IHK: Zukunftsaufgaben jetzt angehen

Diskussion zur Innovations- und Wissensbilanz Bonn/Rhein-Sieg
(PresseBox) (Bonn, ) Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg macht Druck bei der Herausarbeitung eines Markenkerns für die Region. „Fakt ist, dass unsere starke Region auf zentralen Zukunftsfeldern an Dynamik verliert. Wenn Bonn/Rhein-Sieg auch künftig in der Bundesliga mitspielen will, müssen die Herausforderungen von allen regionalen Akteuren ernst genommen werden“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Hubertus Hille unter Bezug auf die aktuellen Diskussionen um die Standortstudie „Innovations- und Wissensbilanz Bonn/Rhein-Sieg“: „Ein Einrichten in der Wohlfühlzone bringt uns nicht weiter. Die Studie macht im Kern deutlich: Die intensive Vernetzung von Stakeholdern, klare Profilschärfung und eine stringente Vermarktung sind zentrale Zukunftsaufgaben in der Region, um die Attraktivität von Bonn/Rhein-Sieg zu sichern. Die Diskussion auf den Teilaspekt Bevölkerungsentwicklung zu verengen, wäre tatsächlich kurzsichtig und lenkt von den zentralen Ergebnissen ab. Die IHK freut sich auf einen inhaltlich breiten Dialog mit allen regionalen Akteuren.“

Dr. Rainer Behrend, Leiter des Frankfurter Behrend-Instituts und Autor der Studie, macht hinsichtlich der Diskussionen über die Entwicklung der Bevölkerungsentwicklung zwischen 2002 und 2013 deutlich, dass die in der IHK-Innovations- und Wissensbilanz gewählte Methodik korrekt sei: „Eine zentrale Datengrundlage ist die Regionalstatistik des Statistischen Bundesamtes. Diese ist die grundsätzlich einzige verfügbare Quelle, mit der ein Vergleich unterschiedlicher Regionen innerhalb Deutschlands möglich ist. Die Datenkorrektur durch den Zensus 2011 erfolgte für alle verglichenen Regionen, insofern ist Bonn/Rhein-Sieg dadurch weder statistisch bevorzugt noch benachteiligt.“

Zieht man das Jahr 2011 nach dem Zensus als Ausgangspunkt heran, dann stieg seitdem die fortgeschriebene Einwohnerzahl im IHK-Bezirk nur um 0,73 Prozent. Damit liegt Bonn/Rhein-Sieg unter den 21 Vergleichsregionen lediglich auf Platz 11. In den Regionen Leipzig (+ 1,59), Nürnberg-Erlangen(+ 1,49), Augsburg (+ 1,41), Karlsruhe (+ 1,36) und Freiburg (+ 1,31) war das Bevölkerungswachstum in etwa doppelt so hoch. Dr. Behrend: „Auch wenn man ein anderes Bezugsjahr wählt, ändert sich an der Grundaussage der Studie nichts: Die Bevölkerungsentwicklung im IHK-Bezirk verlief besser als in NRW (+ 0,15) und im Bund (+ 0,55), allerdings entwickelten sich zahlreiche andere Regionen günstiger.“

Region Bevölkerungswachstum 2011-2013 in Prozent (Nach Zensus 2011)

1. Leipzig 1,59
2. Nürnberg-Erlangen 1,49
3. Augsburg 1,41
4. Karlsruhe 1,36
5. Freiburg 1,31
6. Mannheim-Heidelberg 1,25
7. Hannover 1,20
8. Darmstadt 1,05
9. Potsdam 0,99
10. Mainz-Wiesbaden 0,93
11. Bonn/Rhein-Sieg 0,73
12. Münster 0,57
13. Kiel 0,45
14. Oldenburg 0,36
15. Braunschweig/Wolfsburg 0,29
16. Aachen 0,25
17. Bielefeld 0,24
18. Dortmund 0,08
19. Dresden - 0,05
20. Kassel/Göttingen - 0,40
21. Halle/Dessau - 1,65

Deutschland 0,55
NRW 0,15

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Claudia Engmann
Hauptgeschäftsführung / Öffentlichkeitsarbeit
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