Alleskönner Biogas

Der Verein Nachhaltige Energien e. V. und der Fachverband Biogas laden zum Sommergespräch bei der WEMAG
WEMAG-Vorstandsmitglied Caspar Baumgart, Johann-Georg Jaeger von Bündnis 90/Die Grünen MV, WEMAG-Vorstandsmitglied Thomas Pätzold, Dr. Graham Butt vom Energieministerium MV, Bernd Pommerehne vom Verein für Nachhaltige Energien e.V. und Mathias Groth von der WEMAG (v.li.)Foto: WEMAG/Rudolph-Kramer (PresseBox) (Schwerin, ) Biogas ist ein wichtiger Bestandteil im Energiemix - davon konnten sich am 22. Juli rund 50 Gäste beim Gastgeber WEMAG überzeugen. Der Verein Nachhaltige Energien e. V. und der Fachverband Biogas e. V. hatten für den Nachmittag zum Sommergespräch unter dem Titel "Alleskönner Biogas" eingeladen.

Mit Dr. Georg Jaeger und Dr. Graham Butt waren politische Vertreter des Landes für das Thema Energiewende unter den Gästen, außerdem eine Vielzahl von Anlagenbetreibern und interessierten Vertretern der Presse- und Medienlandschaft des Bundes wie des Landes. Der Verein Nachhaltige Energien e. V., zu dem auch die WEMAG gehört, hat im Mai 2015 vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine verfassungsrechtliche Beschwerde eingereicht. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) 2014 festgelegte Höchstbemessungsleistung verletzt nach Ansicht der Kläger den Bestandsschutz für Biogasanlagen erheblich. "Die gesetzlich garantierte Vergütung für den erzeugten Strom wird dadurch drastisch gekürzt. Wenn die Bundesregierung an der Höchstbemessungsgrenze festhält, sind Betreiber kleinerer und mittlerer Anlagen von empfindlichen Einnahmeverlusten betroffen", sagte WEMAG-Vorstand Caspar Baumgart in seinem Begrüßungswort. Die WEMAG ist selbst sowohl Anlagenbetreiber als auch Abnehmer von Strom, der in Biogasanlagen erzeugt wird.

Biogas kann als regelbare erneuerbare Energie den plötzlichen Ausfall von stark schwankenden Einspeisungen aus anderen Anlagen, zum Beispiel Solar- und Windkraftanlagen, sicher ausgleichen und leistet damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Stromnetzes. Biogasanlagen ergänzen damit im Kleinen die Leistung, die große Kurzzeitspeicher wie der WEMAG-Batteriespeicher in Schwerin Lankow erbringen. Sie springen zuverlässig ein, wenn Solar- und Windkraftanlagen einmal keinen Strom erzeugen. Der 5-Megawatt-Lithium-Ionen-Speicher in Lankow konnte im Anschluss an das Sommergespräch besichtigt werden. Der Technische Vorstand der WEMAG, Thomas Pätzold, übernahm die Führung durch die innovative und technisch hochkomplexe Anlage: "Mit der Kombination von regelbaren erneuerbaren Energien und innovativen Stromspeichern werden Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom bereits heute Tag für Tag gezielt ausgeglichen oder der Wegfall kompensiert", so Pätzold. Im September des vergangenen Jahres waren Energie- und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Ministerpräsident Erwin Sellering Gäste der feierlichen Eröffnung. In Kürze feiert das erste kommerzielle Batteriekraftwerk sein einjähriges Jubiläum.

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