Mobilität für morgen

(PresseBox) (Stuttgart, ) Wolfgang Rose, Vorsitzender des ACE Auto Club Europa,
hat sich in einem Pressegespräch "zwischen den Jahren" zu verkehrspolitischen Fragen geäußert. Er sagte unter anderem:

"Angesichts der Vielzahl großer Herausforderungen, droht die Verkehrspolitik in nächster Zeit mehr und mehr an den Rand gedrängt zu werden. Begründete Forderungen zum Erhalt und Ausbau des Verkehrswegenetzes werden schon heute von der Finanzpolitik entweder ignoriert, im Verteilungskonflikt abgewürgt oder durch unausgegorene Vorschläge zur Einführung einer Pkw-Maut in Misskredit gebracht. Das ist ein Verhängnis, weil sich Deutschland eine Vernachlässigung der verkehrspolitischen Aufgaben weder im Bund, noch in den Ländern und Gemeinden leisten kann.

Es fehlt derzeit an Perspektive und Orientierung für ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept. Was wir aber brauchen, ist ein Masterplan Mobilität unter Einbeziehung von Straße, Schiene, Wasserwege und Luftverkehr.

Noch verfügt Deutschland aufgrund seiner bereits vor Jahrzehnten entwickelten Verkehrsinfrastruktur über gewisse Standortvorteile. Wer jetzt aber endlos über Pkw-Maut streitet, Mobilität zu Lasten der Nutzer verteuert und den volkswirtschaftlichen Schaden von Dauerstaus weiter hinnimmt, liefert den Wettberbern im Globalisierungsprozess eine Steilvorlage und begibt sich selbst auf die Verliererstraße.

Der Verfall vieler Verkehrswege scheint jedenfalls unabwendbar, solange die Politik es versäumt, die Kluft zwischen rasantem Verkehrswachstum etwa im Bereich der Metropolen und Tangenten einerseits und dem verhaltenen Tempo von verkehrspolitischen Entscheidungen andererseits zu schließen. Doch eine Pkw-Maut wird in dieser Legislaturperiode gewiss nicht eingeführt und ist danach auch nur unter der Bedingung vorstellbar, dass Autofahrer hierzulande unterm Strich von zusätzlichen Belastungen verschont bleiben.

Wir müssen im Interesse einer auch in Zukunft mobilen Gesellschaft neue Wege gehen, Wege der Modernisierung. Wir brauchen eine Kursbestimmung, die ausgerichtet ist auf ein nachhaltiges, effizientes und soziales Verkehrssystem. Verkehrspolitik heute muss Konzepte liefern, die sich auch noch in 30 Jahren als tragfähig und bedarfsgerecht erweisen.
Der Ehrgeiz nicht nur von Verkehrspolitkern sondern aller Akteure im Verkehr sollte folglich darin bestehen, sich auf ein Leitbild zu verständigen, in dem Deutschland die Vision einer humanen, umweltverträglichen und wirtschaftlich effizienten Verkehrswelt verkörpert. Was in diesem Sinne gemeinsam anzupacken ist, lässt sich gut an einem runden Tisch sondieren und verabreden.

Wir wollen schneller als andere Ziele erreichen wie

- den größten Abbau der Verkehrsopferahlen durch wirksame Unfallverhütung,
- eine spürsame Reduzierung von Staus im Straßenverkehr,
- den Aufbau von modernem Mobilitätsmanagement auch in Betrieben und Verwaltungen
- die effektivste Verkehrswegeorganisation samt Verkehrsmittelwahl, besonders in Ballungszentren,
- den Bau von attraktiven Autos, die bestes Beispiel geben für Sicherheit, Sparsamkeit und Umweltverträglichkeit,
- die Entwicklung des erfolgreichsten Logistikstandorts in Europa insbesondere auf dem Gebiet des kombinierten Güterverkehrs und
- ein zukunftstaugliches Finanzierungskonzept für Investitionen im Verkehrssektor."

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