Kabelnetzbetreiber mit Triple Play gut für Infrastrukturwettbewerb aufgestellt

Dritter Leadership Summit der Cable Holding SàRL und des Deutschen Kabelverbandes
DKV_Logo (PresseBox) (Luxemburg, ) .
- Hochrangige Vertreter der Kabelindustrie diskutierten mit hochkarätigen Referenten über den zukünftigen Wettbewerb der Infrastrukturen
- Breitband-Internet und -Telefon bieten enormes Wachstumspotenzial für Kabelunternehmen
- Rüttger Keienburg: „Regulierung muss Wettbewerb der Infrastrukturen fördern statt alte Marktmodelle festzuschreiben“

Die großen Kabelunternehmen sind gut aufgestellt für den Wettbewerb der Infrastrukturen und insbesondere gegenüber den DSL-Anbietern. Dies ist das Fazit des dritten Leadership Summits der Cable Holding SàRL und des Deutschen Kabelverbandes in Luxemburg zu dem Thema „Wettbewerb der Infrastrukturen“. Eine Runde hochrangiger Vertreter der Kabelindustrie diskutierte mit hochkarätigen Referenten über die zukünftige Entwicklung der Infrastrukturen Satellit, Kabel, DSL und Mobil-TV. Während Mobil-TV eher als Ergänzung zur bisherigen Nutzung des Fernsehens zu sehen ist und sich der Satellit im Bereich Breitband-Internet eher auf Nischenmärkte konzentriert, ist das Kabel für alle drei Bereiche des Triple Play gut aufgestellt.

Für IPTV über DSL ist der deutsche Markt ein schwieriger Markt, da bereits ein Großteil aller Haushalte entweder über Kabel oder Satellit mit einer Vielzahl an Programmen versorgt wird. Neue Angebote müssen daher einen deutlichen Mehrwert für den Kunden bieten. Umgekehrt ist das aufgerüstete Kabel genau wie eine DSL-Leitung in der Lage seinen Kunden IPTV-Produkte anzubieten. Umso wichtiger wird es zukünftig sein, die Veränderungen der Kundenbedürfnisse, die sich aus dem Wandel vom passiven Fernsehkonsum zum aktiven Nachfrager interaktiver Inhalte ergeben, zu erkennen und durch entsprechende Angebote zu befriedigen. Der Kunde wird letztendlich am meisten vom Wettbewerb der Infrastrukturen profitieren.

Umgekehrt bietet die Möglichkeit, alle Dienste über eine Infrastruktur anzubieten, gerade für die Kabelunternehmen die größten Wachstumsmöglichkeiten. Christoph Wahl, Sprecher der Geschäftsführung von Kabel Deutschland führte aus, dass der nach wie vor dynamisch wachsende Breitbandmarkt Kabelunternehmen die Chance bietet, neue Wachstumsmärkte außerhalb ihres angestammten Geschäftsfeldes zu erschließen. Dies ist auch im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland, da Deutschland im internationalen Vergleich bei der Breitbandpenetration nach wie vor stark hinter führenden Nationen wie den Niederlanden, der Schweiz oder auch den USA zurückliegt. Während in diesen Ländern seit Jahren ein Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel und DSL herrscht, nimmt diese Entwicklung in Deutschland gerade erst Fahrt auf. Das Kabel kann hier in den nächsten Jahren einen deutlichen Beitrag zur Breitbandentwicklung zeigen. Möglich wird dies unter anderem durch eine aggressive Preisgestaltung, die Kabel Deutschland, Kabel BW und Unity Media bislang den Dauerplatz als Testsieger bei Preis-/Leistungsvergleichen der Fach- und Verbrauchermedien sichert. Zugleich investieren die Kabelnetzbetreiber weiterhin massiv in ihren Netzausbau und greifen die DSL-Provider zunehmend auch außerhalb der Ballungsräume an.

„Die sinkenden Preise bei Breitband-Internetverbindungen zeigen, dass das Kabel in Deutschland einen echten Infrastrukturwettbewerb in Gang bringt“, kommentiert Rüttger Keienburg, Präsident des Deutschen Kabelverbands in Berlin. „Auf diese Weise wird schnelles Internet erstmals für breite Verbraucherschichten erschwinglich. Die Kabelnetzbetreiber wollen diesen Wettbewerb auch mit
Triple Play-Angeboten verschärfen und so den Zugang des Bürgers in die digitale Welt ebnen.“

Rüttger Keienburg erneuerte in Luxemburg die Forderung der deutschen Kabelnetzbetreiber nach einer infrastrukturneutralen Regulierung, die ein positives Klima für weitere Investitionen und somit den Infrastrukturwettbewerb fördert: „Die Kabelnetzbetreiber stellen sich der realen digitalen Wettbewerbsituation von 2007, während die Rahmenbedingungen, aber auch der Blickwinkel von Regulierung und Politik größtenteils unverändert auf den analogen Fernsehempfang der Achtzigerjahre gerichtet bleiben. Es geht heute nicht mehr nur um Fernsehen, sondern um den Zugang des Verbrauchers zu Triple Play. Hier stehen Politik und Regulierung in der Verantwortung, den Kabelnetzbetreibern als Initiatoren des Infrastrukturwettbewerbs mehr Bewegungsfreiheit und mehr Planungssicherheit für weitere Investitionen zu ermöglichen.“


Verbraucherinformationen zu Internet und Telefon aus dem Kabel:
www.kabelinternet.de

Kontakt

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Friedrichstr. 149
D-10117 Berlin
Dr. Ralf Heublein
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Geschäftsführer
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