Fragen an Anne Unger, Energie2market GmbH (e2m)

Regelenergiemarkt bleibt für Biogasproduzenten spannend
Anne Unger (PresseBox) (Leipzig, ) Das neue EEG 2014 brachte einige Änderungen für Biogas-Produzenten. Neben der Einführung einer Höchstbemessungsleistung und Deckelung der Flexibilitätsprämie wurde vor allem der jährliche Zubau von Kapazität auf 100 MW begrenzt. Wir fragen Anne Unger von e2m nach ihren Erfahrungen aus dem täglichen Kontakt mit Biogasbetreibern.

Frau Unger, wie sehen Sie die aktuellen Entwicklungen im Regelenergiemarkt?

Die Teilnahme am Markt für Regelenergie ist nach wie vor eine wirtschaftlich interessante Möglichkeit, Flexibilität zu vermarkten. Allerdings unterliegt auch dieser Markt Schwankungen, denen es durch alternative Lösungen zu begegnen gilt. Eine dieser Möglichkeiten kann die Umrüstung der Motoren für die Teilnahme an der Primärregelleistung sein. E2m hat das in enger Kooperation mit einigen Herstellern bei mehreren Biogasanlagen bereits erfolgreich umgesetzt.

Die andere, wesentlich breiter aufgestellte Alternative ist die Vermarktung der Flexibilität in allen anderen Stromhandelsmärkten. Hier beweist sich einmal mehr, dass e2m mehr ist als ein reiner Anbieter von Regelenergie. Mit ihrem neuen Produkt "HandelsFlex" hat e2m ein speziell für Biogasanlagen zugeschnittenes Modell entwickelt, um Flexibilität auch zukünftig erfolgreich zu vermarkten.

Ist die Flexibilitätsprämie ein Auslaufmodell?

Ganz im Gegenteil. Der Erhalt der Flexibilitätsprämie im EEG 2014 ist ein wichtiger Aspekt für die Biogasbranche. Schauen Sie sich den aktuellen Markt an: Setzen sich diese Entwicklungen fort, werden neben kleineren Hofanlagen zukünftig nur die Anlagen wirtschaftlich überleben, die in der Lage sind, dem Markt sowohl negative als auch positive Flexibilität anzubieten.

Und was im Kleinen für die einzelne Anlage gilt, gilt volkswirtschaftlich für die gesamte Branche. Aufgrund ihrer Speicherfähigkeit können Biogasanlagen einen entscheidenden Beitrag für die Systemstabilität in Deutschland leisten. Insofern ist die FlexPrämie Chance und Aufgabe zugleich, die es nun gilt, anzunehmen.

Und übrigens: wie interessant diese Förderung an anderer Stelle bewertet wird, zeigt sich letztlich in den aktuellen Bestrebungen von Betreibern mit fester bzw. flüssiger Biomasse, die FlexPrämien auch diesen Anlagen zu öffnen.

Was empfehlen Sie Ihren Kunden bei der Umsetzung der FlexPrämie?

Hier ist es nötig, die Situation insgesamt, individuell und in aller Ruhe konkret für die jeweilige Anlage zu analysieren. Wo sind Flexibilitäts-Potentiale ungenutzt? Welche mögliche Zubau-Szenarien oder Fahrweisen-Veränderungen gibt es? Richte ich mich bei meiner Entscheidung einzig an der FlexPrämie aus oder denke ich längerfristig? Wir helfen Ihnen gerne dabei und planen gemeinsam FLEXIBEL nach vorne.

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Weißenfelser Str. 84
D-04229 Leipzig
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