Aufsichtsratswahlen Bayer: Dhv/cgbce-Erfolge machen IGBCE nervös

(PresseBox) (Hamburg, ) Die derzeitigen Erfolge der Berufsgewerkschaft DHV und der CGBCE (Christliche Gewerkschaft Bergbau-Chemie-Energie) sorgen für Aufruhr und Nervosität beim bisherigen Platzhirschen IGBCE.

Nur knapp scheiterte die DHV/CGBCE-Gewerkschaftsliste bei der Aufsichtsratswahl zur Bayer AG. Bei einer Gesamtzahl von 337 Wahlmännern fehlten lediglich 2 Delegiertenstimmen für einen Aufsichtsratssitz. Mit André Krejcik sitzt jedoch erstmals ein CGBCE-Mitglied als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat der Bayer AG. Für die IGBCE ist dieses Ergebnis eine Blamage, zumal sie mit dem Vorsitzenden Hubertus Schmoldt und dem stellvertretenden Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, ihre Kandidatenliste hochkarätig besetzt hatte! Das Ergebnis bestätigt einen seit langem zu beobachtenden Trend:
Selbst das die DGB-Gewerkschaften begünstigende Wahlmännerwahlverfahren ist kein Garant mehr für die Durchsetzung des DGB-Alleinvertretungsanspruchs in den Aufsichtsräten!

Erfolgreich war die DHV/CGBCE-Gewerkschaftsliste bei der Aufsichtsratswahl der Bayer Business Service AG. Rund 40 % der Beschäftigten erteilten der Fremdbestimmung durch hauptamtliche IGBCE-Funktionäre eine Absage und wählten ihren Kollegen Hans-Georg Bleeck als Mitglied und ihre Kollegin Ursula Hippler als Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat. Das Ergebnis zeigt, dass unsere Strategie, nur Betriebsangehörige auf die Gewerkschaftslisten zu setzen, richtig ist!

Massiv behindert wurden die DHV/CGBCE-Kandidaten bei der Aufsichtsratswahl zur Bayer Health Care AG. Im Vorfeld hatten Betriebsrat und Sprecherausschuss das betriebsinterne Intranet für IGBCE-Wahlwerbung missbraucht. Am Standort Berlin wurden keine Wahlurnen aufgestellt. Rund 200 Mitarbeiter in der DHV/CGBCE-Hochburg waren davon betroffen. Dieses skandalöse Vorgehen zeigt, wie wenig ernst es unsere Gewerkschaftskonkurrenten tatsächlich mit ihrer Forderung nehmen, dass Demokratie vor den Werkstoren nicht Halt machen darf! Wenn es um die Durchsetzung des DGB-Monopolanspruchs geht, sind Demokratie und Pluralismus lästig!

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