Minyan Luo: Seit 30 Jahren "Mittler zwischen China und Deutschland"

Hochschule Bremen bietet China-Expertise für die Wirtschaft
Minyan Luo: Seit 30 Jahren (PresseBox) (Bremen, ) In einer Feierstunde mit ca.200 Gästen wurde Minyan Luo nach zuletzt fast 30 Jahren aktiven Dienstes an der Hochschule Bremen in den Ruhestand verabschiedet. Sein Name ist untrennbar mit dem Studiengang "Angewandte Wirtschaftssprachen und Internationale Unternehmensführung" (AWS) mit dem Schwerpunkt Wirtschaftssinologie verknüpft. Dort war er ab 1986 beim Aufbau und ab 1988, dem Starttermin von AWS, als Dozent für Chinesisch und Wirtschaftschinesisch tätig. "Mein Kollege Minyan Luo ist ein Vorbild für alle Dozenten. Dass ca. 100 Absolventen, die aus der ganzen Welt anreisten, unter den Gästen waren, zeigt den großen Respekt und die Zuneigung, den ihm seine Studierenden entgegenbringen," erklärt Prof. Dr. Monika Schädler, Professorin für Wirtschaft und Gesellschaft Chinas. "Zudem ist Minyan Luo begabt mit unerschöpflichem Interesse am Geschehen in China, hoher Analysefähigkeit und mit diplomatischem Geschick. Ich bin sehr froh, dass er mir als Kollege auch im sogenannten Ruhestand weiter zur Seite stehen und sein Wissen und seine Erfahrungen in das Kompetenzzentrum China der Hochschule Bremen einbringen möchte," so Schädler.

"Der Studiengang AWS legte 1988 mit der Fachrichtung China den Grundstein für die China-Kompetenz der Hochschule Bremen", betont Prof. Dr. Karin Luckey, Rektorin der Hochschule Bremen. "Dessen Absolventinnen und Absolventen erwerben wertvolle interkulturelle und ökonomische Kompetenzen. Die inzwischen breite Palette an Studienprogrammen mit China-Bezug unterstreicht die Vorreiterrolle in Europa, die sich die Hochschule Bremen in mehr als 25 Jahren erworben hat. Und darin hat Minyan Luo als Mittler zwischen China und Deutschland entscheidenden Anteil."

Nach dem Deutsch-Studium an der East China Normal University (ECNU) in Shanghai (1974 bis 1978) war Minyan Luo fünf Jahre lang dort als Deutsch-Dozent tätig. 1983 kam er zum Graduiertenstudium der Germanistik an die Uni Bremen, bevor er 1986 den Studiengang AWS an der Hochschule Bremen aufbaute. Eine besondere Würdigung seiner Verdienste um die Kooperation mit chinesischen Partner-Universitäten waren eine Honorarprofessur an der Sichuan University und die 2015 erstmalig verliehene Auszeichnung für Luos Leistungen für die Kooperation zwischen der Hochschule Bremen und der Capital Normal University seit 1990.

Die Tätigkeitsbereiche Minyan Luos waren an der Hochschule Bremen in den zurückliegenden drei Jahrzehnten ebenso zahlreich wie vielfältig: Etwa 700 AWS-Studierende wurden in Chinesisch und Wirtschaftschinesisch von ihm ausgebildet. Dazu kamen die Vorbereitung, Betreuung und Nachbereitung von Studium und Praktikum in China. Außerdem war er der Motor für die Hochschulpartnerschaften mit der East China Normal University, Capital Normal University, Sichuan University. Dabei ging es um die Curriculum-Entwicklung, um Workshop-Organisation, Studierendenaustausch und -betreuung sowie Dozentenaustausch und -betreuung. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Forschungsaktivitäten und Veröffentlichungen im Bereich Management in China. Minyan Luo hatte ferner die Leitung des China-Kompetenzzentrums für die Hochschule Bremen inne. Zum dessen Leistungsspektrum gehören Angebote für die Personalentwicklung und Personalgewinnung sowie die Qualifizierung für Unternehmen mit China-Bezug. Zu den Aufgaben Luos zählten ferner der Studierendenaustausch, die Initiierung von Studienprogrammen und Forschungsaktivitäten mit den Partneruniversitäten. Minyan Luo war außerdem der Mit-Begründer des Bachelor-Studiengangs "Industrial Management and Engineering with China" in der Fakultät Natur und Technik, dessen Chinamodul er betreute. Für das 2013 gegründete Konfuzius-Institut Bremen entwickelte er maßgeblich das Konzept und organisierte die Kommunikation mit der Pekinger Partneruniversität und der Chinesischen Botschaft in Berlin. Nicht zuletzt begleitete er den Bremer Senat und die Bremische Bürgerschaft in der Städtepartnerschaft mit Dalian. Die Beratung bremischer und niedersächsischer Unternehmen rundet seinen Tätigkeitsbereich ab.

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