Bauingenieure sind wieder gefragt

Weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen in der Baubranche; HDB-Chef Knipper sieht Trendwende.
(PresseBox) (Düsseldorf, ) Der Arbeitsmarkt für Bauingenieure erholt sich: Erstmals seit Jahren gibt es weniger Arbeitslose und mehr offene Stellen für Bauingenieure, berichtet das Job- und Wirtschaftsmagazin karriere in seiner am 29. September erscheinenden Oktoberausgabe. Um 6,6 Prozent auf 13.020 ist die Zahl der Erwerbslosen laut Bundesagentur für Arbeit im Jahr 2005 gefallen, gleich­zeitig wurden 3.640 freie Stellen für Bauingenieure gemeldet, 12,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

Hinzu kommen zahlreiche Jobangebote, die nicht über die Arbeitsagenturen abgewickelt werden. Michael Knipper, Chef des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, sieht die Trendwende für die jahrelang darbende Baubranche gekommen: „Wir profitieren davon, dass die Wirtschaft wieder investiert“, sagt er in karriere. „Die Bauindustrie ist nicht mehr die Konjunkturbremse. Damit kommen auch die Jobs.“ Gefragt werden Bauingenieure vor allem in Architektur- und Ingenieurbüros, im Baugewerbe und in der öffentlichen Verwaltung.

Lust auf eine Karriere am Bau hatten zuletzt immer weniger Studienanfänger. Die düsteren Meldungen vom Arbeitsmarkt hielten viele davon ab, ein Bauingenieur-Studium aufzunehmen. Im Wintersemester 2004/05 lag die Zahl der Studenten mit 35.255 um ein Drittel niedriger als zehn Jahre zuvor. Hinzu kommen die hohen Abbrecherquoten. 58 Prozent der Bau-Studenten an Universitäten geben vorzeitig auf, an Fachhochschulen sind es immer noch 38 Prozent. Die meisten von ihnen scheitern an den hohen Anforderungen in Mathematik und Physik.

Die Unterschiede bei den Gehältern von Bauingenieuren sind je nach Position gewaltig: So verdient ein Ingenieur-Sachbearbeiter im Schnitt 36.000 Euro im Jahr, während es beim Projektingenieur 40.000 Euro und beim Projektmanager rund 50.000 Euro sind. Teamleiter kommen auf durchschnittlich 53.000 Euro.

Die Oktober-Ausgabe von karriere erscheint am 29. September 2006.

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Katja Stricker
Redaktion: Handelsblatt Junge Karriere
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