Urkunden für 322 Betriebswirte (HWK) und (HWO)

Schlagbauer: "Maßgeschneiderte Fortbildung für das Handwerk"
(PresseBox) (München, ) "Heute werden erstmals Absolventinnen und Absolventen nach zwei verschiedenen Rahmenlehrplänen und Prüfungsordnungen verabschiedet - die Betriebswirte (HWK) und die Betriebswirte (HWO)", betonte Kammerpräsident Georg Schlagbauer bei der Urkundenübergabe an 322 Handwerker. Der Kammerpräsident gratulierte den Frauen und Männern zum Abschluss ihrer "für das Handwerk maßgeschneiderten Fortbildung." Insgesamt erhielten seit 1977 bereits 9.514 Handwerkerinnen und Handwerker die begehrte Urkunde. Schlagbauer: "Diese Zahlen bestätigen den hohen Stellenwert und die Attraktivität dieser Fortbildung."

Das in der Weiterbildung vermittelte Managementwissen sei ein Schlüssel für den zukünftigen beruflichen Erfolg, da auch in kleinen und mittleren Unternehmen des Handwerks das Beherrschen des Berufes alleine nicht mehr ausreiche, erklärte der Kammerpräsident: "Es genügt nicht, nur in seinem Beruf top zu sein. Man muss dieses Fachwissen auch produktiv machen. Das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge und ständig aktuell gehaltene betriebswirtschaftliche Kenntnisse sind in einer Marktwirtschaft für ein erfolgreiches Bestehen im Wettbewerb unverzichtbar." Angesichts des demographischen Wandels und des in Deutschland herrschenden "Akademisierungswahns" werde es ohnehin immer schwieriger, ausreichend junge Menschen für eine Ausbildung im Handwerk zu gewinnen. "Deshalb müssen wir das duale System stärken und deutlich machen, dass eine hervorragende und praxisorientierte berufliche Bildung für viele junge Menschen eine erfolgversprechendere Perspektive für ihr berufliches Leben bietet, als so manches Studium" sagte Schlagbauer.

Den Absolventinnen und Absolventen steht durch die Fortbildung zum Betriebswirt auch der Weg zur Hochschule offen. Im Wintersemester 2012/2013 startete dazu an der Hochschule München der Bachelor-Studiengang "Unternehmensführung für Handwerker". Der Kammerpräsident: "Dieser berufsbegleitende Bachelor-Studiengang, den die Handwerkskammer zusammen mit der Hochschule entwickelt hat, ist nicht nur eine maßgeschneiderte Bildungsmaßnahme für den Handwerksunternehmer, sondern auch ein Zeichen für die Vernetzung von beruflicher und allgemeiner Bildung und nicht zuletzt für die hervorragende Qualität der beruflichen Bildung im Handwerk. Handwerksmeister und Betriebswirte können durch ihre umfangreiche Vorbildung bis zu sechs Semester angerechnet bekommen."

Schlagbauer versicherte, dass die Handwerkskammer die Absolventen auch in Zukunft unterstützen und ihnen Expertenwissen zur Verfügung stellen werde. Er rief sie auf, die Dienstleistungsangebote der Kammer, wie z.B.: Beratung in den Bereichen Betriebswirtschaft, Technik und Umweltschutz, Recht und Formgebung zu nutzen: "Es ist für alles und jeden etwas dabei. Eine Beratung durch die Handwerkskammer kann bares Geld wert sein."

Dr. Gert Bruckner, Ministerialdirigent im Bayerischen Wirtschaftsministerium, überbrachte den Betriebswirten die Glückwünsche von Staatsministerin Ilse Aigner: "Die Absolventinnen und Absolventen haben sich für den fruchtbaren Boden des soliden Handwerks entschieden, um erfolgreiche Führungskräfte zu werden. Handwerkskunst gepaart mit Wirtschaftskompetenz sind sicherlich das optimale Rüstzeug und ein Fundament besten Wissens, um erfolgreich Betriebe zu leiten. Die Betriebswirtinnen und Betriebswirte haben aber auch eine große Verantwortung inne - Arbeitsplätze zu sichern und für das Wohlergehen der Betriebe zu sorgen."

Die Förderpreise des Genossenschaftsverbands Bayern e.V. überreichte Vorstandsmitglied Dr. Alexander Büchel an Thomas Czok, Elektrotechnikermeister aus Hallbergmoos, Benno Wagner, Hörgeräte-Akustiker-Meister aus München und Jasmin Junge, Konditorin aus Kinsau. In seiner Ansprache betonte er die Bedeutung der Weiterbildung und die damit verbundenen Zukunftsaussichten: "An Weiterbildung führt meistens kein Weg vorbei, um sich notwendige Kenntnisse anzueignen. Wer sich in seinem Fachgebiet oder darüber hinaus jedoch noch weiter spezialisiert, hat die besten Voraussetzungen, wichtige Entscheidungen zu fällen und Unternehmen weit nach vorne zu bringen."

 

 

 

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