SAP verbessert signifikant operative Marge im dritten Quartal 2002

(PresseBox) () Walldorf, 17.10.2002. Die SAP AG, weltweiter Marktführer für E-Business-Softwarelösungen, hat heute das Ergebnis für das am 30. September endende dritte Quartal und die ersten neun Monate des Jahres 2002 veröffentlicht. Das operative Ergebnis für das dritte Quartal stieg signifikant auf 336 Mio. Euro (2001: 159 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen) verbesserte sich ebenfalls deutlich im Vergleich zur Vorjahresperiode auf 316 Mio. Euro (2001: 201 Mio. Euro). Die Marge beim operativen Ergebnis (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen) verbesserte sich ebenfalls erheblich im dritten Quartal 2002 auf 19 % (2001: 12 %).

Im dritten Quartal 2002 erhöhte sich der Umsatz leicht im Vergleich zum Vorjahresquartal und lag bei 1,7 Mrd. Euro (2001: 1,65 Mrd. Euro). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz um 10 % gegenüber dem dritten Quartal 2001 gestiegen. Das Ergebnis nach EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) belief sich auf 390 Mio. Euro (2001: 235 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis für das dritte Quartal 2002 stieg auf 202 Mio. Euro (2001: 37 Mio. Euro). Das entsprechende Ergebnis je Aktie betrug 0,65 Euro (2001: 0,12 Euro). Ohne Berücksichtigung außerordentlicher Erträge, Kosten für Akquisitionen und Abschreibungen auf Minderheitsbeteiligungen (einschließlich Commerce One) betrug das Konzernergebnis für das dritte Quartal 228 Mio. Euro (2001: 86 Mio. Euro) oder 0,73 Euro pro Aktie (2001: 0,27 Euro).

"Die überlegene technologische Plattform der SAP, bestehend aus SAP Enterprise Portal, Business Intelligence und der Exchange-Infrastruktur, in Kombination mit unseren marktführenden Geschäftsanwendungen und Dienstleistungen waren der Auslöser für die vielen strategischen Kundenprojekte, die wir im dritten Quartal abschließen konnten," sagte Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP AG. "Dies offenbart früher als erwartet, wie sich die technologiegetriebenen Investments in TopTier und unsere Partnerschaft mit CommerceOne durch Kundenerfolg auszahlen."

Die Umsätze in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) stiegen im dritten Quartal um 9 % auf 913 Mio. Euro (2001: 841 Mio. Euro). Trotz der Bedenken über die schwache wirtschaftliche Lage in Europa ist die Region EMEA traditionell einer der größten Umsatzträger für die SAP und das Unternehmen erwartet, dass sich dieser Trend fortsetzt. Die Region Amerika verzeichnete einen Umsatzrückgang um 4 % auf 586 Mio. Euro (2001: 613 Mio. Euro). Ohne Berücksichtigung der Währungseinflüsse wäre der Umsatz jedoch um 11 % gestiegen. Obwohl der Umsatz in der Region Amerika zurück ging, ist die SAP zufrieden mit diesem Ergebnis und es scheint, dass sich die Region stabilisiert hat. Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik (APA) erhöhten sich um 4 % auf 203 Mio. Euro (2001: 195 Mio. Euro).

Der Produktumsatz erreichte im dritten Quartal 1,04 Mrd. Euro (2001: 995 Mio. Euro). Der Lizenzumsatz betrug 435 Mio. Euro (2001: 447 Mio. Euro). Der Beratungsumsatz belief sich auf 545 Mio. Euro (2001: 524 Mio. Euro), und die Schulungserlöse lagen bei 97 Mio. Euro (2001: 113 Mio. Euro). Die Zahl der Mitarbeiter umgerechnet in Vollzeitbeschäftigte ist per 30. September um 2 % auf 28.909 gegenüber dem 30. Juni 2002 gesunken.

Mit mySAP CRM (Customer Relationship Management) erzielte die SAP AG einen Softwareumsatz von rund 93 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 19 % gegenüber der Vorjahresperiode (78 Mio. Euro) und einem Anteil von 21 % am Softwareumsatz insgesamt. Der Softwareumsatz mit mySAP SCM (Supply Chain Management) sank um 3 % auf 95 Mio. Euro (2001: 98 Mio. Euro) und beträgt damit 22 % des gesamten Softwareumsatzes. Bei den Umsatzzahlen wurden sowohl die Softwareumsätze aus Verträgen für einzelne Lösungen sowie aus Verträgen für integrierte Komplettlösungen berücksichtigt. Die Zuordnung der Umsätze aus Komplettlösungen basiert auf Erhebungen zur geplanten Verwendung der Softwarelizenzen.

