Europäisches Jugendmanifest - Jugendliche für ein rauchfreies Leben

Heute wurde das europäische Jugendmanifest von Vertretern der deutschen Jugenddelegation in Berlin vorgestellt und der Drogenbeauftragten der Bundesregierung sowie den nationalen Kooperationspartnern der HELP-Kampagne überreicht.
(PresseBox) (München, ) In Zusammenarbeit mit dem European Youth Forum initiierte die EU-Kampagne HELP einen europaweiten Meinungsaustausch europäischer Jugendlicher zum Thema Rauchen. Ziel der Konsultation der Jugendlichen bestand darin, ein europäisches Jugendmanifest zu erarbeiten, das die Ansichten junger Europäer zum Thema Rauchen zusammenfasst. Gleichzeitig sollten die Jugendlichen zum Nach-denken angeregt werden, was sie tun können, um auf sozialer, gesetzlicher und politischer Ebene etwas zu verändern.

Eine Webkampagne unterstützte den Start der Initiative. Über das Internet waren die Jugendlichen aufgerufen, ihre Ansichten auf einer eigens dafür konzipierten Webseite (www.youthandtobacco.com) zu äußern. Diese wurden von den Jugendvertretern in Diskussionsrunden, die in den einzelnen EU-Mitgliedsländern zum Manifest stattfanden, berücksichtigt.

Der Entstehungsprozess des Jugendmanifests erreichte seinen Höhepunkt im belgischen Louvain-la-Neuve. Über 200 Jugenddelegierte aus 25 EU-Mitgliedsstaaten trafen sich dort drei Tage lang zu einem intensiven Meinungsaustausch. Robert Madelin, Generaldirektor der GD Gesundheit und Verbraucherschutz, eröffnete die Konferenz mit einer Auftaktrede. Der Manifest-Marathon endete mit der Prüfung von nahezu 120 Änderungsanträgen, die heiß diskutiert wurden, bevor der endgültige Text verabschiedet werden konnte.

EU-Kommissar Markos Kyprianou erklärt: "Das groß angelegte Projekt 'European Youth Manifesto', das in enger Zusammenarbeit mit dem European Youth Forum - einer Organisation, die mehrere Millionen Jugendliche europaweit vertritt - durchgeführt wurde, ist das Ergebnis eines einjährigen umfangreichen Beratungsprozesses unter mehr als 10.000 Jugendlichen der gesamten Europäischen Union."

Das europäische Jugendmanifest wird bei den Jugendlichen aller Mitgliedsstaaten mit Aktivitäten beworben, die sich an Schüler, Studenten, Lehrer und Eltern richten, mit einer Internetkampagne, die Entscheidungsträger und Meinungsführer adressiert, sowie auf der HELP-Webseite.

Der Text des europäischen Jugendmanifests ist abrufbar unter: www.help-eu.com

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, bedankt sich als Schirmherrin der HELP-Kampagne in Deutschland für das überreichte europäische Jugendmanifest: "Die Forderungen der Jugendlichen in Europa für ein rauchfreies Leben sind ein wichtiger Beitrag junger Menschen für die Tabakprävention. Das Manifest zeigt, dass die aktive Einbeziehung und Mitsprache der Jugend bei politischen Entscheidungsprozessen notwendig und erfolgreich ist. Tabakpolitik geht nur mit den Menschen, wenn sie Veränderungen im Gesundheitsverhalten erreichen will. Denn Nichtrauchen muss in Deutschland und in der EU der Normalfall werden. Viele Forderungen des Jugendmanifests wie der Nichtraucherschutz sind in Deutschland inzwischen auf dem Weg. Aufklärung und Prävention wird ebenfalls weiterhin im Vordergrund der Tabakpolitik stehen. Dies ist notwendig, um einen weiteren Rückgang in der Raucherquote unter Jugendlichen zu erreichen."

Die deutschen Kooperationspartner der HELP-Kampagne begrüßen ebenfalls die Initiative der Europäischen Union.

"In Deutschland hat sich in den letzten Jahren gerade bei Jugendlichen ein positives Klima zum Nichtrauchen entwickelt. Dazu tragen die nationalen aber auch die europäischen Aufklärungsangebote entscheidend bei. Die HELP-Kampagne unterstützt in hervorragender Weise die in Deutschland bisher durchgeführten Maßnahmen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Förderung des Nichtrauchens bei Jugendlichen", erklärt deren Direktorin Dr. Elisabeth Pott. "Als offizieller Quitline-Partner der HELP-Kampagne ist vor allem das BZgA-Beratungstelefon zum Nichtrauchen ein wichtiges Kommunikationselement in allen Medien der HELP-Kampagne in Deutschland", so Dr. Pott weiter.

"Das Deutsche Krebsforschungszentrum unterstützt die HELP-Kampagne Deutschland durch die Bereitstellung von Fakten und Daten zum Rauchen und Passivrauchen in Deutschland. Über 8 Millionen Kinder und Jugendliche wachsen in Raucherhaushalten auf und leiden unter dem Tabakrauch zuhause," erläutert Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention und des WHO-Kollaborationszentrums für Tabakkontrolle im Deutschen Krebsforschungszentrum. "Damit sie im späteren Berufsleben geschützt werden vor den Giften des Tabakrauchs, startet die HELP-Kampagne Deutschland eine neue Aktion "Rauchfrei am Arbeitsplatz". Ab sofort können Betriebe, öffentliche Einrichtungen und die Gastronomie ein Plakat und ein Faltblatt mit den wichtigsten Argumenten für rauchfreie Arbeitsplätze erhalten unter www.help-eu.com oder www.tabakkontrolle.de."


Anmerkungen:
Pressemitteilungen und Hintergrundinformationen sowie Logos und Bilder der HELP-Kampagne stehen im Internet zum Download zur Verfügung unter:
http://www.help-eu.com

Geäußerte Meinungen geben nicht notwendigerweise die offizielle Position der Europäischen Kommission wieder.


Kontakt: Deutsche Kooperationspartner der HELP-Kampagne

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
BZgA-Telefonberatung: 0180 5 31 31 31 (14 Cent/Min.)
www.rauchfrei-info.de

Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)
WHO – Kollaborationszentrum für Tabakkontrolle
E-Mail: WHO-CC@DKFZ.de
www.Tabakkontrolle.de

Kontakt

"HELP - Für ein rauchfreies Leben"; Eine Initiative der Europäischen Union
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