Die Kultusminister sind gefragt!

VERBRAUCHER INITIATIVE zum Aktionsplan für Ernährung und Bewegung
(PresseBox) (Berlin, ) Mit den Eckpunkten „Gesunde Ernährung und Bewegung“ hat sich die Bundesregierung große Ziele gesetzt. Damit es nicht bei gut gemeinten, letztendlich aber wirkungslosen Absichtserklärungen bleibt, sind aus Sicht der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. vor allem die Kultusminister der Länder gefragt: Regelmäßige Bewegung sowie Ernährungs- und Verbraucherbildung gehören in die Schulen. Notwendig dafür sind bundeseinheitliche Standards.

Um langfristig die Ernährungs- und Bewegungssituation von Kindern und Jugendlichen zu verbessern, ist es mit Einzelprojekten nicht getan. Es ist an der Zeit, Ernährungswissen, Zubereitungsfertigkeiten und gesundheitsförderndes Verhalten konsequent in der Schule zu verankern. Sie ist der Ort, die Kindern unabhängig von ihren Elternhäusern Wissen, Fertigkeiten und Werte vermittelt. „Der Widerstand der Kultusministerkonferenz gegen ein Schulfach „Verbraucheralltag“ verwundert“, so Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der VERBRAUCHER INITIATIVE. „Wer darauf wartet, dass Kinder das Wissen über Lebensmittel und ihren Gesundheitsnutzen, die Fähigkeit, sich selbst gesunde Gerichte zuzubereiten oder ausreichend Bewegung allein aus ihren Familien erhalten, hat die Realität nicht verstanden.“

Weil gesundheits- und verantwortungsbewusstes Verhalten mehr braucht, als das Wissen über Lebensmittelinhaltsstoffe setzt sich die VERBRAUCHER INITIATIVE für ein Unterrichtsfach "Verbraucheralltag" in allen Schultypen und Jahrgängen ein. „Nur durch eine kontinuierliche Verbraucherbildung, die fest im (Schul-)Alltag verankert ist, haben alle Kinder die Chance, zu selbstbestimmten, starken Verbrauchern heranzuwachsen“, so der Bundesverband kritischer Verbraucherinnen und Verbraucher.

Überfällig sind auch verbindliche Standards für das Schulsponsoring durch Unternehmen und die Qualität von Unterrichtsmaterialien aus der Wirtschaft. Schulen werden mit Lehrmaterialien aus der Lebensmittelindustrie überschüttet, deren werbende Inhalte zum Teil deutlich hervortreten. Zugleich sind Lehrer nicht selten dankbar für die Gratis-Materialien, weil es den Schulen an Geld fehlt. „Verbindliche Standards und Qualitätskontrollen für Lehrmaterialien und Sponsoring aus der Wirtschaft und eine bessere finanzielle Ausstattung der Schulen sorgen dafür, dass Schüler nicht zu „Konsumtrotteln“ degradiert werden“, bekräftigt Georg Abel.

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