Neue Chancen für die Holzpackmittelindustrie

Hasdenteufel (PresseBox) (Bonn, ) Um wettbewerbsfähig zu bleiben müssen sich die Hersteller von Holzpackmitteln vom reinen Lieferanten und Produzenten zum Partner und Servicedienstleister wandeln. Insbesondere Kommissionierung, Lagerung und Auslagerung von Versand und Verpackung werden von den HPE-Betrieben als wichtige zukünftige Serviceleistungen eingeschätzt. Das ergibt eine Studie, die vom Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung e.V. (HPE) in Auftrag gegeben wurde.

Insgesamt ergibt das "Zukunftsforum HPE-Industrie" ein positives Bild der weiteren Geschäftsentwicklung. Um die Chancen auf dem globalisierten Weltmarkt zu nutzen, muss sich die Branche jedoch weiter in Richtung Servicedienstleister mit zunehmend internationaler Ausrichtung entwickeln. In Zukunft ist davon auszugehen, dass die Anforderungen an die Verpackungsunternehmen deutlich anwachsen werden. Durch immer kürzere Lieferzeiten und komplexere Logistik-Konzepte steigen die Ansprüche an Vernetzung, Kommunikation und Professionalität. Eine Ausweitung des Serviceangebots und die Übernahme zusätzlicher Dienstleistungen werden erwartet. Dies beinhaltet die Integration in die Prozesse des Kunden, die Rücknahme von gebrauchten Paletten und Verpackungen oder die Realisierung komplexer Logistikdienstleistungen.

Globalere Ausrichtung der Branche

Um diesen Ansprüchen international gerecht zu werden, erachten die Marktteilnehmer den Ausbau strategischer Partnerschaften entlang der gesamten Logistikkette als notwendig. Im Zuge der Internationalisierung der Zielbranchen wird von den HPE-Betrieben eine globalere Ausrichtung gewünscht. Die Zusammenarbeit beispielsweise mit Spediteuren und Montagefirmen bietet hierbei die Chance, sich an der Spitze dieser Kette zwischen Kunde und Logistik zu positionieren. Die Erwartungen der Kunden an die HPE-Betriebe sind im Wesentlichen eine konsequente Einhaltung der Qualitätsanforderungen sowie der weitere Ausbau der Serviceleistungen. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen HPE-Mitgliedsbetriebe ist die Durchsetzung von hohen, internationalen Standards. Gerade im Verpackungsbereich für den Anlagen- und Maschinenbau sowie im Automotive-Bereich wird eine verstärkte Internationalisierung aufgrund der sich verändernden Warenströme - oftmals ohne einen verbliebenen Produktionsanteil in Deutschland - als unumgänglich erachtet. Als wesentlich sehen die Kunden dabei eine Etablierung beziehungsweise Einführung der HPE-Verpackungsrichtlinien (Anm. Red. siehe Kurzportrait HPE) auf internationaler Ebene sowie die Bereitschaft der HPE-Betriebe an, mit den Kunden ins Ausland zu expandieren.

Bedarf an Holzpackmitteln steigt weiter

Der Standort Deutschland bietet weiterhin einen soliden Absatzmarkt für die HPE-Branche. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick für die kommenden Jahre ist positiv und geht von einem leichten Wachstum des produzierenden Gewerbes aus. Vor allem aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie sowie aus den Bereichen Pharma und Chemie werden in den kommenden Jahren weiterhin die größten Umsatzanteile erwartet. Durch das leichte Produktionswachstum sowie den weiteren Anstieg der Transportmengen vor allem ins Ausland ist entsprechend mit einem leicht steigenden Bedarf an Holzpackmitteln zu rechnen. Die zukünftige Verwendung von Holzverpackungen und Ladungsträgern aus Holz wird in den kommenden Jahren nicht in Frage gestellt, da diese einen wettbewerbsfähigen und zentralen Bestandteil der Logistikkette darstellen.

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Quelle: Studie "Zukunftsforum HPE-Industrie" - Pöyry Forest Industry Consulting GmbH

Kontakt

Bundesverband Holzpackmittel, Paletten, Exportverpackung (HPE) e.V.
Wachsbleiche 26
D-53111 Bonn
Patrick Schneider
trio-market-relations GmbH

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