer maximalen Länge von 8,5 m können hier präzise rundum gelasert werden. Die Anlage dreht und verlagert das Rohr in die jeweilige Position, so dass innerhalb weniger Augenblicke alle vier Seiten eines Profils individuell bearbeitet werden. Mit dem 3D-Laserkopf werden Profile, zum Beispiel für die Rahmenfertigung von Sonderanlagen, mit einer Wandstärke von bis zu 16 mm zuverlässig bearbeitet. „Die Anlage gibt uns völlig neue Möglichkeiten der Bearbeitung. Zum einen müssen Bauteile nicht für jede zu bearbeitende Seite neu eingespannt werden. Dies war beim Zuschnitt mit einem Flachbettlaser der Fall. Zum anderen hat die schnelle dreidimensionale Bearbeitung enormen Einfluss auf nachfolgende Arbeitsschritte. So wird die Genauigkeit beim Verschweißen von Bauteilen erhöht, weil bereits der Zuschnitt präziser wird“, schildert Dirk Klädtke. Bauteile, die bisher geschnitten und anschließend gefräst wurden, werden mit dem dreidimensionalen Laser in einem Schritt bearbeitet. „Die Technik muss natürlich in der Planung berücksichtigt werden und erfordert ein Umdenken in den bisherigen Fertigungsabläufen. Einige unserer Bestandskunden profitieren bereits von dieser Effizienz. Wir verändern einmal die Konstruktionszeichnung und können nun deutlich schneller fertigen. Und das mit einer höheren Genauigkeit über die Serie“, beschreibt der Schweißfachingenieur Dirk Klädtke die Veränderung.

Mitarbeiter mit Technologien fordern und fördern

Fachkräfte in der Metallbearbeitung sind heute stärker gefordert und müssen sich breit aufstellen. „Als Zulieferunternehmen müssen wir uns weiter vorn in der Fertigungskette aufstellen, mehr Services und mehr Fertigungskompetenzen für unsere Kunden bereithalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Für uns heißt das, in Nischenbereichen möglichst komplexe Baugruppen zu fertigen und das Projekt von der Konstruktion bis zur Montage bei Kunden zu begleiten“, fasst der Unternehmer zusammen. Dafür braucht das Unternehmen prozesssichere Mitarbeiter, die ein genaues Verständnis für die verfügbaren Fertigungstechnologien entwickeln.

Die Klädtke Metallverarbeitung beschäftigt aktuell 69 Mitarbeiter und fünf neue Fachkräfte sollen in Kürze das Team verstärken. Ab Herbst werden drei Auszubildende als Konstruktions- oder Zerspanungsmechaniker in Hohndorf mit der Lehre beginnen. Bewerber für eine Ausbildungsstelle absolvieren in der Regel ein Praktikum, bevor ein Lehrvertrag geschlossen wird.

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