Laing warnt vor billigen Imitaten der DDC aus Fernost

Der schwäbische Pumpenspezialist produziert die Zirkulationspumpen DDC für Wasserkühlungen im Computer, die in die weltweit erste, serienmäßig produzierte wassergekühlte Workstation eingebaut wird.
(PresseBox) (Remseck, ) Nutzern eines Online-Auktionshauses wurde anstatt der versprochenen Laing DDC Wasserkühlungspumpe ein billiges Imitat geliefert. Die geprellten Käufer informierten daraufhin den mittelständischen Hersteller. Eine Überprüfung im Werk ergab, dass tatsächlich ein minderwertiges Produkt aus China aufgetaucht ist, dass auffallende äußerliche Ähnlichkeit mit dem Markenartikel aufweist.

"Vor allem sehr erfolgreiche Produkte werden heutzutage nachgebaut. Da wundert es einen kaum, dass jetzt unsere winzige Gleichstrompumpe DDC an der Reihe ist", erläutert Oliver Laing, einer der drei geschäftsführenden Brüder der Laing GmbH. Die Laing DDC hatte sich zuvor in kürzester Zeit einen führenden Platz im Markt verdient. Zahlreiche Auszeichnungen und Awards, darunter auch der Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg, zeichnen die Eigenschaften der Pumpe aus.

Das äußere Erscheinungsbild der DDC werde nachgeahmt, um sich die hohe Bekanntheit und das gute Image zunutze zu machen. Auf den zweiten Blick ließe sich die Imitation vom Original aber unterscheiden. Die Bauhöhe von nur 38mm des Originals wird mit einer Bauhöhe von 43mm des Imitats nicht erreicht, und es werden schwarze an Stelle weißer Schutzkappen verwendet. Auch sämtliche eingespritzten Angaben im Kunststoffgehäuse des Originals, wie drei Produktions-Zeitangaben, die Angabe des verwendeten Kunststoffes PPS-GF 40, oder der Schriftzug "Delphi" fehlen. Ob die Nachbauten notwendige Sicherheitsmechanismen serienmäßig beinhalten dürfe bezweifelt werden: die Eindrucke der CE-Zulassung für Europa oder der UL-Zulassung für Amerika fehlen ebenfalls. Der Schaden, den eine minderwertige Pumpe anrichten könne sei enorm. Die Imitate seien als potentiell gefährlich einzustufen. Im schlimmsten Falle könne ein Wasserschaden im Computer auftreten, und so nicht nur andere Hardware und Daten bis zur Unbrauchbarkeit beschädigen, sondern auch den Benutzer durch Kombination von Wasser und Strom ernsthaft gefährden. In der offiziellen Pressemitteilung wird auch auf die Herstellerseiten von Laing verwiesen, auf denen man erfährt wie die Originale von Imitaten unterschieden werden können.

Die Technik des Imitates ist grundsätzlich unterschiedlich: "Das elektronisch kommutierte Kugelmotorprinzip unserer DDC scheint für Nachahmer eine noch zu hohe Hürde zu sein.", so Oliver Laing weiter. Die Nachahmung verwende ein Pumpenprinzip, dass sich deutlich vom Original unterscheide. Wohl um sicher zu gehen, dass der ahnungslose Kunde den Unterschied nicht bemerkt, ist das Imitat vernietet und voll vergossen, während das Original geöffnet werden kann. Auch deswegen will das mittelständische Unternehmen einem drohenden Imageschaden vorbeugen. Die mangelhafte Qualität des Imitates, die deutlich schlechtere Förderleistung, Sicherheitsmängel und vor allem die stetig steigende Lautstärke sollen nicht irrtümlich dem Originalprodukt zugeschrieben werden. Laing betonte, dass man Hersteller und Händler dieser Imitationen ins Visier nehmen werde. Man behalte sich rechtliche Schritte vor.

Der Hersteller empfiehlt, die Pumpe nur aus seriösen und etablierten Quellen zu beziehen. Nur Originalqualität biete Sicherheit, habe aber auch ihren Preis. Zur Vorsicht wird bei zweifelhaften Verkäufern oder bei Angeboten extrem unter Preis gemahnt. Das sei ein sicheres Zeichen für Imitate.

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