Novell und die Electronic Frontier Foundation arbeiten zusammen an Reform von Software-Patenten

Novell und die Electronic Frontier Foundation (EFF) kündigen ihre Zusammenarbeit für eine weltweite Reform der Software-Patente an.
Logo (PresseBox) (Düsseldorf, ) “Es ist offensichtlich, dass Software-Patente kein aussagekräftiger Maßstab für Innovationen sind”, erklärt Jeff Jaffe, Executive Vice President und Chief Technology Officer bei Novell. “Als langjähriger innovativer Vorreiter in der Branche mit vielen bedeutenden Patenten verstehen wir die Gründe für das Patentsystem als solches. Wir glauben aber auch, dass dieses System reformbedürftig ist, um Innovation im Softwarebereich voranzutreiben.”
Novell und die EFF werden zusammenarbeiten, um Regierungen und nationale wie internationale Organisationen dazu zu bringen, Gesetze und politische Voraussetzungen im Zusammenhang mit Patenten zu schaffen mit dem Ziel, Innovation voranzutreiben. Eine wichtige Institution ist hierbei die World Intellectual Property Organisation (WIPO), in der verschiedene UN-Mitglieder zusammengeschlossen sind, um Fragen rund um den Bereich geistiges Eigentum zu koordinieren. Angesichts des problemlosen grenzüberschreitenden Austausches von Ideen oder Softwarecode ist hier ein globaler Ansatz erforderlich.

Darüber hinaus wird Novell einen bedeutenden Beitrag zum laufenden “Patent Busting “-Projekt der EFF leisten. Dieses Projekt wurde 2004 ins Leben gerufen, um sich gegen die Patente zur Wehr zu setzen, die für Software-Entwickler und Internetnutzer besonders schwere Hürden aufbauen. Das Projekt identifiziert den jeweiligen Stand der Technik, um diese Patente für ungültig erklären zu lassen, und bemüht sich, diese Annullierungen mit Hilfe von nochmaligen Prüfungen durchzusetzen.

“Die EFF bemüht sich seit langem darum, die wichtigsten Herausforderungen des digitalen Zeitalters anzugehen, so auch die weltweiten Fragen rund um das geistige Eigentum”, meint EFF Executive Director Shari Steele. “Die Unterstützung durch Novell – ein Unternehmen, das zunächst ein proprietäres Software-Entwicklungsmodell verfolgte, bevor es sich dem Open Source-Ansatz verschrieb – ist ein großes Plus bei unseren Anstrengungen, die Branche von innovationshemmenden Patenten zu befreien. Wir hoffen, dass andere Software-Anbieter sich in Zukunft ein Beispiel an Novell nehmen und diesem Projekt beitreten.”

Als einer der ersten Innovationstreiber bei Technologien für Netzwerke, Textverarbeitung und Datentransfer ist Novell im Besitz von mehr als 500 Patenten, viele davon sind für den heutigen Markt grundlegend. Mit dem Wechsel hin zu Lösungen für Open Source und offene Standards hat Novell anerkannt, dass Open Source das neue Modell für Innovation ist und das existierende Patent-System diesem Ansatz entgegensteht. Novell unternahm in der Vergangenheit bereits verschiedene Schritte, die Verwendung von Patenten zum Schutz von Open Source zu stärken; so hat das Unternehmen zum Beispiel im Jahr 2004 die eigenen Patente dafür genutzt, um Patent-Angriffe auf Open Source zu verteidigen, und zudem das Open Invention Network mit Patenten und bedeutenden finanziellen Mitteln unterstützt. Dabei handelt es sich um ein Unternehmen für geistiges Eigentum, das von Novell 2005 mitbegründet wurde mit dem Ziel, Patente zu nutzen, um eine geschützte Umgebung für die freie Weiterentwicklung von Open Source und Linux zu schaffen.

“Diese Ankündigung ist ein logischer Schritt für Novell bei seinen Bemühungen, einen negativen Einfluss von Patenten für die Software Community auszuschließen”, erklärt Nat Friedman, Chief Strategy and Technology Officer für Open Source bei Novell. “Software-Patente behindern offene Standards und Interoperabilität sowie Innovation und Fortschritt, bedrohen die Entwicklung freier und Open Source-Software und haben eine hemmende Wirkung auf die Software-Entwicklung allgemein. Unsere Partnerschaft mit der EFF soll bei der Schaffung einer Welt helfen, in der Software-Entwickler und Nutzer sich keine Sorgen um Patente machen müssen.”

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