Französisch-schleswig-holsteinische Kooperationen intensiviert!

Treffen von Energiespezialisten aus dem Pays de la Loire und Schleswig-Holstein
(PresseBox) (Rendsburg, ) Um den Erfahrungsaustausch über Offshore-Windkraft und maritime Technologien ging es bei einem Treffen von Vertretern der französischen Region Pays de la Loire an der Atlantikküste sowie Firmen und Wirtschaftsförderern aus Schleswig- Holstein in Rendsburg. Die Gäste aus Frankreich stellten ihre regionale Wirtschaftsförderungsgesellschaft "L'Agence régionale Pays de la Loire - Territoires d'Innovation" und ihr maritimes Technologie-Cluster NEOPOLIA sowie den Markt für maritime erneuerbare Technologien über die Agentur Business France vor. Die Institutionen aus Schleswig-Holstein berichteten von EU-Förderprogrammen, die mittelständischen Unternehmen den Markteintritt nach Frankreich erleichtern sollen und stellten das hiesige Firmennetzwerk vor. Außerdem referierten Vertreter der Windpark- Planungs- und Betreiberfirmen WKN AG und WPD Offshore Solutions über ihre Projekterfahrungen in Frankreich.

Die Offshore-Windkraft ist in Frankreich noch am Beginn ihrer Entwicklung. Sechs Projekte mit 2.500 Megawatt Leistung wurden in einer ersten Ausschreibungsrunde vergeben. "Uns ist ein Austausch mit Schleswig-Holstein in einem frühen Stadium sehr wichtig. Langfristig erwarten wir gute Geschäfts- und Kooperationsmöglichkeiten zwischen beiden Regionen. Allein vor der Küste der Region Pays de la Loire werden zwei Offshore- Windparks realisiert", sagte Sarah Tolosa von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft L'Agence régionale Pays de la Loire. Bewusst wurde deshalb Rendsburg als Tagungsort gewählt. "Schon heute machen 80 Prozent unseres Umschlages Windkraft-Komponenten im Schwerlasthafen Rendsburg-Osterrönfeld aus. Dies würden wir zukünftig gerne durch internationale Kooperationen steigern", sagte Kai Lass, Prokurist der Wirtschaftsförderung des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Lass hatte die französischen Gäste im Rahmen des Besuches durch den Hafen geführt.

2.500 Offshore-Windkraftturbinen in elf Ländern waren zum Jahreswechsel in europäischen Gewässern installiert und speisten in das Stromnetz ein. Dies entspricht einer installierten Leistung von 8.000 Megawatt. Neben Großbritannien und Dänemark ist Deutschland derzeit der wichtigste europäische Offshore-Markt. Allein vor der Westküste Schleswig-Holsteins wurden zwei Projekte in der ersten Jahreshälfte 2015 offiziell eingeweiht. Diese Projekterfahrungen sollen in die Realisierung französischer Offshore- Windparks einfließen.

Um die Kooperation zwischen französischen und schleswig-holsteinischen Firmen langfristig zu intensivieren, wurde eine Stelle zur Unternehmensbetreuung in Kiel geschaffen. Sarah Tolosa von der L'Agence régionale Pays de la Loire unterstützt Unternehmen, die Interesse haben, mit Firmen aus der französischen Region zu kooperieren (s.tolosa@agence-paysdelaloire.fr). Sie wird dabei vom Enterprise Europe Network der WTSH und vom Cluster windcomm schleswig-holstein unterstützt. Zur Messe HUSUM Wind (15. bis 18. September 2015) planen die Partner ein erneutes Treffen. Im persönlichen Gespräch können interessierte Unternehmen Informationen bei Frau Tolosa erhalten.

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Enterprise Europe Network der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein (WTSH), der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg Eckernförde sowie dem Windkraftcluster windcomm schleswig-holstein. Sie wurde unterstützt und finanziert vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig- Holstein.

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windcomm schleswig-holstein - Wirtschaftsförderung Nordfriesland
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Martin Kopp
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