Energiepolitik ohne Atom

VERBRAUCHER INITIATIVE fordert Stromsparfonds und rät zu Ökostrom
(PresseBox) (Berlin, ) Anlässlich des Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl fordert die VERBRAUCHER INITIATIVE eine Energieversorgung ohne Atomstrom. Die von den Energiekonzernen angezettelte Debatte um die Laufzeitverlängerung dürfe nicht länger ablenken von den Zukunftsthemen Klimaschutz und Verbraucherrechte.

Ungeachtet des Atomausstiegs komme in Deutschland immer noch knapp ein Drittel des Stroms aus Atomkraftwerken. Bis der letzte Reaktor vom Netz geht, werde sich die Menge an Atommüll gegenüber heute annähernd verdoppeln. „Angesichts der ungelösten Frage der Endlagerung ist dieser Weg gegenüber künftigen Generationen unverantwortlich“, so Ralf Schmidt-Pleschka, Energieexperte der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Der Energiemarkt stehe heute vor neuen Herausforderungen. Die Verminderung des Kohlendioxidausstoßes stocke in Deutschland seit Jahren. Die Bestrebungen der Energiekonzerne, Atomstrom ausgerechnet durch den massiven Neubau klimaschädlicher Kohlekraftwerke zu ersetzen, zeuge von einer „unerträglichen Ignoranz“. Der Bundesverband rät Verbrauchern, deshalb auf Ökostrom umzusteigen.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE fordert die Bundesregierung auf, endlich für die Erhöhung der Stromeffizienz aktiv zu werden. Seit 1990 ist der Stromverbrauch in Privathaushalten um 20 Prozent gestiegen. „An die Stelle von Appellen an die Verbraucher müssen ein Stromsparfonds und klare Vorgaben für den Stromverbrauch von Geräten treten“, so Schmidt-Pleschka.

Die VERBRAUCHER INITIATIVE bietet im Internet kostenlose Informationen und Tipps zum Wechsel des Stromversorgers, zu Ökostrom und zum Energiesparen unter www.verbraucher.org.

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