Urheberrechtsabgaben bedrohen den Digital Imaging und Printing Markt in Deutschland

Epson und HP mahnen zukunftsweisende Reformen an
(PresseBox) (Köln, ) Die EU Richtlinie zum Urheberrecht in der Informationsgesellschaft wurde nicht einheitlich in Europa umgesetzt, was inzwischen erhebliche Probleme im EU Binnenmarkt verursacht mit entsprechenden Auswirkungen auf den Handel. Denn die einzelnen Länder verfolgen ganz unterschiedliche Preisstrategien. Das gegenwärtige System der Urheberrechtsabgaben in Deutschland entspricht dabei nicht dem Sinn der EU Richtlinie. Die politische Diskussion um den so genannten zweiten Korb der Reform des Urheberrechts in Deutschland geht nun jedoch in die richtige Richtung.

Bernard Meric, Senior Vice President External Relations bei HP EMEA, betont: „Die Industrie unterstützt eine faire Vergütung von Künstlern und Autoren und ist bereit, Urheberrechtsabgaben in einer angemessenen, aber auch klar begrenzten Höhe zu akzeptieren, sofern das Kopieren zu privaten Zwecken den Rechteinhabern nachweislich Schäden verursacht.“

Epson und HP begrüßen die angekündigte Initiative der EU Kommission und von EU Kommissar Verheugen, der das Thema Urheberrechtsabgaben auf die Liste der 10 wichtigsten Maßnahmen gesetzt hat, mit denen der Wettbewerb und der gemeinsame Markt der Europäischen Union verbessert werden sollen.

Die meisten Nachbarländer in der EU haben keine oder wesentlich niedrigere Abgaben. In Deutschland jedoch ist nahezu jedes digitale Gerät und Speichermedium von Abgaben bedroht. Die Verwertungsgesellschaft Wort fordert von den Anbietern oder Importeuren für ein Standard-Farbmultifunktionsgerät mit einem Durchschnittspreis von 120 Euro über 76 Euro Abgaben pro Gerät. Bei vielen Geräten, vor allem auch bei Druckern, würde sich der Verkaufspreis mehr als verdoppeln. Die Konsequenzen sind jetzt schon absehbar. Massive Umsatzeinbussen für den stationären Handel in Deutschland. Die Endverbraucher kaufen abgabenfrei und ganz legal in benachbarten EU Ländern oder gleich über Internet in Ländern ohne Abgaben. Wenn nur 30 Prozent der Käufer in Nachbarländern einkaufen, wäre das schon ein Verlust von mehreren Hundert Millionen Euro jährlich. Der Fachhandel verliert damit seine wirtschaftliche Grundlage in Deutschland. Anbieter und Händler werden gezwungen, in Deutschland Arbeitsplätze abzubauen.

Ramón Ollé, CEO von Epson Europe: „Unser Ziel auf europäischer Ebene ist es, Urheber-rechtsabgaben auf ein Maximum von 2 bis 3 Prozent des Herstellerabgabepreises zu begrenzen. Wir begrüßen den Vorschlag des 2. Korbs, der in die richtige Richtung zu gehen scheint, obgleich es immer noch Verbesserungsmöglichkeiten gibt. Denn die IT Industrie in Deutschland, vor allem der IT Handel, wird in einen Wettbewerb mit EU Nachbarländern gezwungen, der nicht zu gewinnen ist.“

Henning Ohlsson, Geschäftsführer von Epson Deutschland: „Die Politik ist aufgefordert, zukunfts-fähige Lösungen zu entwickeln. Wer das veraltete System pauschaler Geräteabgaben unverändert auf moderne digitale Geräte überträgt, gefährdet IT Investitionen und die Industrie am Standort Deutschland. Wir haben die volle Rückendeckung des Handels, vertreten durch die Einkaufs-kooperationen, die größten Einzelhändler und den Bundesverband Technik des Einzelhandels.“

Beide Unternehmen betonen die Dringlichkeit einer Regelung dieser Frage, da die Wettbewerbs-fähigkeit deutscher Unternehmen in Gefahr ist. EPSON und HP nehmen aktiv an den Diskussionen zum 2. Korb teil und unterstützen rasche Fortschritte hin zu einer modernen Informationsgesellschaft.

Über Epson Deutschland
Die in Meerbusch ansässige Epson Deutschland GmbH ist einer der führenden Anbieter von Produkten und Lösungen in den Bereichen Fotodruck und Digital Imaging. Hochwertige Fotodrucker und -scanner gehören ebenso zum Produktportfolio von Epson Deutschland wie Laser- und Nadeldrucker sowie All-in-one-Geräte, Multimediaprojektoren und die Original-Verbrauchsmaterialien. Die Bereiche Retail Systems & Devices und Factory Automation Division erweitern dieses Sortiment noch um Kassendrucker und -systeme sowie um Präzisionsroboter. Mit rund 200 Mitarbeitern verantwortet Epson Deutschland das Geschäft für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

Über Epson Europa

Epson Europe B.V. mit Sitz in Amsterdam ist die strategische Zentrale für Europa, den Mittleren Osten, Russland und Afrika. Die Epson Europa Mitarbeiterzahl beläuft sich insgesamt auf 2.600. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 2005 auf 2.402 Mio. Euro.

Über die Epson Gruppe

Epson ist einer der weltweit führenden Hersteller von Imaging-Produkten wie Druckern, 3LCD-Projektoren sowie kleinen und mittelgroßen LC-Displays. In einer von Kreativität und Innovationskraft bestimmten Unternehmenskultur arbeitet Epson konsequent daran, die Visionen und Erwartungen seiner Kunden in der ganzen Welt zu übertreffen – diesem Ansinnen verleiht „Epson – Exceed Your Vision“ Ausdruck. Für ihre herausragende Qualität, Funktionalität, Kompaktheit und Energieeffizienz genießen Produkte aus dem Hause Epson Weltruf. 90.701 Mitarbeitern in 120 Unternehmen rund um den Globus bilden ein Netzwerk, das stolz darauf ist, seinen Beitrag zum globalen Umweltschutz zu leisten und die Kommunen, in denen das Unternehmen Niederlassungen unterhält, aktiv mitzugestalten. Unter Führung der in Japan ansässigen Seiko Epson Corporation wies die Epson Gruppe im Geschäftsjahr 2005 einen Konzernumsatz von 1.549.5 Mrd. Yen (~10,86 Mrd. Euro) aus.

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