Online-Marketing: Reichweitenzahlen sind zu ungenau

Zu hohe Page-Impressions und Unique Visitors: Media-Entscheider in Deutschland bemängeln intransparente Methoden zur Reichweitenmessung von Websites.
(PresseBox) (München, ) Media-Entscheider in deutschen Agenturen und Unternehmen sind mit den derzeitigen Methoden der Reichweitenmessung im Internet unzufrieden und halten sie für verbesserungswürdig. Das zeigt eine gemeinsame Umfrage der Internet-Wirtschaftszeitschrift INTERNET WORLD Business mit dem Online-Vermarkter Ad Pepper Media. So ist sich die Online-Werbebranche komplett uneins, ob technische Probleme wie gelöschte Cookies die Messungen verzerren können. Während ein gutes Drittel (36 %) der befragten 131 Marketingprofis davon überzeugt ist, dass die Zahlen unter solchen Effekten leiden, glaubt ein knappes Drittel (30 %) dessen ungeachtet an die Qualität der Daten. Weitere 33 Prozent geben zu, dieses Problem nicht bewerten zu können. Überwiegend einig sind sich die Marketeers dagegen in einem Punkt: 60 Prozent wünschen sich bessere Verfahren, um Online-Nutzerzahlen zu bestimmen. Nur ein Viertel der befragten Teilnehmer meint, dass keine Verbesserungen nötig seien.

Generell sind Online-Reichweitendaten für die große Mehrheit (83 Prozent) der Media-Entscheider sehr wichtig oder wichtig. An vorderster Stelle stehen hier die „Internet Facts“, die regelmäßig von der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) ermittelt werden und von fast 96 Prozent der Befragten zur Reichweitenerhebung genutzt werden, gefolgt von den Reichweitenangaben der einzelnen Vermarkter (70 Prozent). Doch auch Zahlen von unabhängigen Dritten wie dem Medienforschungsunternehmen Nielsen Netratings, spielen bei der Vermarktung eine wichtige Rolle: Sie werden von 67 Prozent der Umfrageteilnehmer herangezogen.

Ad-Pepper-Chef Oliver Busch sieht die AGOF immerhin auf einem „sehr guten Weg zu Planungsdaten auf hohem Niveau“. Auf die Frage, wie eine Verbesserung aussehen könnte, meint er: „Das größte Potenzial liegt vermutlich in einem Ablegen von Planungsgewohnheiten aus der Offline-Welt.“

Wo die Unterschiede in den Messungsmethoden der einzelnen Marktforscher liegen und wie die jeweiligen Erhebungen zu bewerten sind, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der INTERNET WORLD Business (EVT: 14. Mai 2007).

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