Unterstützung für innovative Projekte aus der Biotechnologie-Branche im Rahmen des Bayerischen Technologieförderungs-Programms (BayTP)

Huber: "Förderung innovativer Entwicklungsvorhaben seit mehr als 20 Jahren"
(PresseBox) (MÜNCHEN, ) "Zwei der jüngsten Projekte aus dem Bayerischen Technologieförderungs-Programm kommen aus dem Bereich der Biotechnologien", erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber. Die Firma Affectis AG, ein biopharmazeutisches Unternehmen aus München, das an der Entwicklung von Medikamenten zur Behandlung von Schizophrenie und Depressionen arbeitet, erhalte einen Zuschuss von 480.000 € um an der Identifizierung von Genen zu forschen, die für Depressionen verantwortlich sein könnten. Die Firma vermicon AG, ebenfalls aus München, erhalte einen Zuschuss von 190.000 € für die Entwicklung eines neuen Schnellnachweissystems von Mikroorganismen für die Lebensmittelindustrie. Huber: "Schon seit über 20 Jahren unterstützen wir im Rahmen dieses Programms innovative, technisch riskante Entwicklungsvorhaben und die Einführung neuer Technologien. Die Themen des Programms sind dabei sehr breit gestreut. Sie reichen von Femtosekunden-Faserlasern über neue Bausteine fü r die Bildübertragung in Fahrzeugen bis hin zum vielfältigen Bereich der Biotechnologie", so der Minister.

Die Firma Affectis AG hat kürzlich zwei weitere Gene im menschlichen Erbgut identifiziert, die mit dem Auftreten von Depressionen in Zusammenhang gebracht werden können. Variationen in diesen Genen sind möglicherweise dafür verantwortlich, dass sich die Funktionalität des Genprodukts im Gehirn verändert und so das Auftreten von Depressionen begünstigt wird. Diese neu gewonnenen Erkenntnisse sollen in einem nächsten Schritt verwendet werden, um innovative Medikamente mit neuartigem Wirkmechanismus zu entwickeln, die schneller wirken und weniger Nebenwirkungen, als die heute auf dem Markt verfügbaren Antidepressiva, haben. Depressionen sind heutzutage eine der häufigsten Zivilisationskrankheiten in der westlichen Welt. Im Laufe seines Lebens ist jeder Fünfte irgendwann einmal betroffen.

Das neue Schnellnachweissystem für Mikroorganismen der vermicon AG ermöglicht eine schnellere und bessere Qualitätskontrolle insbesondere in der Lebensmittelindustrie. Hier werden Bakterien, wie zum Beispiel Salmonellen, heute in der Regel dadurch nachgewiesen, dass man von jeder Probe Bakterienkulturen anlegt, die Bakterien sich dann eine gewisse Zeit lang vermehren lässt und die Proben anschließend einzeln durch Fachpersonal ausgewertet werden. Diese bewährte Technologie hat den Nachteil, dass sie sehr zeitaufwändig ist. Das neue Nachweissystem der vermicon AG vermeidet lange Kultivierungszeiten bei den Bakterien und ist in der Lage eine große Menge von Proben parallel zu untersuchen. Die Proben werden zudem noch von einem automatischen Messsystem ausgewertet und machen so die erhaltenen Ergebnisse unabhängig von menschlicher Einschätzung.

Im Rahmen des Bayerischen Technologieförderungs-Programms (BayTP) hat der Freistaat allein in den vergangenen drei Jahren über 80 Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte bei innovativen Unternehmen mit 16 Mio. € Zuschüssen und 8,7 Mio € an zinsverbilligten Darlehen gefördert und wird dieses erfolgreiche Programm auch in Zukunft weiter führen.

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