Saarwirtschaft wächst weiter

IHK erwartet Exportplus von 5 Prozent
(PresseBox) (Saarbrücken, ) Die Saarwirtschaft bleibt nach einem überdurchschnittlich guten Start ins Jahr weiter auf Wachstumskurs. Das zeigen die Meldungen der Unternehmen. Der IHK-Lageindikator hat sich gegenüber dem Vormonat um 0,6 Punkte auf 39,5 Zähler verbessert und damit den höchsten Stand seit vier Jahren erreicht. Per Saldo positiv bleiben auch die Aussichten der Unternehmen für die kommenden sechs Monate. Der IHK-Erwartungsindikator ist zwar leicht um 0,2 auf 4,0 Punkte gesunken, er bewegt sich aber weiter im positiven Bereich. "Das signalisiert, dass die Saarwirtschaft trotz der leicht eingetrübten Weltkonjunktur auch in der zweiten Jahreshälfte wachsen wird. Wichtigster Konjunkturtreiber ist nach wie vor die Industrie, die vor allem in Süd- und Westeuropa weiter Boden gut machen kann. Unter der Voraussetzung, dass sich die Euro-Krise nicht wieder verschärft und sich die Weltkonjunktur nicht weiter abschwächt, erwarten wir für das laufende Jahr eine Zunahme der Saar-Exporte um gut fünf Prozent. Beim BIP-Wachstum rechnen wir für 2015 weiter mit einer Spanne von zwei bis 2,5 Prozent." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Volker Giersch die Juni-Umfrage der IHK Saarland, an der sich 300 Unternehmen mit rund 120.000 Beschäftigten beteiligten.

Derzeit bewerten 46 Prozent der befragten Unternehmen ihre Geschäftslage mit gut, 47 Prozent mit befriedigend und nur 7 Prozent mit schlecht. Im Aufwind befinden sich vor allem die strukturprägenden Branchen Fahrzeugbau und Maschinenbau. Beide Branchen verzeichnen derzeit deutliche Umsatzgewinne gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt bewegen sich die Industrieumsätze an der Saar mit 7,0 Prozent in den ersten vier Monaten dieses Jahres deutlich über Vorjahresniveau und über dem Bundesschnitt (1,7 Prozent). Lebhafte Geschäfte melden auch die Automatisierungs- und die Medizintechnik, der Stahlbau sowie die Gummi- und Kunststoffindustrie. Eher befriedigend ist die Lage in der Stahlindustrie, in der Elektroindustrie, bei den Gießereien, in der Pharmaindustrie und in der Bauwirtschaft. Ausgesprochen zufrieden zeigen sich auch die Unternehmen aus dem Dienstleistungsbereich. Hier bewegen sich die Meldungen über gute oder befriedigende Geschäfte weiterhin bei 96 Prozent.

Wieder stärkeres Auslandsgeschäft
Für den weiteren Jahresverlauf ist die Saarwirtschaft vorsichtig optimistisch. Rund 10 Prozent der Unternehmen rechnen mit besseren, 84 Prozent mit gleichbleibenden und 6 Prozent mit schlechteren Geschäften. Angesichts der stabilen Binnenkonjunktur dürfte die weitere Entwicklung des Exportgeschäfts zur entscheidenden Größe für den künftigen Konjunkturverlauf werden. "Sowohl im Dollarraum als auch in der Währungsunion stehen die Ampeln nach wie vor auf grün. Nur schwache und zum Teil auch negative Impulse kommen dagegen aus Russland, China und Südamerika. Unter dem Strich wird das Auslandsgeschäft der Saarindustrie aber weiter wachsen - wohl auch mit einer höheren Rate als die Exporte der deutschen Wirtschaft insgesamt", so Giersch.

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