Zukunftsweisend: Kommunales IT-Kompetenzzentrum entsteht in Mitteldeutschland

Stadtoberhäupter stimmen Kooperation der kommunalen IT-Dienstleister der Städte Dresden, Leipzig und Magdeburg zu
(PresseBox) (Leipzig, ) Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und sein Magdeburger Amtskollege Dr. Lutz Trümper trafen sich gestern in Leipzig mit Winfried Lehmann, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung in Dresden, Hol-ger Platz, Bürgermeister für Kommunales, Umwelt und Allgemeine Verwaltung der Stadt Magdeburg, und Andreas Müller, Leipziger Bürgermeister Allgemeine Verwaltung. Gemeinsam haben sie zu einer Kooperation der kommunalen IT-Dienstleister eBit Dresden, KID Magdeburg GmbH und Lecos GmbH Leipzig beraten und abgestimmt.
Die Geschäftsführer der Unternehmen - Dr. Michael Breidung (eBit Dresden), Dr. Michael Wandersleb (KID Magdeburg) und Peter Kühne (Lecos) - hatten nach Leip-zig eingeladen, um den Stadtoberhäuptern und Beigeordneten ein länderübergreifendes Kooperationskonzept vorzustellen. Vorrangiges Ziel ist es, IT-Kompetenzen zu bündeln und damit langfristig die Wettbewerbsfähigkeit der drei IT-Unternehmen am kommunalen Markt zu sichern.

Weitere Schritte in den Städten Dresden und Magdeburg
Das vorliegende Konzept stützt sich auf einen Grundsatzbeschluss des Leipziger Stadtrates, in dessen Rahmen bereits am 22. Juni 2006 die Prüfung möglicher Opti-onen als politischer Arbeitsauftrag erteilt worden war. Bis zum Jahresende 2006 wer-den umfangreiche Vorbereitungen zu treffen sein. Dafür haben die OB´s der drei Städte eine Projektgruppe eingesetzt, die konkrete Vorschläge für die Ausgestaltung der Kooperation erarbeiten soll.

Stimmen zur geplanten Kooperation der IT-Dienstleister
„Die angestrebte mitteldeutsche Kooperation ist ein wichtiger Schritt in Richtung Kommune der Zukunft. Denn sie wird sicher noch wesentlich stärker als heute im Zeichen von eGovernment stehen“, sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung nach dem Gespräch. „Die neue Form der Kooperation gibt Leipzig, Dresden und Magdeburg die Möglichkeit, aktiv am Innovationsprozess teilzunehmen.“


Dr. Lutz Trümper, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Magdeburg , betont: „Ein kommunales IT-Kompetenzzentrum in dieser Form ist ein wichtiges Signal für die öffentliche Verwaltung in beiden Bundesländern. Gerade im Zuge der Technologisie-rung der Verwaltungsarbeit ist es wichtig, einen kompetenten, kostengünstigen und wettbewerbsfähigen IT-Partner zu haben.“
Winfried Lehmann, Bürgermeister für Allgemeine Verwaltung Stadt Dresden: „Die Bündelung von Erfahrung und Know How steigert die Qualität der angebotenen IT-Dienstleistungen und damit auch die Qualität der Verwaltungsarbeit.“ Dies sei wichtig, um Kommunen in die Lage zu versetzen, den Erwartungen von Bürgern und Wirtschaft an die öffentliche Verwaltung auch künftig gerecht werden zu können.

Konzentrationsprozesse im kommunalen IT-Markt
Die knappen Haushalte bestimmen weitgehend den Handlungsrahmen der öffentlichen Verwaltung. Dieser Kostendruck wird direkt auf die IT-Dienstleister übertragen. Andererseits wachsen die Anforderungen der Landkreise und Kommunen an die Datenverarbeitung, denn ohne sie sind die Aufgaben, die der Gesetzgeber den Kommunalverwaltungen übertragen hat mit dem verfügbaren Personal nicht mehr zu bewältigen. Kommunale Datenzentralen und Rechenzentren stehen deshalb vor der Herausforderung, praktikable, effiziente und sichere IT-Lösungen zu möglichst geringen Kosten anzubieten.
Während die kommunalen IT-Unternehmen in den Alten Bundesländern die Syner-gieeffekte großer Bündnisse (z. B. Dataport, Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung Bayern AKDB) längst nutzen und an ihre Kunden weitergeben, beschränkte sich die Kooperation der IT-Dienstleister in Mittel- und Ostdeutschland bislang eher auf vereinzelte Projekte. Mit der geplanten Kooperation wird für die Kommunen in Sachsen und Sachsen-Anhalt ein erster wichtiger Schritt vollzogen. Ein anspruchsvolles Ziel, das für die verbleibenden Monate noch ein anspruchvolles Aufgabenspektrum nach sich zieht.

Wirtschaftlichkeit ganz groß geschrieben
„Die Kooperation ermöglicht es uns, gemeinsam an drei Orten in zwei Bundesländern vertreten zu sein“, kommentiert Dr. Michael Breidung, eBit, das Konzept. „Auf Grund der sich ergänzenden Services von eBit, KID Magdeburg und Lecos können wir ein wesentlich breiteres Dienstleistungsspektrum anbieten.“ Um dies umfassend abde-cken zu können, müsse sich jeder Mitarbeiter der drei IT-Dienstleister einbringen. An Stellenabbau wird nicht gedacht, denn die Aufgaben werden durch den Ausbau elekt-ronischer Verwaltungsdienstleistungen weiter wachsen.

Ein weiterer Kundenvorteil besteht neben dem breiteren Dienstleistungsangebot und der verbesserten Dienstleistungsqualität besteht im günstigeren Preisgefüge, das auf Grund von Standardisierung der eingesetzten Soft- und Hardware, Bündelung der Kompetenzen und Spezialisierung an einem Standort sowie der internen Senkung von Bezugskosten im Rahmen des gemeinsamen Einkaufs möglich wird - eine we-sentliche Erleichterung für die leeren Kassen im öffentlichen Bereich.

Kommunale IT als Standortfaktor in Mitteldeutschland
„Die Bündelung der Erfahrungen und des Know How unserer Unternehmen trägt nachhaltig dazu bei, dass der Raum Mitteldeutschland stärker als IT- und eGovern-ment-Kompetenzraum wahrgenommen wird“, so Dr. Michael Wandersleb, Geschäfts-führer der KID Magdeburg. „Ein wichtiger Aspekt, wenn es um die Ansiedlung privat-wirtschaftlicher Unternehmen in diesem Gebiet geht.“
Auch die regionale Wirtschaftsförderung hat für eBit, KID und Lecos einen hohen Stellenwert. Peter Kühne, Geschäftsführer der Lecos, erläutert: „Schon heute ist ein Großteil unserer Lieferanten aus der Region und auch künftig werden wir vorrangig mittelständige Unternehmen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt binden. Dieser As-pekt ist fester und wichtiger Bestandteil des Kooperationsvorhabens. Schließlich sind wir uns als kommunale Dienstleister der Verantwortung gegenüber unserer Region bewusst.“

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