Kabelnetzbetreiber verdreifachen Zahl der Breitband-Internetanschlüsse

Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel und DSL nimmt weiter Fahrt auf
Deutscher Kabelverband e.V. (PresseBox) (Berlin, ) .
- Überproportionales Wachstum der deutschen Kabelnetzbetreiber mit Breitband-Internet und -Telefon – Motor des Wettbewerbs und sinkender Internet-Preise
- Rekordinvestitionen in Höhe von über 500 Millionen Euro für den Ausbau von Triple Play in 2007 angekündigt
- Kabelnetzbetreiber ermöglichen Zugang zu echtem Breitband für breite Verbraucherschichten insbesondere auch außerhalb der Ballungsgebiete
- Rüttger Keienburg: „Regulierung muss das Entstehen des Infrastrukturwettbewerbs unterstützen und Refinanzierung der Investitionen erlauben“

Der Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabelnetzbetreibern und DSL-Anbietern kommt in Fahrt: Die Mitglieder des Deutschen Kabelverbands haben im Jahr 2006 die Zahl ihrer Breitband-Internetanschlüsse von 114.000 auf 390.000 mehr als verdreifacht und die Zahl der Telefonkunden im selben Zeitraum von 63.000 auf 293.000 nahezu verfünffacht. Auch die Anzahl der Pay TV-Kunden wurde in 2006 von 575.000 Kunden auf 1.234.000 mehr als verdoppelt. Die Verbandsunternehmen Kabel Deutschland, Kabel BW (Baden-Württemberg) und Unity Media mit den Netzen in Hessen (iesy) und NRW (ish) melden in ihren jüngsten Quartals- und Jahresberichten Wachstumsraten für Kabel-Internet, -Telefon und Pay TV, die sich deutlich überproportional zum Gesamtmarkt bzw. DSL-Wettbewerb entwickeln.

Auch für das laufende Jahr haben sich die Kabelunternehmen viel vorgenommen. So sollen die Investitionen in Netzausbau und die Einführung von Triple Play gegenüber dem letzten Jahr nochmals deutlich gesteigert werden. Derzeit haben rund 13,5 Millionen Haushalte, das sind rund die Hälfte aller Kabelhaushalte in Deutschland, Zugang zu Breitband-Internet und -Telefon aus dem Kabel. Bis Jahresende sollen es über 19 Millionen Haushalte sein. Nach dem Rekordjahr 2006 mit Investitionen von rund 365 Millionen Euro steigern Kabel Deutschland, Kabel BW und Unity Media ihre Investitionen in 2007 mit 512 Millionen Euro auf über eine halbe Milliarde Euro. Dr. Ralf Heublein, Geschäftsführer des Deutschen Kabelverbandes: „Mit einem Investitionsanteil von über 25 Prozent vom Umsatz liegen unsere Mitgliedsunternehmen deutlich vor anderen Telekommunikationsunternehmen im Festnetzbereich und leisten einen hohen Beitrag zur weiteren Entwicklung des Wissens- und Wirtschaftsstandorts Deutschland.“

Die Kabelnetzbetreiber nutzen dabei die technischen Systemvorteile des Kabels, um den Wettbewerb mit den DSL-Anbietern anzuheizen: Dazu gehört die systemtypische Stabilität und Sicherheit der Verbindung, vor allem aber die enormen Leistungsreserven, die im ausgebauten Netz deutlich über zwei Gigabyte/s liegen. Dies ermöglicht unter anderem eine aggressive Preisgestaltung, die Kabel Deutschland, Kabel BW und Unity Media bislang einen Dauerplatz als Testsieger bei Preis-/Leistungsvergleichen der Fach- und Verbrauchermedien sichert.

Die Kabelunternehmen sind zunehmend auch in Gebieten aktiv, in denen Breitband über DSL entweder gar nicht oder nur mit reduzierten Bandbreiten verfügbar ist. Dabei spielt das Kabel seinen technischen Vorteil gegenüber DSL aus, da anders als bei DSL die dem Endkunden zur Verfügung stehende Bandbreite nicht mit der Entfernung zwischen dem Haushalt und der Kopfstelle abnimmt. Jeder an ein aufgerüstetes Kabel angeschlossene Kunde kann, unabhängig von seiner Lage, den Service in gleicher Qualität in Anspruch nehmen. Dies verschafft dem Kabel insbesondere in Flächenstaaten wie Bayern oder Baden-Württemberg einen deutlichen Wettbewerbsvorteil.

„Die sinkenden Preise bei Breitband-Internetverbindungen zeigen, dass das Kabel erstmals in Deutschland einen echten Infrastrukturwettbewerb in Gang bringt. Durch diesen Wettbewerb wird schnelles Internet erstmals für breite Verbraucherschichten erschwinglich. Damit leistet das Kabel einen wichtigen gesamtwirtschaftlichen Beitrag. Dieser könnte allerdings noch größer sein, wenn die Zersplitterung der Kabelnetze in verschiedene Netzebenen nicht die Entwicklung des Kabels behindern würde“, kommentiert Rüttger Keienburg, Präsident des Deutschen Kabelverbands in Berlin.

Rüttger Keienburg erneuert die Forderung der deutschen Kabelnetzbetreiber nach einer infrastrukturneutralen Regulierung, die ein positives Klima für weitere Investitionen und somit den Infrastrukturwettbewerb fördert: „Die Kabelnetzbetreiber stellen sich der realen digitalen Wettbewerbsituation von 2007, während die Rahmenbedingungen, aber auch der Blickwinkel von Regulierung und Politik größtenteils unverändert auf den analogen Fernsehempfang der Achtzigerjahre gerichtet bleiben. Es geht heute längst um mehr als um Fernsehen, sondern um den Zugang des Verbrauchers zu Triple Play. Hier stehen Politik und Regulierung in der Verantwortung, den Kabelnetzbetreibern als Initiatoren des Infrastrukturwettbewerbs mehr Bewegungsfreiheit und damit Planungssicherheit zu ermöglichen.“

Verbraucherinformationen zu Internet und Telefon aus dem Kabel:
www.kabelinternet.de

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Friedrichstr. 149
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Dr. Ralf Heublein
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Geschäftsführer
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