Innovativer Fahrzeughersteller optimiert Elektroauto mit SolidWorks

Neuer "Tango" beschleunigt wie ein Porsche und senkt die Verkehrsdichte
Der neue Tango passt dank seiner Breite von knapp einem Meter auch in die kleinste Parklücke (JPG, 326 KB, 1772 x 1329 Pixel) (PresseBox) (Haar, ) Man sagt, umweltfreundliche Autos seien "zahme" Fahrzeuge. Den Gegenbeweis liefert der Tango, ein neuer Zweisitzer mit Elektroantrieb. Das Fahrzeug von Commuter Cars ist ein optischer Blickfang, benötigt nur eine halbe Fahrspur und beschleunigt in vier Sekunden von Null auf über 95 Stundenkilometer. Zudem verringert der Tango die Verkehrsdichte und löst damit ein Problem, dem die meisten alternativen Fahrzeuge nicht begegnen. Derzeit wird das Elektroauto mit der 3D-CAD-Software SolidWorks überarbeitet und optimiert. Für die Analyse nutzt Commuter Cars zudem die Software COSMOSWorks von SolidWorks, um Konstruktionen weiterzuentwickeln und zu testen und um deren Effizienz und Stabilität zu gewährleisten.

Laut einer Studie des Texas Transportation Institute aus dem Jahr 2002 kommt es in den Ballungsräumen der USA durch Staus oder stockenden Verkehr jährlich zu erheblichen Verlusten: 3,6 Milliarden Stunden schlagen alleine für Verspätungen zu Buche und die Kraftstoffverschwendung liegt bei 25,9 Milliarden Litern. Der neue Tango begegnet dieser Problematik. Er bietet Platz für zwei hintereinander sitzende Personen, vollzieht sichere Spurwechsel in kleinste Lücken, schlängelt sich durch zähfließenden Verkehr und beansprucht mit seiner Breite von knapp einem Meter nur ein Viertel des üblichen Parkraums. Der erste Tango wurde von George Clooney gekauft, der ihn regelmäßig in Südkalifornien fährt.

Commuter Cars ließ die Basiskonstruktion des Tango von einer Konstruktionsfirma erstellen, die Dateien aus verschiedenen CAD-Systemen lieferte. Laut Unternehmenspräsident Rick Woodbury, der sich das Konzept für das Auto während eines Staus in Los Angeles ausdachte, boten diese Dateien zwar eine gute Konstruktion, waren ansonsten jedoch ein einziges Durcheinander. Nach dem Tipp eines Lieferanten aus dem Blechbereich, die Dateien mit SolidWorks zu bereinigen, wurden die verstreuten Teiledateien in einwandfrei funktionierende Baugruppen zusammengefasst. Dadurch konnten Systeme des Tango, wie zum Beispiel die hochleistungsfähige Radaufhängung oder der Überrollschutz nach NASCAR-Kriterien, optimiert werden. Woodbury zufolge verfügt das Fahrzeug trotz seiner geringen Abmessungen über viele beeindruckende Sicherheitsmerkmale, wie etwa die Türen, die aus der vierfachen Stahlmenge wie die Türen der größten Geländewagen bestehen.

David Mounce, Maschinenbauingenieur bei Commuter Cars, kann Zeichnungen mit den 2D-Funktionen von SolidWorks fast zehnmal schneller als mit AutoCAD fertig stellen und lernt mit den SolidWorks Features täglich neue 3D-Funktionen kennen. "Mit der Umstellung von 2D auf die 3D-CAD-Software SolidWorks wird man häufiger angeregt, Dinge auszuprobieren oder zu optimieren", erläutert er. "Man konstruiert nicht mehr in schwarz-weiß und mit Zahlen, sondern kann das Produkt hin und her drehen, überprüfen oder hier und da ein wenig ändern. So entsteht am Ende auch ein besseres Produkt."

"Der Tango ist mehr als ein Fahrzeug mit alternativem Antrieb", sagt Rainer Gawlick, Vice President of Worldwide Marketing bei SolidWorks.
"In Zeiten, in denen Umweltressourcen kostbar sind, kann er unsere Lebensweise grundlegend verändern. Der Tango ist ein besseres Produkt für eine hoffentlich bessere Welt."

Commuter Cars fertigt den Tango maßgeschneidert zu einem Preis von 108.000 bis 148.000 US-Dollar, abhängig davon, ob Blei-,
Nickelmetallhydrid- oder Lithiumionenakkus verwendet werden. Die Serienfertigung soll starten, sobald die entsprechende Finanzierung gesichert ist. Je nach Batterie hat der Tango eine Reichweite von 80 bis 320 Kilometern.

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