Schavan: Mathematik braucht hohen Stellenwert im Bildungskanon

Sieger im Bundeswettbewerb Mathematik gekürt
(PresseBox) (Berlin, ) "Mathematik muss, ebenso wie die Naturwissenschaften, fester Bestandteil des Abiturs und des Bildungskanons sein." Das forderte Bundesbildungsministerin Annette Schavan am Dienstag in Berlin. "Es ist wichtig, dass wir Jugendliche für diese Fächer begeistern und ihnen die Bedeutung für unsere Gesellschaft vermitteln. Es ist ebenso wichtig, dass sie verbindlich solide Grundlagen in diesen Fächern erhalten."

Ein gutes Vorbild dafür sind die Siegerinnen und Sieger des Bundeswettbewerb Mathematik, die heute in Hannover ausgezeichnet wurden. Unter den 20 Mathe-Assen des Schuljahres 2006/2007 sind dieses Jahr 11 Schülerinnen und Schüler, die bereits zum wiederholten Male einen Bundessieg erringen konnten. Dieser Erfolg wird belohnt mit der Aufnahme in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes zu Beginn des Studiums.

Schavan betonte, man müsse alles dafür tun, junge Talente in Deutschland zu fördern: "Die Kreativität junger Menschen, ihr Ideenreichtum und ihr Fleiß bilden einen wesentlichen Teil unseres gesellschaftlichen Reichtums. Deshalb liegt uns die Förderung begabter junger Menschen am Herzen." Insgesamt sind die Ausgaben des Bundes für die Begabtenförderung seit 2005 um 22 Millionen Euro auf rund 121 Millionen Euro im Jahr 2007 gestiegen.

Um die gesellschaftliche Bedeutung der Mathematik noch mehr in den Fokus zu stellen, hat Bundesministerin Schavan das Wissenschaftsjahr 2008 als Jahr der Mathematik ausgerufen. Im Zentrum sollen sowohl die spezifischen Arbeitsweisen dieser Wissenschaft wie beispielsweise das Strukturieren und Abstrahieren stehen. Es wird aber auch um die vielfältigen Anwendungsgebiete der Mathematik gehen, die bis in modernste Hightech-Produkte zu finden sind.

Der Bundeswettbewerb Mathematik ist einer der traditionsreichsten Leistungswettbewerbe in Deutschland. Er soll Schülerinnen und Schüler zur intensiven Beschäftigung mit mathematischen Problemen anregen und sie ermutigen, über den Schulunterricht hinaus besondere Kenntnisse und Fähigkeiten auf dem Gebiet der Mathematik zu entwickeln. Dabei ist insbesondere das Verständnis für komplexe Systeme eine wichtige Voraussetzung.

Die Bundessiegerinnen und -sieger 2007:

Bertram Arnold, Halle/Saale
Hanno Becker, Bonn
Anne Fernengel, Kleinostheim, dreimalige Bundessiegerin
Friedrich Feuerstein, Heidelberg, fünfmaliger Bundessieger
Darij Grinberg, Karlsruhe, viermaliger Bundessieger
Felix Günther, Berlin
Fabian Gundlach, München
Daniel Harrer, Wenzenbach, dreimaliger Bundessieger
Philipp Hülsdunk, Schmitten, zweimaliger Bundessieger
Timo Keller, Bonn
Lars Kühne, Weil am Rhein, zweimaliger Bundessieger
Fabian Langholf, Bonn, zweimaliger Bundessieger
David Meißner, Everswinkel
Michael Müller, Freiburg i. Br., zweimaliger Bundessieger
Momsen Reincke, München, zweimaliger Bundessieger
Moritz Rodenhausen, Kiel
Christian Sattler, München
Lisa Sauermann, Dresden
Peter Scholze, Berlin, viermaliger Bundessieger
Dominik Wrazidlo, Wiesloch, dreimaliger Bundessieger

Bundesweit beteiligten sich 1.579 Schülerinnen und Schüler, darunter 435 Mädchen, an dem Wettbewerb, der vom Verein Bildung und Begabung e.V. getragen wird und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht.

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb Mathematik finden Sie im Internet unter www.bundeswettbewerb-mathematik.de bzw. www.bildung-und-begabung.de

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