Handelsblatt prämiert „Das beste Wirtschaftsfoto 2006“

(PresseBox) (Düsseldorf, ) Das Handelsblatt, Deutschlands führende Wirtschafts- und Finanzzeitung, zeichnet heute Abend im Rahmen einer festlichen Gala auf der photokina in Köln die Gewinner des Wettbewerbes „Das beste Wirtschaftsfoto 2006“ aus. Sieger in diesem Jahr ist Thomas Pflaum, der mit dem ersten Preis für das Bild „Mercedes Benz-Museum“ ausgezeichnet wird. Den zweiten Platz belegt Julian Röder mit der Arbeit „Gipfeltreffen der G8-Staaten“, Platz drei geht für „Spiderman im Windkraftwerk“ an Paul Langrock, der bereits im vergangenen Jahr für seine Serie „Die Volkswagen AG“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet wurde. Mit einem einmaligen Sonderpreis wird die Arbeit „Kantinengespräche“ von Thomas Köhler prämiert. Das Handelsblatt verleiht den mit 10.000 Euro dotierten Preis bereits zum dritten Mal.

Mit dem Wettbewerb will das Handelsblatt Wirtschafts- und Finanzthemen stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit und der großen Fotografen rücken, um ihnen die Attraktivität und die eigene Bildsprache dieses Themenbereichs zu verdeutlichen.

„Der Wettbewerb soll eine Anregung für Profi-Fotografen sein, sich verstärkt mit dem Thema Wirtschaft auseinanderzusetzen“, so Albrecht Prinz von Croÿ, Geschäftsführender Redakteur des Handelsblatt. „Wirtschaft ist spannend, ungewöhnlich und facettenreich – das belegen die eingereichten Arbeiten deutlich. Ob Menschen aus dem Wirtschaftsleben, Architektur oder das Spannungsfeld dazwischen – jeder der ausgezeichneten Fotografen eröffnet einen neuen, ungewöhnlichen Blickwinkel auf das Thema.“

Eine unabhängige Jury aus renommierten Fotografen sowie Vertretern aus Un­ternehmen und Redaktionen hat ihre Wahl aus über 100 eingereichten Arbeiten getroffen. Der Sieger erhält 10.000 Euro in bar, zudem gibt es weitere Sachpreise für die Platzierten. Die Veranstaltung wird unterstützt durch die Koelnmesse und Hewlett-Packard Deutschland.

Die Preisträger

Thomas Pflaum (50) wird mit dem ersten Preis für die Fotografie „Mercedes Benz-Museum“ ausgezeichnet. „Das Bild fängt in beispielhafter Weise die enorme Dimension und Architektur des Museums einer Weltfirma ein. Gegenwart und Zukunft des Autos werden für den Betrachter wie durch eine Lupe plastisch“, begründet die Jury. Pflaum studierte in Dortmund und Bielefeld Fotodesign, seit 1983 ist er freiberuflicher Fotograf. In den 80er Jahren fotografierte er den Protest gegen Atomraketen und Atomkraftwerke. Dabei entstand die Reportage „Ziviler Widerstand. Mutlangen 1983-1987“. Seine Spezialität sind u.a. Farbreportagen über deutsche Regionen, veröffentlicht in „Lufthansa's Germany“. Für GEO arbeitete der gebürtige Braunschweiger an technisch-wissenschaftlichen Themen. Heute ist er sowohl für Magazine als auch für Unternehmen tätig und begleitet als langjähriges Projekt die Veränderungen im Ruhrgebiet.

Julian Röder (25) belegt mit dem Bild „Gipfeltreffen der G8-Staaten“ den zweiten Platz. Das Bild konnte die Jury überzeugen, weil es die acht wichtigsten Politiker der Welt in einem fast privaten Moment zeigt: „Nur der Fotograf war dabei. Dieses Foto zeigt Menschen, die plötzlich unter sich erscheinen, wo doch die ganze Welt nach St. Petersburg blickte.“ Der in Erfurt geborene Julian Röder absolvierte seine Ausbildung zum Fotografen bei der Agentur OSTKREUZ, bevor er 2003 mit dem Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig begann. Von 1998 bis 2001 war er Gewinner des Deutschen Jugendfotopreises. 2003 wurde er mit dem „Kodak Nachwuchsförderpreis“ ausgezeichnet. Seit 2004 ist Röder Juniormitglied bei OSTKREUZ. Zu seinen fotografischen Schwerpunkten zählen Jugendkulturen und die Anti-Globalisierungs-Bewegung. Röders Fotografien erschienen u.a. in GEOlino, GEO Spezial, NEON, Libération, Vogue (fr.), DIE ZEIT, Stern, 360° und Zitty.

Paul Langrock (51) erhält den dritten Preis für die Arbeit „Spiderman im Windkraftwerk“. „Der Fotograf zeigte so viel Mut wie sein Sujet“, erläutert die Jury. „Auch er musste das Windrad besteigen, um diese ungewöhnliche Aufnahme zu bekommen. Der Arbeiter wird scheinbar schwerelos gezeigt und verrichtet doch härteste Arbeit.“ Bereits im vergangenen Jahr wurde Paul Langrock beim Wettbewerb „Das beste Wirtschaftsfoto 2005“ für seine sechsteilige Serie zum Thema „Die Volkswagen AG“ mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Der Diplom-Psychologe ist seit 1985 als freischaffender Fotojournalist tätig, gehört zu den Gründern der Berliner Agentur ZENIT, jetzt auch vertreten durch die Kölner Agentur Laif . Zu seinen Arbeitsschwerpunkten zählen die Themen Wirtschaft und regenerative Energien. Langrock ist nationaler Preisträger bei den Fujifilm Europress Photoawards 2003. Er arbeitet u.a. für die Magazine Spiegel und Stern sowie für Greenpeace.

Sonderpreis:

Den einmaligen Sonderpreis des Wettbewerbes erhält Thomas Köhler für „Kantinengespräche“: „Wie die Schulbuben amüsieren sich in der Abfertigungshalle der Flugbereitschaft der Bundeswehr die Vorstandsvorsitzenden Jürgen Hamprecht (BASF), Klaus Peter Müller (Commerzbank), Josef Ackermann (Deutsche Bank) und Klaus Peter Mangold (BDI). Ein Wimpernschlag für den Fotografen, um diesen Moment nicht zu verpassen“, so die Jury. Köhler, 1976 in Freiburg geboren, gründete nach seinem Volontariat bei der dpa in Bonn und Berlin zunächst im Jahr 2001 die Fotoagentur phalanx gemeinsam mit Thomas Imo. Heute leitet er gemeinsam mit Thomas Imo und Ute Grabowsky die Agentur photothek.net.

Zu den Preisträgern des vergangenen Jahres gehörten neben Paul Langrock (1. Platz) Markus Steur (2. Platz), der für verschiedene Ansichten eines Reinraum-Laboratoriums ausgezeichnet wurde, sowie Christian Diehl (3. Platz). Er erhielt den Preis für seine Serie „Hochregallager und Sorter“.

Die Siegerfotos und Porträts der Preisträger stehen ab 28.9. unter www.vhb.de/... zum Download bereit.

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