Mehr Forschung durch weniger Bürokratie

Chemielaboranten sind gesuchte Fachkräfte (PresseBox) (Ludwigshafen, ) Schätzungsweise 700 Millionen Euro Bürokratiekosten entfallen pro Jahr auf die Chemiebranche aus gesetzlichen Informationspflichten. Der Abbau der Bürokratie für die Unternehmen war daher zentrales Thema des Treffens zwischen Vertretern der Chemieverbände Rheinland-Pfalz mit dem Bundestagsabgeordneten Johannes Steiniger (CDU).

"Die Chemie-Branche in Rheinland-Pfalz lebt von der Forschung und Entwicklung. Die Fachleute dazu arbeiten sich aber zunehmend an Formularen und Vorschriften ab", so Bernd Vogler, Hauptgeschäftsführer der Chemieverbände Rheinland-Pfalz.

Praxisnah informieren konnte sich am 24. Juni Johannes Steiniger (CDU) beim Chemie-Unternehmen ASiRAL in Neustadt an der Weinstraße. Das Unternehmen stellt Desinfektionsmittel her und beschäftigt 65 Mitarbeiter. Der Betrieb ist erfolgreich am Markt. Und er könnte noch erfolgreicher sein, doch "gut zwei unserer drei Chemiker sind mit der Verwaltung beschäftigt, statt im Labor neue Produkte zu entwickeln", so die Chemikerin Dr. Ulrike Ohnemüller. Die Geschäftsführerin wünscht sich einen schnelleren Bürokratieabbau für die kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Wünsche, die der Bundestagsabgeordnete Johannes Steiniger verstehen kann. Der junge Bundestagsabgeordnete kommt aus der Region. "Die Bundesregierung setzt den Bürokratieabbau fort. So wird bis Mitte des Jahres 2015 das Prinzip "one-in, one-out" eingeführt. Kern des Ansatzes ist, dass in gleichem Maße Belastungen abgebaut werden, wie durch neue Regelungsvorhaben zusätzliche Belastungen entstehen", erklärt Steiniger. Und er ergänzt, dass die Belange kleiner und mittelständischer Unternehmen insbesondere im "Steuer- und Bilanzrecht", mehr berücksichtigt werden sollen.

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Tobias Göpel
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