Weniger Arbeitsplätze in der Industrie

Zahl der Industriebeschäftigten ging leicht um 1,5 Prozent auf 32.859 zurück
Industrie-Beschäftigte 1999 bus 2006 (PresseBox) (Bonn, ) Der Arbeitsplatzabbau der Industrie im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Bonn/Rhein-Sieg hat sich im vergangenen Jahr verlangsamt. Die Zahl der Beschäftigten in den meldepflichtigen Industriebetrieben mit über 20 Beschäftigten ging von 33.348 im Dezember 2005 um – 1,5 Prozent auf 32.859 im Dezember 2006 zurück. „Damit gingen zwar wieder rund 500 Arbeitsplätze verloren, der Rückgang ist aber im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer ausgefallen, so dass wir hoffen, das wir so langsam das Ende der Talsohle in der Region Bonn/Rhein-Sieg erreicht haben“, sagt IHK-Präsident Dr. Ernst Franceschini. Seit 1999 ist die Zahl der Industriebeschäftigten von 39.637 um 17,1 Prozent zurück gegangen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im IHK-Bezirk Bonn/Rhein-Sieg von 271.531 (1999) nur leicht um 2,3 Prozent auf 265.266 (30.06.2006) zurück gegangen.

Gegen den Trend wuchs die Zahl der Arbeitsplätze in 2006 in der Chemischen Industrie (von 3.979 um 5,4 Prozent auf 4.192) und im Glasgewerbe / Keramik / Steine und Erden (von 1.486 um 4,25 Prozent auf 1.549). Dagegen ging die Zahl der Beschäftigten im Bereich Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik von 4.697 um 5,5 Prozent auf 4.438 zurück. Um gut drei Prozent gingen die Beschäftigtenzahlen in den Branchen Kunststoff und Metall zurück.

„Nach wie vor spielt die Industrie eine wichtige Rolle für den Arbeitsmarkt und den Ausbildungsmarkt in der Region Bonn/Rhein-Sieg, wobei wir keine eindeutige Leitbranche haben. Die Region zeichnet sich durch ein breites Branchenspektrum aus – mit Beschäftigungsschwerpunkten im Maschinen- und Fahrzeugbau, im Chemie- und Kunststoffbereich sowie in der Elektrotechnik, Feinmechanik und Optik. Im Vergleich zu anderen Regionen ist das Ernährungsgewerbe in Bonn/Rhein-Sieg stark vertreten“, so Dr. Franceschini: „In den vergangenen Jahren haben viele Unternehmen angesichts der schwierigen konjunkturellen Lage rationalisiert, was vielfach auch mit einem Abbau von Arbeitsplätze verbunden gewesen ist. Die Investitionen haben jedoch wieder angezogen, so dass wir uns davon auch positive Impulse für den Arbeitsmarkt erhoffen. Durch die Überregulierung des deutschen Arbeitsmarktes weichen viele Unternehmen bei Auftragszuwächsen jedoch auf die Arbeitnehmerüberlassung aus.“

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Bonner Talweg 17
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Claudia Engmann
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