Kraftanlagen München baut innovatives, schnell regelbares Gasheizkraftwerk an der Kieler Förde

Unterzeichneten am 3. August 2015 in Kiel maßgebliche Verträge für ein Kraftwerksprojekt:
(hinten, v. l.) Gerrit Koll (Business-Unit-Leiter Energie- und Kraftwerkstechnik
Kraftanlagen München), Alexander Gremm (Geschäftsführer Kraftanlagen München), Oliver Klitzke (Executive Operations GE Germany), Norbert Hetebrüg (Vertriebsleiter Jenbacher Gasmotoren von GE); (vorne, v. l.) Frank Meier (Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Kiel AG), Dr. Jörg Teupen (Vorstand Technik u. Personal Stadtwerke Kiel AG). Foto: Stadtwerke Kiel. (PresseBox) (München, ) Kiel - Die Stadtwerke Kiel bestellen vom Generalunternehmer Kraftanlagen München (KAM) und seinem Partner Jenbacher Gasmotoren von GE ein Gasmotorenheizkraftwerk (GHKW) mit Kraft-Wärme-Kopplung, bestehend aus 20 Gasmotoren mit je 9,5 MWelektrisch und einer Gesamtleistung von 190 MW elektrisch und 192 MW thermisch. Die Anlage setzt in Sachen Flexibilität, Nutzungsgrad und Umweltfreundlichkeit neue Maßstäbe.

Mit der Vertragsunterschrift am 3. August vergaben die Stadtwerke Kiel den Auftrag zur Umsetzung einer Nachfolgelösung für das in den nächsten Jahren stillzulegende Gemeinschaftskohlekraftwerk (GKK) am Ostufer der Kieler Förde. Daneben entsteht ein hochmodernes und schnell regelbares Gaskraftwerk, das verlässlich die Stadt mit Strom und Wärme versorgen wird und überschüssige Energie speichert oder ins öffentliche Netz abgibt.

Aufgrund des regional hohen Anteils von Windstrom im Netz, erfordert die neue Lösung ein flexibel einsetzbares Kraftwerk. Das nun geplante, schnell regelbare GHKW kann aus dem Stillstand in weniger als fünf Minuten auf die Nennleistung von 190 MWel gefahren werden. Beim Betrieb des Kraftwerks kann gleichzeitig ein Fernwärmebedarf von 192 MWth abgedeckt oder die überschüssige Wärme in einen Speicher eingelagert werden. Durch die modulare Bauweise ist das Kraftwerk in der Lage, jederzeit auf die Anforderungen des Energiemarkts zu reagieren und Netzschwankungen auszugleichen. Die Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage (KWK) hat einen sehr hohen Primärenergieausnutzungsgrad von über 90 Prozent und einen elektrischen Wirkungsgrad von 45 Prozent. Die Vermarktung der Regelenergie und die Einbindung eines Elektrodenkessels (Power-to-Heat) in Zeiten niedriger Strompreise stellen eine extrem flexible und wirtschaftliche Lösung dar. Diese sichert nicht nur die Versorgung für die Region, sondern stellt auch die Wirtschaftlichkeit im Betrieb sicher.

Das neue GHKW wird ein zukunftsweisendes Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende durch den Einsatz hocheffizienter KWK sein. Mit ihren geringen Schadstoffemissionen wird die Anlage zudem weit unter den von europäischen Richtlinien geforderten Werten bleiben.

Der Auftrag der Stadtwerke Kiel teilt sich in zwei Phasen auf. Die erste Projektphase beinhaltet die Planung und Errichtung der Pumpenhalle zur Anbindung des Fernwärmenetzes, des Elektrodenkessels und des Wärmespeichers sowie die Planung und Erwirkung der Betriebsgenehmigung für die Gesamtanlage, einschließlich der Gasmotoren. Ab Mai 2016 ist die Auslösung der zweiten Projektphase geplant, die die Errichtung des Gasmotorenkraftwerks umfasst.

Mit dem Auftrag für dieses zukunftsweisende Kraftwerksprojekt stellt KAM erneut führendes technisches Know-how und Innovationsfähigkeit als Generalunternehmer unter Beweis.

Kontakt

Kraftanlagen München GmbH
Ridlerstraße 31c
D-80339 München
Dr. Isabelle Werner
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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