Bodewig will Verkehrssicherheit für Senioren verbessern

(li) ACE-Chef Wolfgang Rose gratuliert dem neuen DVW-Chef, Kurt Bodewig (re) (PresseBox) (Stuttgart, ) Der neue Präsident der Deutschen Verkehrswacht (DVW), Ex-Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig, sieht in der älter werdenden Gesellschaft eine neue Herausforderung für die Verkehrssicherheitsarbeit.

Bereits heute sei nahezu jeder zweite im Straßenverkehr getötete Fußgänger und Radfahrer über 65 Jahre alt. Senioren spielten zwar im Verkehr eine immer größere Rolle, allerdings noch nicht bei den Bemühungen für eine verbesserte Unfallverhütung. "Dem Thema Fahren im Alter müssen wir uns jetzt stellen", sagte Bodewig in einem Gespräch mit dem ACE Auto Club Europa.

Zugleich kündigte Bodewig an, er wolle mit Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee schon in Kürze über das Thema Sicherheit im Straßenverkehr sprechen. Für ihn spielten auch Forderungen nach einem Ausbau moderner Verkehrssteuerungsanlagen im Bereich der Autobahnen eine Rolle, wie sie vom ACE und dem Deutschen Verkehrsgerichtstag erhoben worden sind. Derartige Anlagen seien im Interesse der Verkehrssicherheit "außerordentlich wichtig", sagte Bodewig. Sie optimierten den Verkehrsfluss und minderten so die Unfallrisiken und die Staubildung. Bodewig, der das Verkehrslenkungsprojekt als Minister seinerzeit selbst angestoßen hatte, fügte hinzu: "Vernünftige Investitionen in die Verkehrssicherheit machen sich immer schnell durch eine spürbare Sicherheitsdividende bezahlt". Gleichwohl könne die Rettung von Menschenleben gar nicht in Geld aufgewogen werden.

Nach Einschätzung von Bodewig rückt eine Einführung des so genannten Tagfahrlichts immer näher. Der Verkehrswachtpräsident sagte: "Tagfahrlicht steht über den bisherigen allgemeinen Appellcharakter hinaus auf der politischen Tagesordnung".

Die nahezu flächendeckenden Modellversuche zum Begleiteten Fahren in 15 Bundesländern zeigen nach Darstellung Bodewigs ebenfalls positive Signale, dass sich das sichere Fahren bei jungen Autofahrern verbessert. Er rief das Land Baden-Württemberg auf, sich an dem Modellversuch zur Einführung des begleiteten Fahrens mit 17 zu beteiligen. "Das Land ist im Interesse der Verkehrssicherheit für junge Fahranfänger gut beraten, mit einem eigenen Modellprojekt den anderen Ländern nachzueifern."

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