Export-Schlager von REHAU - Polymerspezialist etabliert Ausbildung in den USA

Zufriedene Mienen nach dem gemeinsamen Treffen in Cullman/Alabama: REHAU Verantwortliche gemeinsam mit Vertretern des Wallace State Community College und der Cullman County Schools, Foto: REHAU (PresseBox) (Rehau/Cullman, Alabama, ) Das nordamerikanische REHAU Werk in Cullman/Alabama wächst kontinuierlich und mit ihm der Bedarf an qualifiziertem Personal. Fachkräfte zu finden, ist in den USA allerdings schwierig. Eine klassische Berufsausbildung, wie in Deutschland, gibt es nicht. Neue Mitarbeiter müssen angelernt werden, oft mangelt es an theoretischem Wissen. Zusätzlich macht vielen Unternehmen die hohe Fluktuation zu schaffen. In Zusammenarbeit mit Schulen vor Ort entwickelte Polymerspezialist REHAU jetzt ein Programm für Schüler und bringt damit das "Erfolgsmodell Ausbildung" nach Amerika. Im August starten die ersten Kandidaten.

Rund 650 der weltweit über 19.000 Mitarbeiter beschäftigt Polymerspezialist REHAU in Cullman/Alabama. Das Unternehmen fertigt im nordamerikanischen Werk Stoßfänger, hauptsächlich für seinen größten Kunden Mercedes. Auch Rohre für den Baubereich und Erdwärmetauscher werden produziert. Der Standort wächst beständig und mit ihm die Zahl der Mitarbeiter. Geeignetes Personal zu finden, stellt für Werkleiter Albert von Pelser-Berensberg eine immer größere Herausforderung dar. "Da es in den USA keine klassische Berufsausbildung gibt, müssen wir alle neuen Mitarbeiter anlernen. Bis sie eingearbeitet sind, vergehen teils Monate. Wir wollen unsere Fachkräfte deshalb selbst ausbilden", erklärt der Diplom-Ingenieur für Luft- und Raumfahrttechnik, der mit dem deutschen System der Ausbildung vertraut und überzeugt von diesem Weg ist. Gemeinsam mit Michael von Hertell, REHAU Leiter Berufsausbildung, und Hubert Förg, REHAU Leiter internationale Weiterbildung, entwickelte er ein Modell und suchte Kontakt zu regionalen Schulen. Kooperationspartner waren schnell gefunden: das Wallace State Community College und den Cullman County Schools.

Im August 2015 starten acht Schüler ihre Ausbildung bei REHAU. Das Unternehmen vermittelt die praktischen Inhalte und unterstützt finanziell; in der Schule lernen die Jungen und Mädchen die Theorie - Berufsschulen, wie man sie aus Deutschland kennt, gibt es nicht. Nach nur zwei Jahren - so der Plan - halten die acht Kandidaten zusätzlich zu ihrem Diploma, vergleichbar mit dem Abitur, ihren Abschluss im Bereich Spritzgusstechnik in Händen und können in das Berufsleben starten. "Hoffentlich bei REHAU", erklärt Michael von Hertell, "Wir wollen mit dem Programm den Nachwuchs fördern und Fachkräfte gewinnen."

Nicht nur in die USA hat Polymerspezialist REHAU sein Ausbildungsmodell exportiert. Auch in China gibt es Kooperationen. In Südafrika, Tschechien und Ungarn sollen in naher Zukunft ähnliche Systeme etabliert werden.

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