Werkzeuge als Schlüssel zu Industrie 4.0

Auf der Fachtagung „MAPAL DIALOG“ wurden Wege zur smarten Fabrik vorgestellt
Interessiert verfolgten die Teilnehmer der Expertentagung „MAPAL Dialog“ die Fachvorträge von zehn renommierten Referenten. Zwei Tage lang drehte sich in Aalen alles um das Thema „Industrie 4.0“, ein effizientes Toolmanagement sowie neue Produkt- und Serviceangebote. (PresseBox) (Aalen, ) Experten aus Wissenschaft und Industrie haben bei der Fachtagung „MAPAL Dialog“ erste Lösungsansätze zu Industrie 4.0 präsentiert. Auf dem Weg zur „intelligenten Fabrik“ unterstützt MAPAL seine Kunden mit individuellen Serviceleistungen von der Werkzeugverwaltung bis zur Prozessoptimierung. Die rund 300 Tagungsteilnehmer nahmen am Ende der Fachtagung viele interessante Anregungen aus der Praxis mit.

Die Automation und Komplexität von Fertigungsprozessen nimmt zu und erfordert ein tiefes Technologiewissen. Aus diesem Grund baut MAPAL die Serviceangebote für seine Kunden kontinuierlich aus. Dr. Jochen Kress, Mitglied der MAPAL Geschäftsleitung, zeigte sich bei der Eröffnung der Fachtagung überzeugt, dass industrielle Dienstleistungen zu einem wichtigen Baustein von Industrie 4.0 werden. Die Digitalisierung, also die Erfassung und Nutzung von Daten zur Entwicklung einer vernetzten Produktion, verleihe Präzisionswerkzeugen eine neue Dimension: „Das Werkzeug besteht künftig aus Hardware, zugehörigen Daten und Services.“ In dieser Kombination werde es zum Schlüssel für zukünftige Effizienzsteigerungen und neue Geschäftsmodelle.

Mechatronische Systeme, wie Einstell- und Werkzeugausgabegeräte unterstützen die Kunden über den kompletten Lebenszyklus ihrer Produkte. Der Einstellraum kann als Sensor zur Steuerung intelligenter Fertigungsprozesse betrachtet werden führte MAPAL Engineering Manager Stephan Köstler aus. Die Geräte zum Einstellen, Messen und Ausgeben der Werkzeuge erfassen bereits heute eine Vielzahl von Daten. Diese lassen sich für den Fertigungsprozess hocheffizient nutzen, sofern die vorhandenen Systeme der Anwender die Durchgängigkeit der Daten ermöglichen. Auch der Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Thomas Bauernhansl machte deutlich, welch großes Potential in der Digitalisierung und dem „Internet der Dinge und Dienste“ steckt. Der Leiter des Fraunhofer Instituts für Produktionstechnik fesselte die Teilnehmer mit spannenden Trends bei der Nutzung cyberphysischer Räume. „Die neuen Technologien bietet der deutschen Industrie die Basis für völlig neue Arbeitssysteme und Geschäftsfelder“, unterstrich Bauernhansl und mahnte zugleich, diese zügig anzugehen. Stichwort Cloud: Über eine zentrale Werkzeugdatenbank in der Cloud ist es möglich, alle erforderlichen Daten in sämtliche Prozess- und kaufmännischen Systeme eines Unternehmens zu integrieren. Christian Ehrlinger, Produkt-Marketing-Manager der COSCOM Computer GmbH und Dr.-Ing. Götz Marczinski, Geschäftsführer der CIMSOURCE GmbH stellten verschiedene Software-Verfahren für das Toolmanagement vor.

Auch bei Toyota Motorsport GmbH (TMG) in Köln befasst man sich intensiv mit der Werkzeugorganisation und hat in Zusammenarbeit mit den MAPAL Tool Experten eine umfangreiche CAM-Technologiedatenbank erstellt. Marcel Voigt, Manager CNC-Production & Programming bei TMG, berichtete von erheblichen Einsparungen bei den Werkzeugkosten und einer höheren Auslastung der Fertigung. TMG will das Toolmanagment weiter ausbauen. Dies ist durch den modularen Aufbau des Systems, das sich auch mit Procurement und Engineerung Services kombinieren lässt, jederzeit möglich. Frank Stäbler, MAPAL Produktmanager Toolmanagement zeigte dies anhand von drei Beispielen aus der Praxis auf.

Klaus Bauer, Entwicklung Basistechnologie bei Trumpf Werkzeugmaschinen GmbH & Co KG, und Nicole Arendt, Fertigungsplanerin bei der Bosch Rexroth AG, stellten beim „MAPAL Dialog“ eigene Pilotprojekte für eine vernetzte Produktion vor, aus denen die beiden Unternehmen derzeit neue Geschäftsmodelle entwickeln. Mit der Vision eines weltweit einsetzbares Tool Managements befasste sich der abschließende Vortrag von Klaus-Peter Göbel, AME Manager SCS Europe des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen.

Als eine der Ersten hatten die Teilnehmer der Fachtagung Gelegenheit den neu eröffneten Showroom für MAPAL Einstellgeräte zu besuchen. Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen und Live-Vorführungen an den Maschinen der Forschungs- und Entwicklungsabteilung erhielten sie zudem exklusive Einblicke in die Fertigungsprozesse und das Leistungsvermögen von MAPAL Werkzeugen. Parallel zur Tagung fand eine Fachausstellung statt, in der verschiedene Softwareanbieter ihre Systemangebote zur Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten im Toolmanagement präsentierten.

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