Der BPO-Markt in Europa fast gleich auf zu Amerika

(PresseBox) (Frankfurt, ) .

- Selektives Sourcing klarer Trend im BPO-Markt – in den letzten drei Jahren in Europa kein Sourcing-Vertrag über umfassende Prozesse oder ganze Unternehmensbereiche abgeschlossen
- FSO-Outsourcing (Financial Services Operations) und HRO (Human Resources Outsourcing) an der Spitze
- Trend in Richtung weniger Mega-Deals setzt sich auch im dritten Quartal fort

Nach den jüngsten Daten des aktuellen, vierteljährlichen Index von TPI, dem führenden Sourcing-Beratungsunternehmen, nahm die Zahl der im vergangenen Quartal abgeschlossenen BPO-Verträge in Europa deutlich zu. Sie stieg auf 27 Verträge im Vergleich zu 19 im zweiten Quartal 2006. Aufgeschlüsselt nach Regionen schließt Europa zu Amerika auf – und zwar mit einem Anteil von fast 46% des BPO-Gesamtvertragswertes im Vergleich zu fast 49% für ganz Amerika. Vor diesem Hintergrund gewinnt auch das HR-Outsourcing an Fahrt, dessen Gesamtvertragswert in Europa schon jetzt über dem des gesamten Jahres 2005 liegt.

Im Vergleich zum Rückgang der Mega-Deals ist beim BPO mit einem zweistelligen Wachstum zu rechnen. Erwartet wird ein Zuwachs von ungefähr 10% im Jahresvergleich aufgrund der hohen Zahl von Verträgen mit einem Wert von unter 25 Millionen $. Obwohl der Gesamtvertragswert niedriger war, verzeichnete BPO im dritten Quartal eine große Aktivität: 58 abgeschlossene Verträge, eine Steigerung um mehr als 23% im Vergleich zum vorigen Quartal, und über 26% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Wert der im dritten Quartal abgeschlossenen Verträge lag bei über 3,5 Milliarden €.

„Im dritten Quartal verzeichnete der BPO-Markt weltweit ein Wachstum, und Europa konnte zu Amerika aufschließen. Außerdem lässt sich beim BPO ein Trend in Richtung selektives (Single-Process) Sourcing feststellen. Bislang wurden 2006 weniger Multi-Process-Verträge über komplette Prozesse oder ganze Unternehmensbereiche abgeschlossen als in jedem der vergangenen drei Jahre – und keiner davon in Europa“, kommentiert Schäfer. „Und inzwischen mussten die Big Six der Anbieter einen Rückgang ihres BPO-Marktanteils von 40% auf 35% hinnehmen, vor allem aufgrund des breiteren Angebots an Service-Providern.“

Der führende Single-Process-Bereich dieses Jahres nach Umfang und Wert ist das FSO-Outsourcing (Financial Services Operations). Auch das Human Resources Outsourcing gewinnt weiter an Bedeutung und hat in Europa hinsichtlich des Gesamtvertragswertes bereits das Gesamtniveau des Jahres 2005 überstiegen.

„Der Trend in Richtung weniger Mega-Deals setzt sich fort, was sich vor allem in kürzeren Vertragslaufzeiten niederschlägt. Das haben unsere Daten im vorigen Quartal bereits prognostiziert. Hinzu kommt eine Kombination aus niedrigerem durchschnittlichen Gesamtvertragswert sowie kürzeren Vertragslaufzeiten und ein Rückgang beim durchschnittlichen Gesamtvertragswert von ITO-Verträgen. Letzteres hat ebenfalls deutlich zu diesem rückläufigen Trend beigetragen. Bislang weisen Verträge dieses Jahr einen tendenziell niedrigeren Gesamtvertragswert auf: 46% aller Verträge, die bislang in diesem Jahr abgeschlossen wurden, hatten einen Wert von 40 bis 79 Millionen Euro”, erläutert Bernd Schäfer, Partner und Area Managing Director, TPI Germany.

Die Analyse des bisherigen Verlaufs der Entwicklung auf dem breiteren Markt zeigt laut TPI, dass die Big Six 2006 weltweit mehr als 52% des Gesamtvertragswertes für sich verbuchen konnten – hier gibt es also eine Steigerung gegenüber den beiden Vorjahren. Diese Gruppe verzeichnete auch einen leichten Anstieg ihres Marktanteils in Europa, er stieg auf 36% im Vergleich zu 35% im Gesamtjahr 2005.

Die Big Five Europe verzeichnen gemessen am Gesamtvertragswert einen Verlust von Marktanteilen: von etwa 23% des weltweiten Marktes 2004 auf bislang ungefähr 15% 2006. Einen Großteil des Geschäfts scheinen sie mit europäischen Firmen zu machen. Der Marktanteil in Europa bleibt ungefähr auf dem Niveau der Jahre 2004 und 2005.

Ein Blick auf die weltweiten Anbieter zeigt, dass indische Service-Provider ihren Marktanteil (gemessen am Gesamtvertragswert) weiter ausbauen konnten: von knapp 1% 2004 auf etwas über 4% der Verträge im breiteren Markt für den bisherigen Jahresverlauf 2006. Ihr Anteil an den abgeschlossenen Verträgen stieg im selben Zeitraum von etwa 2% auf fast 8%.

Aktuelle und ältere TPI Index-Präsentationen finden Sie unter http://www.tpi.net/....

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