Pflanzenölkraftwerk Treffurt läuft im Probebetrieb

Emissionswerte der Anlage werden geprüft und eingestellt
(PresseBox) (Münster, ) Der Umbau des ehemaligen Heizkraftwerks Treffurt in ein modernes Pflanzenölkraftwerk ist in eine entscheidende Phase getreten: Nach dem Bau einer neuen Maschinenhalle und der Umrüstung der Kraftwerksmotoren läuft die Anlage nun im Probebetrieb. Sowohl die Motoren als auch alle elektrischen und thermischen Prozesse werden derzeit eingestellt und geregelt, um einen reibungslosen und emissionsarmen Kraftwerksbetrieb zu gewährleisten.

In der vierwöchigen Probephase läuft das Kraftwerk im 24-Stundenbetrieb. Alle Funktionen sollen unter hohen Leistungsbedingungen getestet und eingerichtet werden, wie Hans Lösche, örtlicher Projektleiter der UR Power Bioenergie Treffurt GmbH, dazu erläutert. Schließlich müsse das Kraftwerk im Dauerbetrieb gerade die Spitzenlasten problemlos bewältigen können.
2,6 MW Leistung wird das neue Pflanzenölkraftwerk erbringen und damit 104 Haushalte, 25 Gewerbe- und drei Industriebetriebe mit Wärme versorgen. Dank der umweltfreundlichen Technik sollen in Treffurt künftig 10.500 t weniger klimaschädliches CO2 in die Atmosphäre abgegeben werden.
Um dies zu gewährleisten führt die Kraftwerksleitung umfangreiche Tests durch. Das elektrische Einspeisungssystem und die Stromzuleitung zum E-Werk Wanfried werden eingerichtet und geprüft. Auch die Wärmezuleitung an das Fernwärmenetz muss genau an bestehende Regelungskreise angepasst werden. „Wichtigstes Ziel dieses Probelauf ist jedoch die Einstellung der Motoren und damit die Geräuschdämmung“, betont Lösche.
Anwohner hatten sich vor rund einer Woche wegen der ungewohnten Motorengeräusche an die Kraftwerksleitung gewandt. Ihre Sorge: Der aktuelle Geräuschpegel könne den endgültigen Emissionswerten des Kraftwerks entsprechen. Hans Lösche konnte jedoch in einem ausführlichen Gespräch die Sachlage klären.
„Was die Anwohner zurzeit hören, sind Motoren im ungedämmten Zustand. Wir garantieren, dass die Geräusche nach der endgültigen Einstellung der Motoren wesentlich schwächer sein und die Umgebung nicht belasten werden.“ Denn nach Abschluss der Testphase wird ein sachverständiger Emissionsprüfer die Anlage komplett ausmessen. Nur wenn alle Emissionsquellen die staatlichen Auflagen zu 100 Prozent erfüllen, werde das Kraftwerk seinen Betrieb aufnehmen, versichert Lösche.
Er bittet daher die Anwohner noch um etwas Geduld. „Wir brauchen noch ca. zwei Wochen, bis alle Bereiche die optimalen Regelwerte aufweisen. Dann werden alle emissionsrelevanten Betriebsteile gedämmt sein.“ Bis dahin stehe er jederzeit für die Fragen der Anwohner zur Verfügung. „Und ich freue mich, wenn alle im Sommer zu unserem Tag der offenen Tür kommen“, so der Projektleiter. Dann könnten sich die Anwohner selbst ein Bild vom neuen Pflanzenölkraftwerk machen.


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