Digitalkameras mit 10 Megapixeln im Vergleich

Sensorchip bestimmt die Bildqualität
c't-Ausgabe 21/2006 (PresseBox) (Hannover, ) Auch kompakte Digitalkameras haben jetzt die 10-Megapixel-Grenze überschritten.
Doch diese hohe Auflösung garantiert keine bessere Bildqualität als die ihrer Vorgänger mit 7 Megapixeln. Denn wichtiger als die Anzahl der Pixel ist die Größe des Sensorchips, so das Computermagazin c't in der aktuellen Ausgabe 21/06.

Lichtempfindlichkeit und Rauscharmut hängen vor allem von der Fläche des Sensors ab. Je größer die Sensorfläche, desto mehr Licht fällt aus dem Objektiv auf die Wandlerzellen, die es in ein elektrisches Signal umwandeln. Die kleinen Chips modischer Kompaktkameras können daher weniger Licht verarbeiten, wodurch Rauschen und Unschärfe das Bild beeinträchtigen.

Da sind Spiegelreflex-Modelle im Vorteil: Ihre Sensoren fangen rund 10 mal so viel Licht ein wie die kleineren Chips der Kompaktkameras; deshalb ist ihre Bildqualität bei gleicher Pixelanzahl nicht besser.

Wer sich dennoch eine möglichst kleine und preisgünstige Digitalkamera anschaffen möchte, sollte sich also nicht von immer höheren Pixelangaben blenden lassen. "Eine 10-Megapixel-Kamera erzeugt manchmal sogar mehr Bildrauschen als ein Modell mit 7 Megapixeln", erläutert c't-Redakteur Carsten Meyer. Manches gut ausgestattete Modell aus der Vorjahres-Kollektion schneidet im Vergleich mit den aktuellen Kameras nicht schlechter ab.

Hinweis für Hörfunkredaktionen:
Ein Radiobeitrag zu diesem Thema sowie O-Töne von c't-Redakteur Ulrich Hilgefort sind unter 05 11/2 79 15 60 beim c't-Hörfunk-Service abrufbar. Unter www.radioservice.de [4] steht das Angebot für akkreditierte Hörfunkredakteure auch im MP3-Format zum Download bereit.

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Anja Reupke
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