Altes Haus: Verkäufer haftet nicht immer für schwere Mängel

(PresseBox) (Nürnberg, ) Der Verkäufer eines gebrauchten Hauses haftet nicht immer für schwere Mängel. Das gilt zumindest dann, wenn im Vertrag ein Mängelausschluss vereinbart wurde und dem Verkäufer auch keine arglistige Täuschung nachgewiesen werden kann.

Schließt der Verkäufer eines älteren Hauses vertraglich jegliche Gewährleistung aus, so haftet er dem Käufer gegenüber nicht für schwerwiegende Mängel. Dies gilt zumindest dann, wenn dem Verkäufer keine arglistige Täuschung nachgewiesen werden kann, berichtet das Immobilienportal Immowelt.de, das sich auf Entscheidungen des Landgerichts Coburg und des Oberlandesgerichts Bamberg beruft (Az.: 22 O 509/03 und Az.: 6 U 55/03).

Im verhandelten Fall entdeckte der Käufer erst vier Jahre nach Erwerb eines älteren Hauses Lochfraß im Dachstuhl. Wie sich später herausstellte, hielt sich der Holzbock am Gebälk schadlos. Außerdem entdeckte der Käufer Spuren von laienhaften Versuchen, den Schädling zu bekämpfen. Deshalb verklagte er den Verkäufer, dieser habe von dem Schädlingsbefall gewusst und ihn arglistig verschwiegen.

Die Richter gaben allerdings dem Verkäufer Recht. Dieser gab an, von nichts gewusst zu haben. Die laienhaften Versuche, den Schädling zu bekämpfen, könnten auch vom damaligen Mieter des Hauses stammen. Außerdem habe der Käufer den Dachboden vor dem Kauf intensiv besichtigt. Deshalb konnte dem Verkäufer nach Angaben des Immobilienportals Immowelt.de keine arglistige Täuschung nachgewiesen werden. Der Käufer bleibt deshalb auf den rund 21.000 Euro Sanierungskosten sitzen.

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