Kabelfernsehen: Digitalempfang schießt auf 3,3 Millionen

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- Anzahl der digitalen Kabelhaushalte ist um ca. 44 Prozent auf 3,3 Millionen gestiegen (vor DVB-T)
- Kabelnetzbetreiber investieren in digitale Dividende durch Netzausbau
- Das digitale Kabel bietet mehr Vielfalt als jemals zuvor
- Politik muss Digitalisierung aller Infrastrukturen unterstützen

Die Mitglieder des Deutschen Kabelverbandes Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia haben in den vergangenen 15 Monaten den Umstieg auf digitalen Fernsehempfang im Kabelbereich enorm vorangetrieben. So wurde die Anzahl der Kabelhaushalte, die mittels einer Set-Top-Box das vielfältige digitale Angebot im Kabel nutzen können, von ca. 2,3 Millionen auf über 3,3 Millionen Haushalte und somit um ca. 44 Prozent gesteigert. Das Kabel steht damit beim Wachstum klar auf Platz 1 vor der Terrestrik und dem Satelliten. Möglich geworden ist diese positive Entwicklung allein durch umfangreiche Investitionen der Kabelnetzbetreiber in den Aufbau eines breiten digitalen Free-TV-und Pay-TV-Angebotes, in den weiteren digitalen Ausbau der hierfür notwendigen Infrastruktur sowie in die kostengünstige Verbreitung von digitalen Empfangsgeräten.

Die Erhöhung der im Kabel für die Übertragung von Fernsehinhalten verfügbaren Kapazitäten, die digitale Dividende, schaffen die Mitglieder des Kabelverbandes auf drei Wegen. Zum einen ermöglicht die Investition in effizientere Übertragungstechnologien, dass auf einem digitalen Kabelkanal heute statt 8 bis 10 Programme nunmehr bis zu 16 Programme übertragen werden können. Allein hierdurch haben die Kabelnetzbetreiber Platz für rund 100 zusätzliche Programme geschaffen. Zum anderen können durch die abgestimmte Abschaltung einzelner analoger Kanäle für eine Übergangszeit weitere digitale Programme eingespeist werden. Zusätzlich schaffen Kabel Deutschland, Kabel BW und Unitymedia durch die Aufrüstung der Kabelnetze auf 614 bzw. 862 MHz ausreichend weitere digitale Kapazitäten für den zukünftigen Bedarf. Diese Aufrüstung wird voraussichtlich Ende 2008 weitgehend abgeschlossen sein. Voraussetzung für die effiziente Nutzung dieser Frequenzressourcen ist allerdings, dass das Kapazitätsmanagement in der Hand des Kabelnetzbetreibers liegt. „Die optimale Ausnutzung der Kapazitäten setzt voraus, dass der Netzbetreiber die technische Belegung und Nutzung seiner Netze in eigener Verantwortung effizient vornehmen kann. Es stellt eine Verschwendung von wertvollen Ressourcen dar, wenn wir angelieferte Satellitenkanäle, beispielsweise der öffentlich-rechtlichen Veranstalter, eins zu eins ins Kabel einspeisen müssen, obwohl wir auf einem Kabelkanal deutlich mehr Programme in bester Qualität verbreiten können“, verdeutlicht Rüttger Keienburg, Präsident des Deutschen Kabelverbands die Problemlage.

In den vergangenen zwölf Monaten ist es den Kabelnetzbetreibern auch erstmals gelungen, eine deutliche Zahl von Kunden allein für die Nutzung des digitalen Free-TV-Angebots im Kabel zu gewinnen. Durch den Simulcast aller analog im Kabel verbreiteten Programme, das zusätzliche Angebot von analog nicht verfügbaren frei empfangbaren Programmen und die kostengünstige Bereitstellung von digitalen Decodern, ist es für Kabelkunden heute äußerst attraktiv, komplett auf das digitale Angebot umzusteigen. „Schon heute kann jeder über unsere Mitglieder versorgte Kabelhaushalt über 200 digitale Programmangebote nutzen. Damit leisten wir einen wesentlichen Beitrag zur Meinungs- und Informationsvielfalt. Die Kabelnetzbetreiber haben bereits die Attraktivität des digitalen Kabelanschlusses durch ein noch vielfältigeres Free-TV- und Pay-TV-Angebot, Einzelangebote auf Abruf bzw. Video on Demand erheblich gesteigert. Diese Angebote werden weiter ausgebaut und um neue Dienste wie digitale Videorekorder und ein verstärktes Angebot von HDTV erweitert, um dadurch noch mehr Kunden vom Umstieg auf digital zu überzeugen“, erläutert Rüttger Keienburg die Strategie seiner Mitgliedsunternehmen.

Der Deutsche Kabelverband setzt sich dabei für einen marktgetriebenen und damit nachfrageorientierten Umstieg von analog auf digital ein. Die Kabelanbieter sind auf die Akzeptanz der Wohnungswirtschaft bei der Umstellung und vor allem der Endkunden angewiesen, um im immer härter werdenden Wettbewerb der Infrastrukturen zu bestehen. „Die Politik ist aber gleichwohl aufgerufen, diese Umstellung durch entsprechende technologieneutrale Förderung zu begleiten und nicht das Entstehen digitaler Märkte durch voreilige Überregulierung zu behindern“, appelliert Rüttger Keienburg an die Adresse der Politik. „Eine aktive Unterstützung aller Verbreitungswege beim Umstieg von analogen auf digitalen Empfang durch eine bundesweite Kommunikationskampagne fördert das Entstehen eines noch vielfältigeren Medienstandortes. Dieser Umstieg könnte auch durch die Schaffung von Digitalisierungsfonds oder anderer ökonomischer Anreize wie in einer Reihe von anderen europäischen Ländern diskriminierungsfrei begleitet werden. Wichtig ist hierbei, dass der Digitalumstieg als ein übergeordnetes, nationales Interesse verstanden wird, das nicht nur von allen Marktpartnern sondern auch von der Politik aktiv gefördert wird.“

Der Deutsche Kabelverband im Internet:
www.deutscherkabelverband.de

Verbraucherinformationen zu Internet und Telefon aus dem Kabel:
www.kabelinternet.de

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Friedrichstr. 149
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Dr. Ralf Heublein
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