"Auch in einem unruhigen ökonomischen Umfeld tätigen Unternehmen beträchtliche und langfristig ausgerichtete Investitionen in Software. Zugleich fordern sie flexible und umfassende Lösungen wie SAP sie anbietet", sagte Henning Kagermann, Vorstandssprecher der SAP AG. "SAP ist eindeutiger Marktführer und wird dies auch bei der Weiterentwicklung des Angebots entlang der IT-Wertschöpfungskette bleiben. Wir sind fest davon überzeugt, dass unser Lösungsangebot in unserer Branche einzigartig ist. Kein anderer Wettbewerber kann die Rolle als vertrauensvoller Partner der Unternehmen über den gesamten Lebenszyklus der Softwarelösungen hinweg so annehmen wie SAP."

Als Zeichen des Vertrauens in das eigene Unternehmen gab die SAP bekannt, dass sie ihr Aktienrückkaufprogramm fortsetzt. Das Unternehmen plant, in den nächsten Monaten Aktien im Wert von rund 100 Mio. Euro zurückzukaufen. In diesem Jahr hat die SAP bisher Aktien im Wert von 250 Mio. Euro zurück gekauft. Wie in der Vergangenheit wird das Unternehmen weitere Aktien im Einklang mit allen Gesetzen und Vorschriften und insbesondere kursschonend zurückkaufen.

Ergebnis der ersten neun Monate 2002
In den ersten neun Monaten des Jahres 2002 stiegen die Umsatzerlöse um 2 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,14 Mrd. Euro (2001: 5,03 Mrd. Euro). Das operative Ergebnis (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten von aktienbezogenen Vergütungsprogrammen und akquisitionsbezogenen Aufwendungen) lag bei 877 Mio. Euro (2001: 858 Mio. Euro). Die Lizenzumsätze sanken in den ersten neun Monaten des Jahres 2002 um 14 % auf 1,33 Mrd. Euro (2001: 1,55 Mrd. Euro). Die Beratungsumsätze stiegen auf 1,63 Mrd. Euro (2001: 1,51 Mrd. Euro), und die Schulungserlöse lagen bei 322 Mio. Euro (2001: 349 Mio. Euro). Die Umsätze in der Region Asien/Pazifik (APA) stiegen in diesem Zeitraum um 1 % auf 597 Mio. Euro (2001: 593 Mio. Euro) und in der Region EMEA (Europa, Naher Osten und Afrika) erhöhten sich die Umsätze um 7 % auf 2,78 Mrd. Euro (2001: 2,6 Mrd. Euro). Die Umsätze in der Region Amerika gaben um 4 % auf 1,77 Mrd. Euro (2001: 1,83 Mrd. Euro) nach.

Ausblick
Die SAP hatte angekündigt, Kosten zu reduzieren und Ressourcen effizient einzusetzen, um sich an das langfristige Investitionsverhalten der Kunden in IT anzupassen. Das Unternehmen hat bisher die Maßnahmen zum Einsparen von Kosten und zur Steigerung der Effizienz erfolgreich umgesetzt. Darüber hinaus ist die Auftragspipeline weiterhin sehr gut und die SAP geht von weiteren Marktanteilsgewinnen aus. Jedoch ist die allgemeine politische und wirtschaftliche Lage gegenwärtig nicht prognostizierbar. Aus diesem Grund ist es schwierig, Umsatzprognosen abzugeben. Deshalb hat die SAP ihre ursprüngliche Umsatzprognose für 2002 zurück genommen und wird zum jetzigen Zeitpunkt keine Umsatzprognose geben. Die SAP geht davon aus, dass sich die operative Marge (ohne Berücksichtigung der anteiligen Kosten für aktienbezogene Vergütungsprogramme sowie akquisitionsbedingter Aufwendungen) im Jahr 2002 um mindestens einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahreswert von 20 % verbessern wird, selbst wenn die Umsätze in 2002 in Höhe der Vorjahresumsätze liegen werden.

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