Lackierprozesse für Land- und Baumaschinen optimieren

Erstes DFO Bau- und Landmaschinen-Forum, 29. - 30. September 2015 in Melle
(PresseBox) (Neuss, ) Die Anforderungen an die funktionalen und optischen Eigenschaften der Lackierung von Land- und Baumaschinen steigen unaufhaltsam. Dabei geht es einerseits darum, die Qualität und den Korrosionsschutz zu verbessern. Andererseits spielen Wirtschaftlichkeit und ökologische Aspekte eine immer wichtigere Rolle. Lösungen zur Optimierung der Lackierung präsentiert das "Erste DFO Land- und Baumaschinen-Forum" der Deutschen Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung (DFO) e.V. Die Veranstaltung findet vom 29. bis 30. September 2015 in Melle statt. Es ist die dritte Tagung in der erfolgreichen Tagungsreihe, die seit 2011 durchgeführt wird.

Ob Hersteller oder Lohnbeschichter, die Lackierung von Baumaschinen wird zunehmend zu einem Wettbewerbsfaktor. Immer häufiger sind dabei Anforderungen zu erfüllen, wie man sie aus der Automobilbranche kennt. Gleichzeitig sollen die Stückkosten bei der Lackierung gesenkt und sie nachhaltiger durchgeführt werden. Diese eigentlich widersprüchlichen Ziele lassen sich nur durch die konsequente Optimierung bestehender Prozesse erreichen. Doch wo können Optimierungspotenziale ausgeschöpft werden und welche neuen Technologien und Entwicklungen stehen dafür zur Verfügung? Antworten auf diese Fragen bietet das "Erste DFO Bau- und Landmaschinen-Forum", das die Deutsche Forschungsgesellschaft für Oberflächenbehandlung e.V. vom 29. bis 30. September 2015 zum dritten Mal durchführt.

Vielschichtiges Programm zur Prozessoptimierung

In insgesamt 15 Referaten informieren Experten aus der Lackiertechnik über Lösungen und neue Technologien zur Prozessoptimierung. Dies beginnt mit einem Vortrag zu Industrie 4.0 im Bereich Land- und Baumaschinen. Aufgezeigt werden darin die Möglichkeiten, die sich durch die Vernetzung von Prozessen und Anlagen, Total Energy Efficiency Management (TEEM), Energiemonitoring im gesamten Lackierprozess, fertigungsintegrierte Lackiermodule, Echtzeiterfassung der Prozess- und Qualitätsdaten sowie die Echtzeitübersicht der Anlagenstände ergeben. Einsparpotenziale lassen sich durch das Strahlen und Entfetten in einem Arbeitsgang ausschöpfen, wie ein weiterer Vortrag aufzeigt. Thematisiert wird auch die Auslegung der optimalen Strahltechnik für die Behandlung von Landmaschinen-Bauteilen vor dem Lackierprozess. Ein Referat beleuchtet die Verbesserung der Sauberkeit von wässrigen Prozessmedien zur Teile- und Oberflächenreinigung sowie deren Kreislaufführung und das Tensidrecycling. Die Konzeption und die Erfahrungen mit einer abwasserfreien Lackieranlage nach einem Betriebsjahr werden in einem Referat vorgestellt.

Mit wasserbasierten und lösemittelhaltigen Lacken für Landmaschinen, deren Vor- und Nachteile sowie den umwelt- und prozesstechnischen Gesichtspunkten beschäftigt sich ein weiterer Vortrag. Verschiedene Praxisbeispiele sind die Basis eines Referats, das die anlagen- und prozesstechnischen Besonderheiten beim Einsatz unterschiedlicher, leistungsfähiger Lacksysteme in der Land- und Baumaschinenlackierung beleuchtet. KTL-Lackierung inhouse oder beim Lohnbeschichter - der Vortrag informiert über die wesentlichen Entscheidungskriterien und Beispielrechnungen. Elektrotauchlackierung - Grundierung oder Decklack - Was muss eine ETL-Beschichtung leisten? Vorgestellt werden dazu Lösungen, um Fehler zu erkennen und zu vermeiden sowie ein Leitfaden für die ETL.

Nutzfahrzeuge nachhaltig lackieren - ein Anlagenbeispiel, wie sich die Lackierung ressourcen-, material- und zeitsparend gestalten lässt. Energieeffizienz und Flexibilität stehen auch im Mittelpunkt eines Vortrages, der sich mit einer kombinierten Spritz- und Trockenkabine beschäftigt, die zum Werkstück kommt. Auf schweren Bauteilen besten Korrosionsschutz bei niedrigen Betriebskosten erreichen - die Pulver-in-Pulver- und DARC-Technik macht es möglich. Informiert werden die Teilnehmer auch über die Fortschritte bei der wirtschaftlichen Herstellung von PUR-Formbauteilen mit eingefärbter Deckschicht für den Außenbereich.

Die Anlagen- und Prozessoptimierung durch zielgerichtete Analytik steht ebenfalls auf der Agenda. Es werden dabei Lösungen aufgezeigt, um Fehlerraten effizient zu reduzieren. Die Qualitätskontrolle steht im Mittelpunkt des letzten Referats. Es geht dabei um die unterschiedlichen Qualitätsanforderungen, beispielsweise Korrosion, Haftfestigkeit sowie Farbe und Farbstabilität, die Möglichkeiten zur sinnvollen Prüfung und neue Entwicklungen.

Abgerundet wird das Programm der Veranstaltung durch eine Besichtigung der Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG am 28. September 2015 nachmittags. Das Unternehmen stellt dabei sein Lackierkonzept vor und bietet Einblicke in den Lackierprozess. Die Teilnehmerzahl der Besichtigung ist begrenzt.

Parallel zum "Ersten DFO Bau- und Landmaschinen-Forum" findet eine fachbegleitende Ausstellung statt. Sie deckt die komplette Prozesskette ab.

Weitere Informationen, das vollständige Programm und die Referenten sind unter www.dfo.info abrufbar.

Über diese Internetseite ist auch eine Online-Anmeldung möglich.

In Kürze:
„Erstes DFO Bau- und Landmaschinen-Forum“

Termin:
29. und 30. September 2015
28. September 2015: Besichtigung der
Grimme Landmaschinenfabrik GmbH & Co. KG

Veranstaltungsort:
Van der Valk Hotel Melle Osnabrück
Wellingholzhausener Straße 7
49324 Melle

Information und Anmeldung:
www.dfo.info
DFO Service GmbH
Nicole Dopheide, dopheide@dfo-online.de
Telefon +49 2131 40811-24

Kontakt

DFO e.V.
Europadamm 4
D-41460 Neuss
Doris Schulz
SCHULZ. PRESSE. TEXT.

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